Kurz gefasst
- Herzförmige, glänzende Blätter an langen Trieben, die herabhängen oder an einer Stütze klettern.
- Eine der tolerantesten Zimmerpflanzen - sie verträgt sogar schwächeres Licht.
- An einem helleren Standort wächst sie kompakter, mit dichter beblätterten Trieben.
- Leicht über in Wasser bewurzelte Stecklinge zu vermehren.
- Giftig für Hunde und Katzen - enthält Calciumoxalate, die den Mund reizen.
Botanische Daten
- Familie
- Araceae (Araceae)
- Höhe
- 0.3–0.6 m
- Breite
- 0.3–0.5 m
- Wuchsform
- Überhängend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Halbschatten, Schatten
- Boden
- Humos
- pH-Wert
- pH 5–6.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- —
- Winterhärte
- USDA 10a–11b
- Vermehrung
- Aus Stecklingen
Merkmale
Eine ausdauernde krautige Pflanze mit biegsamen, dünnen Trieben und ledrigen, herzförmigen Blättern von 5-15 cm Länge, dunkelgrün und glänzend. Ohne Stütze wächst sie als hängende Kaskade von 0,5-2 m Länge; an einem Moosstab geführt klettert sie mithilfe der aus den Knoten wachsenden Luftwurzeln in die Höhe.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Gießen, wenn die obere Substratschicht 2-3 cm tief angetrocknet ist. Kurze Trockenperioden verträgt er besser als dauerhaft nasses Substrat.
Düngung
Verdünnter Universaldünger für Grünpflanzen - im Winter die Düngung reduzieren oder aussetzen.
Pflanzung
Ein universelles Substrat für Grünpflanzen mit Zusatz von Rinde und Perlit; optional ein Moosstab, um die Triebe nach oben zu führen.
Schnitt
Verlängerte, kahle Triebe knapp über einem Knoten zurückschneiden, um die Verzweigung von der Basis her anzuregen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Ähnliche Ansprüche an Licht, Luftfeuchtigkeit und Bewässerung - ein unkomplizierter gemeinsamer Standort im selben Raum.
Schlechte Nachbarschaft
Grundverschiedene Wasseransprüche - der Philodendron braucht regelmäßige Feuchtigkeit, Sukkulenten dagegen zwischen den Wassergaben ein trockenes Substrat.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Kleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus.
SpinnmilbenWinzige (0,3–0,5 mm) Spinnentiere, mit bloßem Auge kaum zu erkennen, die an der Blattunterseite saugen. Symptome: feine helle Sprenkel (Einstichstellen), mit der Zeit werden die Blätter grau, vergilben und vertrocknen. Bei starkem Befall zeigt sich ein feines Gespinst. Warme, trockene Luft fördert die Entwicklung — ein häufiges Problem bei Zimmerpflanzen im Winter in der Nähe von Heizkörpern.
WollläuseInsekten, die von einem weißen, wattigen Wachsbelag bedeckt sind und sich in den Blattachseln, am Triebansatz und auf der Blattunterseite ansammeln. Sie sehen aus wie Wattebäusche. Sie saugen Pflanzensaft, schwächen die Pflanze und scheiden klebrigen Honigtau aus, auf dem sich der schwarze Rußtaupilz entwickelt. Ein häufiger Schädling an Zimmerpflanzen und Sukkulenten.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Leicht | Enthält unlösliche Calciumoxalat-Kristalle - Kontakt mit dem Saft und Verzehr reizen die Haut sowie die Schleimhäute der Mundhöhle. |
| Hunde | Mäßig | Das Kauen der Blätter verursacht Speicheln, Anschwellen des Mauls, Erbrechen und Reizungen der Mundhöhle. |
| Katzen | Mäßig | Ähnliche Symptome wie bei Hunden - Speicheln, Erbrechen und Reizungen der Mundhöhle nach dem Kauen der Blätter. |
Geschichte und Herkunft
Im 19. Jahrhundert aus den tropischen Wäldern Mittelamerikas als Gewächshauspflanze nach Europa gebracht, ist er heute einer der beliebtesten und Einsteigern am häufigsten empfohlenen Zimmer-Philodendren weltweit, geschätzt für seine nachsichtige Natur.
Verwendung
Für Innenräume mit unterschiedlicher Lichtstärke als hängende Pflanze von einem hohen Regal oder aus einem Hängetopf oder an einem Moosstab in die Höhe geführt als Zierkletterpflanze.
Wissenswertes
- Der Gattungsname „Philodendron“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „bäumeliebend“ - in der Natur klettert die Pflanze als Epiphyt an Stämmen empor und heftet sich mit Luftwurzeln an die Rinde.
- Stecklinge des Kletternden Philodendron bewurzeln sehr leicht in einfachem Wasser - man schneidet lediglich ein Triebstück mit einem Knoten ab und stellt es an einem hellen Standort in ein Glas; die Wurzeln erscheinen nach 2-4 Wochen.
Häufige Fragen
Kommt der Kletternde Philodendron in einem dunklen Raum zurecht?
Er zählt in puncto Licht zu den tolerantesten Zimmerpflanzen - er verträgt sogar einen recht dunklen Standort, wächst dann aber langsamer und bildet größere Abstände zwischen den Blättern. An einem helleren Platz wächst er dichter und kompakter.
Wie vermehrt man den Kletternden Philodendron am einfachsten?
Am einfachsten schneidet man ein Triebstück mit mindestens einem Knoten ab und stellt es an einen hellen, warmen Standort in ein Glas Wasser. Die Wurzeln erscheinen meist nach 2-4 Wochen, danach lässt sich der Steckling ins Substrat umpflanzen.
Ist der Philodendron für einen Hund oder eine Katze, die an den Blättern knabbern, ungefährlich?
Nein - der Kletternde Philodendron enthält unlösliche Calciumoxalat-Kristalle, die beim Kauen bei Hunden und Katzen Speicheln, Anschwellen des Mauls, Erbrechen und Reizungen der Mundhöhle verursachen. Die Pflanzen sollten außerhalb der Reichweite von Haustieren gehalten werden.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Philodendron hederaceumInstitution / Botanischer Garten
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