Kurz gefasst
- Niedriger, kuppelförmiger Strauch (0,5–1,2 m) — hervorragend für niedrige Hecken und Rabatten.
- Blüht reichlich von Juni bis August; nach dem Rückschnitt verblühter Blüten oft eine zweite Blüte.
- Sehr winterhart und genügsam — einer der pflegeleichtesten Gartensträucher.
- Beliebte Sorten: 'Little Princess' (kompakt, rosa) und 'Goldflame' (goldenes Laub, im Frühjahr orange).
- Gedeiht gut in Sonne und leichtem Halbschatten, tolerant gegenüber dem Bodentyp.
Botanische Daten
- Familie
- Rosaceae (Rosaceae)
- Höhe
- 0.5–1.2 m
- Breite
- 0.6–1.2 m
- Wuchsform
- Kugelförmig
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Lehmig, Sandig, Humos
- pH-Wert
- pH 5.5–7.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- Juni–August
- Winterhärte
- USDA 4a–8b
- Vermehrung
- Aus Stecklingen, Durch Absenker
Merkmale
Ein niedriger, dichter Strauch mit kleinen, gesägten Blättern, bei goldlaubigen Sorten intensiv gelb mit orange-roten jungen Trieben. Kleine Blüten sind in flachen, doldenartigen Blütenständen an den Triebspitzen zusammengefasst.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Genügsam — im ersten Jahr nach der Pflanzung regelmäßig gießen, später reicht Gießen bei anhaltender Trockenheit.
Düngung
Eine einmalige Frühjahrsdüngung mit Kompost oder einem Langzeitdünger genügt.
Pflanzung
Verträgt die meisten Gartenböden; wächst am besten auf durchschnittlich fruchtbarem, mäßig feuchtem Boden.
Schnitt
Triebe um etwa 1/3 kürzen und verblühte Blütenstände entfernen — das regt eine zweite, herbstliche Blüte an. Alle paar Jahre den Strauch verjüngen, indem man die ältesten Triebe bodennah entfernt.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Ähnliche Licht- und Bodenansprüche, und die kontrastierende Blattform belebt eine niedrige Rabatte.
Goldlaubige Sorten der Tawula (z. B. 'Goldflame') bilden einen schönen Kontrast zu den purpurfarbenen Blättern des Berberitze in Heckenkompositionen.
Schlechte Nachbarschaft
Der Japanische Spierstrauch braucht mindestens einige Stunden Sonne am Tag, um reichlich zu blühen — im tiefen Schatten vergeilt er und blüht schwach.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Im 19. Jahrhundert aus Japan, China und Korea nach Europa und Nordamerika eingeführt. Wegen der einfachen Kultur und der langen Blütezeit wurde er rasch einer der beliebtesten Sträucher für niedrige Hecken und Rabatteneinfassungen, und Züchter selektierten Dutzende von Sorten mit unterschiedlicher Blattfarbe und Wuchshöhe.
Verwendung
Für niedrige, formgeschnittene und freiwachsende Hecken, Rabatteneinfassungen, Gruppenpflanzungen sowie als bodendeckende Pflanze für Böschungen. Goldlaubige Sorten harmonieren gut mit Pflanzen mit dunklem, purpurfarbenem Laub.
Wissenswertes
- Die Sorte 'Goldflame' ändert im Laufe der Saison die Blattfarbe — von orange-rot im Frühjahr über goldgelb im Sommer bis kupferfarben im Herbst.
- In manchen Regionen Nordamerikas versamt sich der Japanische Spierstrauch so stark, dass er dort als potenziell invasiv gilt — unter mitteleuropäischen Bedingungen stellt er kein solches Problem dar.
- Die kompakte Sorte 'Little Princess' überschreitet selten 60 cm Höhe, was sie zu einer beliebten Rabatteneinfassung und niedrigen Hecke macht.
Häufige Fragen
Wann schneidet man den Japanischen Spierstrauch zurück?
Am besten im zeitigen Frühjahr, vor dem Knospenaustrieb — dann kann man die Triebe um etwa 1/3 kürzen. Zusätzlich lohnt es sich, im Sommer verblühte Blütenstände zu entfernen, was die Pflanze zu einer zweiten Blüte anregt.
Ist der Japanische Spierstrauch invasiv?
In manchen US-Bundesstaaten gilt er als potenziell invasiv, da er sich leicht versamt. Unter mitteleuropäischen Bedingungen ist er nicht als invasiv eingestuft und wird verbreitet sowie unbedenklich in Gärten kultiviert.
Warum werden die Blätter des Japanischen Spierstrauchs im Sommer braun?
Meist ist das die Folge eines zu trockenen Standorts oder starker, direkter Sonneneinstrahlung in Kombination mit Wassermangel in sandigem Boden. Regelmäßiges Gießen während Hitzeperioden löst das Problem meist.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Spiraea japonicaInstitution / Botanischer Garten
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