Kurz gefasst
- Standort: hell, aber ohne direkte Sonne zur Mittagszeit.
- Selten gießen — erst nachdem die obere Substratschicht abgetrocknet ist.
- Empfindlich gegenüber Fluorid aus dem Leitungswasser: braune Blattspitzen sind das typische Symptom.
- Nach dem Einkürzen des Stammes treibt er mit mehreren neuen Trieben aus — er lässt sich leicht verjüngen.
- Giftig für Hunde und Katzen (Saponine) — nichts für einen Haushalt mit Tieren.
Botanische Daten
- Familie
- Asparagaceae (Asparagaceae)
- Höhe
- 1–3 m
- Breite
- 0.5–1.2 m
- Wuchsform
- Aufrecht
- Wuchsgeschwindigkeit
- Langsam
- Standort
- Halbschatten
- Boden
- Humos, Sandig
- pH-Wert
- pH 6–7
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- —
- Winterhärte
- —
- Vermehrung
- Aus Stecklingen, Durch Absenker
Merkmale
Mit der Zeit bildet er einen dünnen, verholzten Stamm, der in einer Blattrosette endet; die unteren Blätter vertrocknen natürlicherweise und fallen ab und legen den charakteristisch geringelten Trieb frei. Die Blätter sind schmal, steif, 30–60 cm lang, dunkelgrün mit einem deutlichen roten oder weinroten Rand. Sorten wie 'Tricolor' oder 'Bicolor' haben zusätzliche cremefarbene und rosa Streifen.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Erst gießen, wenn die oberen 3–4 cm des Substrats abgetrocknet sind. Empfindlich gegenüber Fluorid und Salzen aus dem Leitungswasser — reagiert mit braunen Blattspitzen, daher eignet sich abgestandenes, Regen- oder destilliertes Wasser am besten.
Düngung
Die Hälfte der vom Hersteller empfohlenen Dosis — der Drachenbaum wächst langsam, und das Substrat versalzt leicht. Im Winter nicht düngen.
Pflanzung
Durchlässiges Substrat für Grünpflanzen mit einem Zusatz von Perlit oder grobem Sand; der Topf muss unbedingt ein Abzugsloch und eine Drainageschicht haben.
Schnitt
Den Trieb auf beliebiger Höhe mit einem scharfen, sauberen Werkzeug einkürzen — unterhalb des Schnitts treibt die Pflanze meist 2–3 neue Verzweigungen aus, und die abgeschnittene Spitze lässt sich bewurzeln.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Beide vertragen seltenes Gießen und diffuses Licht — ein pflegeleichtes Paar für eine helle Zimmerecke.
Ähnlicher Gießrhythmus und Toleranz gegenüber der trockenen Wohnungsluft; beide wachsen aufrecht und ergänzen sich schön.
Die hängenden Triebe der Efeutute verdecken den kahlen Stamm des Drachenbaums, und die Lichtansprüche beider Pflanzen sind nahezu identisch.
Schlechte Nachbarschaft
Sie benötigen volle, direkte Sonne, in der die Blätter des Drachenbaums ausbleichen und an den Rändern verbrennen.
Die Korbmarante braucht ein dauerhaft feuchtes Substrat, und der Drachenbaum fault bei einem solchen Gießregime an den Wurzeln.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Leicht | Enthält Saponine; der Verzehr von Blättern kann Reizungen der Mundhöhle und Magenbeschwerden hervorrufen, schwere Vergiftungen sind jedoch selten. |
| Hunde | Mäßig | Saponine lösen Erbrechen, Speichelfluss und Appetitlosigkeit aus. |
| Katzen | Mäßig | Bei Katzen werden neben Erbrechen auch erweiterte Pupillen und Teilnahmslosigkeit beschrieben — der Drachenbaum gehört zu den Pflanzen, die in einem Haushalt mit Katze ausdrücklich nicht zu empfehlen sind. |
Geschichte und Herkunft
Die Art wurde von Madagaskar beschrieben, wo sie zur endemischen Flora der Trockengebüsche gehört. In europäische Wohnungen gelangte sie im 20. Jahrhundert und wurde rasch zu einer der grundlegenden Büropflanzen — vor allem deshalb, weil sie unregelmäßiges Gießen und die trockene Luft der Zentralheizung verzeiht. Moderne molekulare Untersuchungen haben die frühere Gattung Pleomele und einen Teil der Sansevierien in die Gattung Dracaena eingegliedert.
Verwendung
Für helle Wohn- und Büroräume, als Solitärpflanze in einem hohen Gefäß, die dem Raum eine vertikale Linie verleiht. Gut wirkt er in Kombination mit niedrigen Pflanzen, die die Oberfläche des Topfes bedecken.
Wissenswertes
- Die Ringe am Stamm sind Narben abgefallener Blätter — an ihnen lässt sich die Wuchsgeschichte der Pflanze näherungsweise ablesen.
- Der Name „Drachenbaum“ bezieht sich auf den verwandten Drachenblutbaum (Dracaena draco), aus dem das rote Harz namens Drachenblut gewonnen wurde.
Häufige Fragen
Warum hat der Drachenbaum braune, trockene Blattspitzen?
Meist ist das eine Reaktion auf Fluorid und Salze im Leitungswasser, gegenüber denen der Drachenbaum außerordentlich empfindlich ist. Es hilft, mit abgestandenem, Regen- oder destilliertem Wasser zu gießen und die Düngung einzuschränken. Eine zweite Ursache ist sehr trockene Luft in der Nähe der Heizung.
Der Drachenbaum verliert die unteren Blätter — ist das eine Krankheit?
In der Regel nicht. Das allmähliche Vertrocknen und Abfallen der untersten Blätter ist natürlich — so entsteht der charakteristische Stamm mit der Rosette an der Spitze. Beunruhigend ist erst ein massenhaftes Vergilben der Blätter in der gesamten Krone, das auf Überwässerung hinweist.
Wie kürzt man einen zu hohen Drachenbaum ein?
Im Frühjahr den Stamm auf der gewünschten Höhe mit einem scharfen, sauberen Werkzeug durchtrennen. Unterhalb des Schnitts treibt die Pflanze in der Regel zwei oder drei neue Triebe aus, und die abgeschnittene Spitze lässt sich in Wasser oder feuchtem Substrat als neue Pflanze bewurzeln.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- Missouri Botanical Garden — Dracaena marginataInstitution / Botanischer Garten
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