Kurz gefasst
- Blüht üppig von Juni bis zu den ersten Frösten, in fast jeder Farbe außer Blau.
- Benötigt volle Sonne – im Schatten blüht sie schwach und ist anfälliger für Pilzkrankheiten.
- Hervorragend als Schnittblume – hält sich in der Vase bis zu zwei Wochen frisch.
- Zieht während der gesamten Blütezeit stark Schmetterlinge und Bienen an.
- An der Basis gießen, Blätter nicht benetzen, um das Mehltaurisiko zu verringern.
- Sehr leicht aus Samen zu ziehen, blüht schnell nach der Aussaat.
Botanische Daten
- Familie
- Asteraceae (Asteraceae)
- Höhe
- 0.3–1 m
- Breite
- 0.2–0.4 m
- Wuchsform
- Aufrecht
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne
- Boden
- Humos, Lehmig, Sandig
- pH-Wert
- pH 5.5–7.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- Juni–Oktober
- Winterhärte
- USDA 9a–11b
- Vermehrung
- Aus Samen
Merkmale
Eine Pflanze mit aufrechten, steifen, leicht borstigen Trieben und länglich-eiförmigen, gegenständig angeordneten Blättern. Die Blütenstände sind Körbchen von unterschiedlichem Aufbau je nach Sorte – von einfach über halbgefüllt bis zu dicht gefüllten, dahlienähnlichen Blüten, in praktisch jeder Farbe außer Blau und reinem Grün. Sie sitzen auf steifen, langen Stielen, was sie zu einem hervorragenden Schnittblumenmaterial macht.
Anbau und Pflege
Bewässerung
An der Basis der Pflanze gießen, Blätter dabei nicht benetzen – übermäßige Feuchtigkeit auf den Blättern begünstigt Echten Mehltau, für den die Zinnie anfällig ist.
Düngung
Regelmäßige, moderate Gaben fördern eine üppige und lang anhaltende Blüte sowie kräftige Stiele für Schnittblumen.
Pflanzung
Standort in voller Sonne, nährstoffreicher und gut durchlässiger Boden; die Zinnie verträgt weder Frost noch kühle, feuchte Perioden.
Schnitt
Regelmäßig verblühte Blüten entfernen (Ausputzen), was die Blütezeit verlängert und intensiviert; junge Pflanzen sollten einmal über dem zweiten Blattpaar zurückgeschnitten werden, um eine bessere Verzweigung zu fördern.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Ähnliche Ansprüche an Sonne und Wasser, und blühende Zinnien locken Bestäuber an, die auch benachbarten Kräuter- und Gemüsebeeten zugutekommen.
Schlechte Nachbarschaft
Die schnell wachsenden, kriechenden Triebe der Zucchini können die niedrigeren, auf volle Sonne angewiesenen Zinnien beschatten und verdrängen, was ihre Blüte einschränkt.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Weißer, mehliger Belag auf Blättern, Trieben und Knospen. Die Blätter vergilben, verformen sich und fallen vorzeitig ab.
GrauschimmelGraubrauner, flaumiger Myzelbelag auf Blüten, Früchten, Blättern und Trieben, dem wässrige, faulende Flecken vorausgehen. Er befällt geschwächtes und beschädigtes Gewebe und entwickelt sich rasch bei Feuchtigkeit und Kühle sowie bei schlechter Luftzirkulation. Häufig an Erdbeeren, Begonien, Pfingstrosen und Rosen.
BlattläuseKleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus.
SchneckenNackt- und Gehäuseschnecken, die nachts und nach Regen fressen. Symptome: unregelmäßige Löcher in den Blättern und vollständig abgefressene junge Sämlinge, silbrige Schleimspuren auf Blättern und Boden. Die größten Schäden treten an feuchten, schattigen Stellen auf — besonders an Salat, Erdbeeren und Funkien.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Die Zinnie stammt aus den trockenen, gebirgigen Regionen Mexikos, wo sie als bescheidene, kleinblütige Wildart wuchs. Nach Europa gelangte sie im 18. Jahrhundert, und ihr Gattungsname geht auf den deutschen Botaniker Johann Gottfried Zinn zurück, der sie als Erster wissenschaftlich beschrieb. Die intensive Züchtung von Zierformen, die seit dem 19. Jahrhundert vor allem in Frankreich und den USA betrieben wurde, verwandelte die bescheidene Wildart in eine der farbenprächtigsten und vielfältigsten Beetpflanzen, mit Hunderten von Sorten, die sich in Größe, Blütenform und Wuchshöhe unterscheiden.
Verwendung
Ideal für Blumenbeete, Schnittblumengärten und Balkonkästen in voller Sonne. Niedrigere Sorten eignen sich gut als Beeteinfassung, höhere als Material für Sträuße und in Schmetterlingsgärten, die Bestäuber anlocken.
Wissenswertes
- Zinnien gehören zu den am längsten haltbaren Schnittblumen unter den einjährigen Pflanzen – richtig geschnitten und in Wasser gestellt, halten sie in der Vase bis zu zwei Wochen.
- Der Gattungsname Zinnia ehrt Johann Gottfried Zinn, einen deutschen Botaniker und Anatomen des 18. Jahrhunderts, der diese Pflanze untersuchte, lange bevor sie sich in europäischen Gärten verbreitete.
Häufige Fragen
Wie lange hält sich die Zinnie als Schnittblume in der Vase?
Richtig geschnitten, wenn die Blüte bereits voll entwickelt ist, und in sauberes Wasser gestellt, kann die Zinnie bis zu 10–14 Tage frisch bleiben, was sie zu einer der haltbarsten einjährigen Schnittblumen macht.
Warum bekommen Zinnienblätter einen weißen Belag?
Meist handelt es sich um Echten Mehltau, für den Zinnien besonders anfällig sind, vor allem bei zu dichter Pflanzung und Gießen von oben, das die Blätter benetzt. Es lohnt sich, größere Pflanzabstände einzuhalten und ausschließlich an der Basis zu gießen.
Kann man Zinnien direkt ins Freiland säen, oder ist eine Anzucht besser?
Beide Methoden sind gut. Die Direktsaat im Mai ist einfacher und ergibt kräftigere Pflanzen, während eine frühere Anzucht unter Schutz im April eine um mehrere Wochen frühere Blüte ermöglicht.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Zinnia elegansInstitution / Botanischer Garten
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