Kurz gefasst
- Standort: volle Sonne, durchlässiger, eher alkalischer Boden.
- Sehr trockenheitsresistent — verträgt keine Staunässe.
- Blüht von Juni bis August und zieht Bienen und Schmetterlinge stark an.
- Winterhart bis USDA-Zone 5; auf schweren Böden ist Drainage erforderlich.
- Nach der Blüte schneiden, ohne ins alte Holz zu schneiden.
Botanische Daten
- Familie
- Lamiaceae (Lamiaceae)
- Höhe
- 0.3–0.6 m
- Breite
- 0.4–0.8 m
- Wuchsform
- Horstbildend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Sonne
- Boden
- Sandig, Kalkhaltig
- pH-Wert
- pH 6.5–8
- Feuchtigkeit
- Trocken, Mäßig
- Blütezeit
- Juni–August
- Winterhärte
- USDA 5a–9b
- Vermehrung
- Aus Stecklingen, Aus Samen
Merkmale
Bildet kompakte, halbkugelige Horste von 30–60 cm Höhe. Die schmalen, lanzettlichen Blätter sind mit einem silbrigen Flaum überzogen, der die Verdunstung verringert. Die kleinen Blüten stehen in ährenartigen Blütenständen an blattlosen Stielen.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Verträgt keine Staunässe. Selten gießen, erst wenn der Boden abgetrocknet ist. Im Freiland meist ohne Gießen im Winter.
Düngung
Sparsam — ein Stickstoffüberschuss schwächt Duft und Blüte.
Pflanzung
Durchlässiger Standort; auf schweren Böden Kies oder groben Sand ins Pflanzloch geben.
Schnitt
Triebe um etwa 1/3 kürzen, ohne ins alte, verholzte Holz zu schneiden.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Der Duft des Lavendels vertreibt Blattläuse, die Rosen gerne befallen — eine klassische, bewährte Kombination.
Ähnliche Ansprüche (Sonne, trockener, durchlässiger Boden) — leichte gemeinsame Kultur.
Ein mediterraner Begleiter mit identischen Boden- und Wasseransprüchen.
Schlechte Nachbarschaft
Sie benötigen dauerhaft feuchten Boden, was für Lavendel Wurzelfäule bedeutet.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Leicht | Der Verzehr größerer Mengen kann den Verdauungstrakt reizen. |
| Katzen | Leicht | — |
Geschichte und Herkunft
Schon in der Antike kultiviert — die Römer gaben ihn ins Badewasser (lat. lavare — waschen), daher der Name. Seit dem Mittelalter in Kräuterkunde und Parfümerie geschätzt, heute Symbol der Provence.
Verwendung
Für Staudenbeete, Einfassungen, Kräuter- und Mediterrangärten, trockene Böschungen sowie die Topfkultur. Die Blüten eignen sich zum Trocknen und zur Ölgewinnung.
Wissenswertes
- Lavendelöl gehört zu den am häufigsten verwendeten Ölen in der Aromatherapie.
- Getrocknet behält er seinen Duft über viele Monate und vertreibt Motten.
Häufige Fragen
Warum fault mein Lavendel?
Die häufigste Ursache ist ein zu feuchter, undurchlässiger Boden oder übermäßiges Gießen. Lavendel braucht einen trockenen, gut drainierten Standort.
Wann sollte man Lavendel schneiden?
Der Hauptschnitt erfolgt nach der Blüte im August, wobei die Triebe um etwa ein Drittel gekürzt werden. Ins verholzte, blattlose Altholz sollte nicht geschnitten werden.
Ist Lavendel winterhart?
Echter Lavendel ist winterhart bis USDA-Zone 5. Auf schwereren Böden ist die Drainage entscheidend, denn winterliche Nässe schadet mehr als der Frost.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Lavandula angustifoliaInstitution / Botanischer Garten
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