Kurz gefasst
- Sehr lange Blütezeit – von Juli bis Oktober.
- Pflegeleicht, tolerant und außergewöhnlich frosthart (Zonen 3a–9a).
- Das dunkle, braun-schwarze Blütenzentrum kontrastiert mit den leuchtend gelben Blütenblättern – daher der Name „Schwarzäugige Susanne“.
- Zieht Bienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber stark an.
- Breitet sich durch Ausläufer aus und bildet mit der Zeit breite Horste – eine gute Bodendeckerpflanze im Beet.
- Pflegeleicht – benötigt weder intensive Düngung noch Winterschutz.
Botanische Daten
- Familie
- Asteraceae (Asteraceae)
- Höhe
- 0.5–0.9 m
- Breite
- 0.4–0.5 m
- Wuchsform
- Horstbildend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Lehmig, Humos, Sandig
- pH-Wert
- pH 5.5–7.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig, Feucht
- Blütezeit
- Juli–Oktober
- Winterhärte
- USDA 3a–9a
- Vermehrung
- Durch Teilung, Aus Samen, Durch Ausläufer
Merkmale
Eine horstbildende Staude mit aufrechten, rau behaarten Trieben und dunkelgrünen, ovalen bis lanzettlichen Blättern. Die Blütenstände sind Körbchen mit langgestreckten, leuchtend gelben bis orange-gelben Blütenblättern, die ein gewölbtes, dunkelbraunes bis schwarzes Zentrum aus kleinen Röhrenblüten umgeben.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Verträgt kurze Trockenperioden, blüht aber am besten und reichsten bei mäßig feuchtem Boden. Eine sehr tolerante Pflanze, die Fehler beim Gießen verzeiht.
Düngung
Anspruchslos – eine kleine Gabe Kompost im Frühjahr reicht für eine reiche Blüte völlig aus.
Pflanzung
Verträgt ein breites Spektrum an Böden; wächst am besten auf durchlässigem, mäßig fruchtbarem Boden in der Sonne oder im leichten Halbschatten.
Schnitt
Verblühte Blüten können laufend entfernt werden, um die Blüte zu verlängern; trockene Triebe und Blütenstände lässt man am besten über den Winter stehen als Nahrung für Vögel und Zier für den Garten.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Eine klassische Kombination des naturnahen Gartens im Prärie-Stil – die sich überschneidende Blütezeit und ähnliche Standortansprüche ergeben eine dauerhafte, farblich kontrastierende Komposition.
Ähnliche Blütezeit und Ansprüche an einen fruchtbaren, mäßig feuchten Boden – der gelb-orangefarbene Sonnenhut kontrastiert im Beet gut mit dem rosa-violetten Flammenblume.
Schlechte Nachbarschaft
Der Sonnenhut benötigt eine regelmäßigere Bodenfeuchtigkeit als typische Pflanzen trockener, sonniger Standorte, was zu einem Konflikt der Gießansprüche führt.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Weißer, mehliger Belag auf Blättern, Trieben und Knospen. Die Blätter vergilben, verformen sich und fallen vorzeitig ab.
BlattläuseKleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus.
SchneckenNackt- und Gehäuseschnecken, die nachts und nach Regen fressen. Symptome: unregelmäßige Löcher in den Blättern und vollständig abgefressene junge Sämlinge, silbrige Schleimspuren auf Blättern und Boden. Die größten Schäden treten an feuchten, schattigen Stellen auf — besonders an Salat, Erdbeeren und Funkien.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Rudbeckia fulgida wurde an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert beschrieben und gewann dank ihrer leichten Kultur und langen Blüte rasch an Beliebtheit im Gartenbau in Europa und Nordamerika. Die beliebte Sorte 'Goldsturm', Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland selektiert, ist bis heute eine der weltweit am häufigsten gepflanzten Beetstauden.
Verwendung
Für Staudenbeete, naturnahe und Präriegärten, Einfassungen sowie als Bodendecker dank der Ausbreitung durch Ausläufer. Gut als Schnittblume, geschätzt für die lange, herbstliche Blütezeit.
Wissenswertes
- Der Gattungsname Rudbeckia wurde von Carl von Linné zu Ehren seines Mentors, des schwedischen Botanikers Olof Rudbeck, vergeben.
- Der Sonnenhut ist ein naher Verwandter der Sonnenblume und des Scheinsonnenhuts – alle gehören zur Familie der Korbblütler und haben ein ähnliches, aus kleinen Röhrenblüten bestehendes Körbchenzentrum.
Häufige Fragen
Wie lange blüht der Glänzende Sonnenhut?
Sehr lange – von Juli bis Oktober, was ihn zu einer der am längsten blühenden Beetstauden macht, die den Garten mit Farbe füllt, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind.
Ist der Glänzende Sonnenhut im Garten invasiv?
Er breitet sich durch Ausläufer aus und kann nach einigen Jahren breite Horste bilden, weshalb es sich lohnt, ihn hin und wieder zurückzuschneiden oder zu teilen, wenn man seine Fläche begrenzen möchte – im landschaftlichen Maßstab ist er jedoch keine aggressiv invasive Pflanze.
Ist der Glänzende Sonnenhut frosthart?
Ja, er ist sehr frosthart – er übersteht Winter sogar in Zone 3a, ohne dass im polnischen Klima ein Winterschutz oder zusätzlicher Schutz nötig wäre.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Rudbeckia fulgidaInstitution / Botanischer Garten
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