Kurz gefasst
- Standort: Halbschatten oder Schatten — direkte Sonne brennt die Blattzeichnung aus.
- Substrat dauerhaft leicht feucht; sie verträgt weder Austrocknen noch Durchnässen.
- Ausschließlich mit weichem Wasser gießen: Regen-, gefiltertes oder destilliertes Wasser.
- Sie verlangt hohe Luftfeuchtigkeit — in einer trockenen Wohnung werden die Blattränder braun.
- Vollkommen ungiftig — sicher für Katzen, Hunde und Kinder.
Botanische Daten
- Familie
- Marantaceae (Marantaceae)
- Höhe
- 0.5–1 m
- Breite
- 0.4–0.8 m
- Wuchsform
- Horstbildend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Halbschatten, Schatten
- Boden
- Humos, Torfig
- pH-Wert
- pH 5.5–6.5
- Feuchtigkeit
- Feucht
- Blütezeit
- —
- Winterhärte
- —
- Vermehrung
- Durch Teilung
Merkmale
Eine horstbildende Staude mit Blättern, die unmittelbar aus dem Rhizom an langen Stielen wachsen. Die Blattspreiten sind groß (20–40 cm), breitelliptisch und mit einem kurzen samtigen Flaum bedeckt, durch den sie matt wirken. Auf dunkelgrünem Grund gehen vom Hauptnerv hellgrüne, fischgrätartige Streifen ab; die Blattunterseite ist purpurn. Die Blüten sind unscheinbar, weiß-violett und erscheinen in der Wohnung selten.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Das Substrat muss dauerhaft leicht feucht sein — die Korbmarante verzeiht weder Austrocknen noch Durchnässen. Außerordentlich empfindlich gegenüber Calcium, Chlor und Fluorid: ausschließlich mit Regen-, gefiltertem oder destilliertem Wasser in Zimmertemperatur gießen.
Düngung
Deutlich verdünnt, etwa ein Viertel der Herstellerdosis — die Korbmarante hat empfindliche Wurzeln und versalzt leicht, was sich durch braun werdende Blattränder äußert. Im Winter nicht düngen.
Pflanzung
Leichtes, saures Torfsubstrat mit einem Zusatz von Perlit und Rinde, das Feuchtigkeit hält, aber durchlässig ist. Der Topf nicht zu groß, mit Drainage; man kann ihn zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit auf eine Schale mit feuchtem Blähton stellen.
Schnitt
Vertrocknete und braun gewordene Blätter direkt am Ansatz des Blattstiels herausschneiden. Die Pflanze benötigt keinen Formschnitt — sie erneuert sich durch neue Blätter aus der Horstmitte.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Der Farn benötigt dieselbe gleichbleibende Feuchtigkeit und denselben Halbschatten, und zusammen aufgestellt erhöhen die Pflanzen wechselseitig die Luftfeuchtigkeit um sich herum.
Identische Ansprüche: diffuses Licht, feuchtes Substrat und feuchte Luft — das klassische Paar für ein Badezimmer mit Fenster.
Die nächste Verwandte aus derselben Familie, mit denselben Bedürfnissen und demselben nächtlichen Aufrichten der Blätter — eine natürliche Zusammenstellung in einem Arrangement.
Schlechte Nachbarschaft
Volle Sonne und ein trockener Wurzelballen bedeuten für die Korbmarante ein blitzschnelles Vertrocknen der Blattränder und den Verlust der Zeichnung.
Die Palmlilie verlangt einen hellen Standort und lange Gießpausen — Bedingungen, die den Bedürfnissen der Korbmarante entgegengesetzt sind.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | Eine ungiftige Pflanze — sie enthält keine Calciumoxalate, wie sie für die Aronstabgewächse typisch sind. |
| Hunde | Keine | Gilt als sicher; der Verzehr von Blättern führt zu keiner Vergiftung. |
| Katzen | Keine | Sicher für Katzen — neben der Grünlilie eine der am häufigsten für einen Haushalt mit Tieren empfohlenen Pflanzen. |
Geschichte und Herkunft
Die Art wurde im 19. Jahrhundert aus Brasilien als Calathea zebrina beschrieben und wird unter diesem Namen bis heute verkauft. Molekulare Untersuchungen aus dem Jahr 2012 zeigten jedoch, dass die frühere Gattung Calathea nicht einheitlich ist, und die meisten kultivierten Arten — darunter die Zebra-Korbmarante — wurden in die Gattung Goeppertia überführt. Der Handelsname „Calathea“ blieb jedoch allgemein in Gebrauch.
Verwendung
Für Wohnräume mit diffusem Licht, fern von Südfenstern und Heizkörpern. Am wohlsten fühlt sie sich im Badezimmer oder in der Küche, wo die Luftfeuchtigkeit von Natur aus höher ist, oder in Gesellschaft anderer Pflanzen, die ein gemeinsames feuchtes Mikroklima schaffen. Wegen ihrer fehlenden Giftigkeit ist sie in einem Haushalt mit Katze unbedenklich.
Wissenswertes
- Die Korbmaranten gehören zu den betenden Pflanzen: am Abend richten sie die Blätter senkrecht auf, am Morgen senken sie sie waagerecht. Die Bewegung treibt das Pulvinus an — eine Verdickung am Ansatz des Blattstiels, die den Turgor der Zellen auf einer Seite verändert.
- Das nächtliche Aufrichten der Blätter ist mitunter so ausgeprägt, dass man in einem stillen Zimmer ein Rascheln hört — daher der englische Name der ganzen Gruppe: prayer plants.
Häufige Fragen
Warum hat die Korbmarante braune, trockene Blattränder?
Das ist das häufigste Problem dieser Art und hat gewöhnlich zwei Ursachen: zu trockene Luft sowie das Gießen mit hartem Leitungswasser, auf dessen Calcium, Chlor und Fluorid die Korbmarante außerordentlich schlecht reagiert. Man muss auf Regen-, gefiltertes oder destilliertes Wasser umstellen und die Luftfeuchtigkeit erhöhen — den Topf auf eine Schale mit feuchtem Blähton oder in eine Gruppe anderer Pflanzen stellen.
Warum rollen sich die Blätter der Korbmarante ein?
Zu Röhren eingerollte Blätter sind ein Signal für einen ausgetrockneten Wurzelballen oder zu trockene Luft — die Pflanze schränkt auf diese Weise die Verdunstung ein. Nach dem Gießen mit weichem Wasser strecken sie sich gewöhnlich binnen eines Tages wieder. Man sollte bedenken, dass ein leichtes Aufrichten der Blätter zur Nacht natürlich ist und mit dem Problem nichts zu tun hat.
Ist die Korbmarante für Katzen sicher?
Ja. Die Korbmarante gehört zu den Pflanzen, die für Katzen, Hunde und Menschen ungiftig sind — sie enthält weder Calciumoxalate noch reizenden Saft, wegen derer Dieffenbachie oder Flamingoblume gefährlich sind. Sie ist eine der wenigen wirkungsvollen Blattpflanzen, die man ohne Bedenken in einem Haushalt mit Tieren halten kann.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Goeppertia zebrinaInstitution / Botanischer Garten
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