Kurz gefasst
- Standort: Sonne bis leichter Schatten, saurer, nährstoffreicher und durchlässiger Boden.
- Sehr frosthart, aber empfindlich gegen Trockenheit und Staunässe an den Wurzeln.
- Wird bis zu 50 m hoch — für kleine Gärten eignen sich besser Zwergsorten.
- Das flache Wurzelsystem macht ihn bei starkem Wind anfällig für Windwurf.
- Der klassische Weihnachtsbaum in Polen und vielen Ländern Europas.
Botanische Daten
- Familie
- Pinaceae (Pinaceae)
- Höhe
- 20–50 m
- Breite
- 4–8 m
- Wuchsform
- Kegelförmig
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Humos, Lehmig
- pH-Wert
- pH 4.5–6.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig, Feucht
- Blütezeit
- April–Mai
- Winterhärte
- USDA 3a–7a
- Vermehrung
- Aus Samen, Aus Stecklingen
Merkmale
Er bildet eine regelmäßige, kegelförmige Krone mit dichter Beastung, die bei freistehenden Exemplaren fast bis zum Boden reicht. Die Nadeln sind kurz, steif, spitz zulaufend und rundum am Trieb angeordnet. Die hängenden, recht großen Zapfen (10–15 cm) reifen im Herbst des ersten Jahres und fallen als Ganzes ab, im Gegensatz zu den Tannen.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Junge Bäume in trockenen Sommern regelmäßig gießen, besonders in den ersten Jahren nach der Pflanzung. Ausgewachsene Exemplare im Freiland benötigen in der Regel keine Bewässerung.
Düngung
Mäßig — ein Stickstoffüberschuss schwächt die Verholzung der Triebe vor dem Winter.
Pflanzung
Nährstoffreicher, durchlässiger und leicht saurer Boden; staunasse und stark kalkhaltige Standorte vermeiden.
Schnitt
Sich auf das Entfernen trockener und beschädigter Äste beschränken; das Formen von Hecken leicht, einmal im Jahr.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Beide Nadelbaumarten bevorzugen einen ähnlichen, sauren und durchlässigen Boden sowie einen ähnlichen Standort.
Der Rhododendron mag sauren Boden und den leichten Schatten, den die Fichtenkrone wirft — eine klassische Kombination in Gärten.
Schlechte Nachbarschaft
Der Lavendel benötigt basischen, trockenen Boden und volle Sonne — das Gegenteil der Bedingungen unter der Fichte.
Die herabfallenden, sauren Fichtennadeln säuern den Boden allmählich an, was kalkliebenden Arten schadet.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Ein natürlicher Bestandteil der borealen und Gebirgswälder Europas, seit Jahrhunderten eine grundlegende Art der Forstwirtschaft — er liefert Bau-, Papier- und Resonanzholz für Musikinstrumente. Der Brauch, zu Weihnachten eine Fichte oder Tanne zu schmücken, verbreitete sich im 19. Jahrhundert in Mitteleuropa und hält bis heute an.
Verwendung
Eine grundlegende Art von Wirtschafts- und Schutzwäldern, Park- und Gartenbaum (Zwergsorten für kleinere Gärten), Formhecken und im Dezember der beliebteste Weihnachtsbaum.
Wissenswertes
- Die Gemeine Fichte ist die in Polen am häufigsten als lebender Weihnachtsbaum verkaufte Art.
- Die an der Fichtenrinde saugenden Blattläuse scheiden Honigtau aus, aus dem die Bienen den geschätzten Fichten-Honigtauhonig erzeugen.
- Einige Exemplare der Gemeinen Fichte in Skandinavien gelten dank ihres klonalen Nachwachsens aus dem Wurzelsystem als eine der ältesten lebenden Bäume der Welt.
Häufige Fragen
Eignet sich die Gemeine Fichte für einen kleinen Hausgarten?
Die Wildform wird mehrere Dutzend Meter hoch, daher wählt man für kleine Gärten besser Zwerg- oder Kugelsorten (z. B. 'Nidiformis', 'Little Gem') statt der Artform.
Warum wird meine Fichte braun und verliert Nadeln?
Die häufigsten Ursachen sind Trockenheit, zu basischer Boden, Staunässe an den Wurzeln oder Pilzkrankheiten. Die Fichte verträgt trockene, heiße Sommer und verdichtete, kalkhaltige Böden schlecht.
Wie alt kann die Gemeine Fichte werden?
Unter natürlichen Wald- und Gebirgsbedingungen wird die Gemeine Fichte 300–400 Jahre alt, einzelne dokumentierte Exemplare deutlich mehr.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO) — Picea abiesDatenbank (GBIF, POWO…)
- GBIF — Global Biodiversity Information FacilityDatenbank (GBIF, POWO…)
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