Kurz gefasst
- Intensiv duftende Blüten im Mai und Juni.
- Braucht volle Sonne und einen eher basischen Boden.
- Frost- und trockenheitsresistent, langlebig.
- Direkt nach der Blüte schneiden — die Knospen bilden sich an den alten Trieben.
- Stark bienenfreundlich, zieht Bienen und Schmetterlinge an.
Botanische Daten
- Familie
- Oleaceae (Oleaceae)
- Höhe
- 2–6 m
- Breite
- 1.5–4 m
- Wuchsform
- Aufrecht
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Sonne
- Boden
- Lehmig, Humos, Kalkhaltig
- pH-Wert
- pH 6.5–7.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- Mai–Juni
- Winterhärte
- USDA 3a–7b
- Vermehrung
- Durch Absenker, Aus Stecklingen
Merkmale
Großer Strauch oder kleiner Baum mit herzförmigen Blättern und prächtigen, kegelförmigen Rispen aus kleinen, röhrigen, stark duftenden Blüten in Violett-, Weiß- und Rosatönen.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Ausgewachsene Sträucher sind trockenheitsresistent; regelmäßiges Gießen ist vor allem in den ersten Jahren und während der Knospenbildung nötig.
Düngung
Der Flieder mag basischen Boden — eine gelegentliche Kalkung fördert die Blüte.
Pflanzung
Nährstoffreicher, durchlässiger, eher basischer Boden in voller Sonne; ein schattiger Standort schränkt die Blüte ein.
Schnitt
Verblühte Blütenstände entfernen und den Strauch auslichten; alte Exemplare durch Schnitt der ältesten Triebe verjüngen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Sie füllen den beschatteten Raum am Fuß des hohen, von unten verkahlenden Flieders.
Schlechte Nachbarschaft
Der Flieder braucht einen basischen Boden, der Rhododendron einen sauren — die gegensätzlichen Bodenansprüche machen eine gemeinsame Kultur unmöglich.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Der Flieder gelangte im 16. Jahrhundert aus dem Osmanischen Reich in die westeuropäischen Gärten und wurde rasch zu einem der beliebtesten Ziersträucher. Sein Duft hat zahlreiche Sorten und Werke der Kultur inspiriert.
Verwendung
Für Gärten als Solitär, in Gruppen, für blühende frei wachsende Hecken sowie als Schnittblume. Ein klassisches Element des Bauerngartens.
Wissenswertes
- Die polnische Umgangsbezeichnung „bez“ ist irreführend — der Flieder (Syringa) gehört zu einer anderen Gattung als der Schwarze Holunder (Sambucus).
- Die Blüten des Flieders sind essbar und werden mitunter zum Verzieren sowie zum Aromatisieren von Gebäck und Sirup verwendet.
Häufige Fragen
Warum blüht der Flieder nicht?
Die häufigsten Ursachen sind ein Schnitt zum falschen Zeitpunkt (im Winter oder Frühjahr, wenn die Blütenknospen entfernt werden), zu viel Schatten, ein Stickstoffüberschuss oder ein zu saurer Boden. Der Flieder braucht Sonne und einen basischen Boden.
Wann schneidet man den Flieder?
Direkt nach dem Verblühen (im Juni), wobei die verblühten Rispen entfernt werden. Die Knospen für das nächste Jahr bilden sich im Sommer an den diesjährigen Trieben, weshalb ein späterer Schnitt die Blüte einschränkt.
Was tut man mit den Wurzelausläufern des Flieders?
Der Flieder bildet zahlreiche Wurzelausläufer. Man kann sie entfernen, um das Ausbreiten zu begrenzen, oder sie mitsamt Wurzel ausgraben und zur Vermehrung des Strauchs verwenden.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Syringa vulgarisInstitution / Botanischer Garten
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