Kurz gefasst
- Blüht reich von Mai bis Oktober.
- Braucht volle Sonne und regelmäßiges Ausputzen verblühter Blüten.
- Verträgt kurze Trockenheit besser als Staunässe.
- Kann in einem kühlen, hellen Raum überwintert werden.
- Aromatische Blätter halten manche Insekten auf natürliche Weise fern.
Botanische Daten
- Familie
- Geraniaceae (Geraniaceae)
- Höhe
- 0.2–0.6 m
- Breite
- 0.2–0.4 m
- Wuchsform
- Aufrecht
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Humos
- pH-Wert
- pH 6–7
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- Mai–Oktober
- Winterhärte
- USDA 10a–11b
- Vermehrung
- Aus Stecklingen
Merkmale
Pflanze mit fleischigen Stängeln und rundlichen, oft aromatischen Blättern mit einer dunkleren Zone. Die Blüten stehen in kugeligen Dolden auf langen Stielen und leuchten in intensiven Farben.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Am Wurzelhals gießen, sobald die obere Substratschicht abgetrocknet ist. Verträgt kurze Trockenheit, aber keine Überwässerung. Das Entfernen verblühter Blüten verlängert die Blütezeit.
Düngung
Für eine üppige Blüte ist regelmäßiges Düngen mit einem kaliumbetonten Dünger nötig.
Pflanzung
Durchlässiges, nährstoffreiches Substrat in Kästen und Töpfen; sonniger Standort.
Schnitt
Verblühte Blütenstände regelmäßig entfernen; im Herbst die zur Überwinterung bestimmten Pflanzen zurückschneiden.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Klassische Begleitung im Balkonkasten – ähnliche Licht- und Wasseransprüche sowie sich ergänzende Wuchsformen.
Schlechte Nachbarschaft
Die Pelargonie braucht volle Sonne für eine üppige Blüte – im Schatten schattenliebender Pflanzen blüht sie nur schwach.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Weißer, mehliger Belag auf Blättern, Trieben und Knospen. Die Blätter vergilben, verformen sich und fallen vorzeitig ab.
BlattläuseKleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus.
Gewächshaus-Weiße FliegeWinzige (1–2 mm) weiße Insekten, die kleinen Motten ähneln und beim Berühren der Pflanze in einer Wolke auffliegen. Sie saugen an der Blattunterseite Pflanzensaft und scheiden Honigtau aus. Die Folge sind Vergilbung und Schwächung der Pflanze. Häufig an Tomaten, Paprika, Gurken und Pelargonien, besonders in Folientunneln und Gewächshäusern.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Leicht | — |
| Hunde | Leicht | Enthält Geraniol und Linalool, die den Verdauungstrakt von Tieren reizen. |
| Katzen | Leicht | — |
Geschichte und Herkunft
Pelargonien gelangten im 17. und 18. Jahrhundert aus Südafrika nach Europa. Trotz des umgangssprachlichen Namens „Geranie“ gehören sie einer anderen Gattung an als die echten Storchschnäbel (Geranium). Sie wurden zum Sinnbild europäischer, besonders alpenländischer Balkone.
Verwendung
Für Balkonkästen, Terrassentöpfe, saisonale Beete und Gefäßbepflanzungen. Hängende (efeublättrige) Sorten eignen sich für Ampeln und Balustraden.
Wissenswertes
- Der volkstümliche Name „Geranie“ ist irreführend – Pelargonien und Storchschnäbel (Geranium) sind zwei getrennte Gattungen derselben Familie.
- Das Öl der Duftpelargonie wird in der Parfümerie als preiswerterer Ersatz für Rosenöl verwendet.
Häufige Fragen
Wie überwintert man Pelargonien?
Vor den ersten Frösten die Pflanzen in einen kühlen (5–10 °C), hellen Raum bringen, um die Hälfte zurückschneiden und das Gießen auf ein Minimum reduzieren. Im Frühjahr das Gießen allmählich steigern und die Pflanzen abhärten, bevor sie nach draußen kommen.
Warum blüht die Pelargonie nur schwach?
Die häufigsten Ursachen sind zu wenig Sonne, fehlendes Ausputzen verblühter Blüten sowie Kaliummangel. Die Pelargonie braucht volle Sonne und regelmäßige Düngung mit einem Blühpflanzendünger.
Warum werden die Blätter der Pelargonie gelb?
Meist ist dies die Folge von Staunässe und schlechter Drainage oder umgekehrt von Austrocknung. Die Pelargonie steht lieber zwischen den Wassergaben etwas trocken als in nassem Substrat.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — PelargoniumInstitution / Botanischer Garten
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