Kurz gefasst
- Blüht sehr früh (März–April), noch vor dem Laubaustrieb.
- Gelbe Blüten bedecken die gesamten Triebe – daher der Name „Goldregen“.
- Anspruchslos, trocken- und frostresistent.
- SOFORT nach der Blüte schneiden – die Knospen bilden sich am vorjährigen Holz.
- Leicht zu einer blühenden Hecke zu formen.
Botanische Daten
- Familie
- Oleaceae (Oleaceae)
- Höhe
- 1.5–3 m
- Breite
- 1.5–3 m
- Wuchsform
- Ausladend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Lehmig, Humos, Sandig
- pH-Wert
- pH 6–7.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- März–April
- Winterhärte
- USDA 5a–8b
- Vermehrung
- Aus Stecklingen, Durch Absenker
Merkmale
Ein ausladender Strauch mit bogig überhängenden Trieben, die sich im zeitigen Frühjahr dicht mit gelben, vierzähligen Blüten bedecken. Die lanzettlichen, grünen Blätter entfalten sich erst nach der Blüte.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Nach dem Anwachsen trockenheitsresistent und anspruchslos; Bewässerung ist vor allem in der ersten Saison nötig.
Düngung
Anspruchslos – gedeiht auch auf durchschnittlichen Böden gut.
Pflanzung
Verträgt nahezu jeden durchlässigen Boden; am üppigsten blüht sie in voller Sonne.
Schnitt
Jedes Jahr einen Teil der ältesten Triebe an der Basis herausschneiden, um den Strauch zu verjüngen und eine üppige Blüte zu erhalten.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Die Forsythie blüht früh (März–April), der Flieder später (Mai–Juni) – zusammen gepflanzt verlängern sie die Blütezeit der Hecke.
Schlechte Nachbarschaft
Der dichte, ausladende Forsythienstrauch beschattet rasch die unmittelbar an seiner Basis gepflanzten Stauden.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Die Forsythie wurde nach William Forsyth benannt, einem schottischen Gärtner des 18. Jahrhunderts. Die verbreitete Hybridform entstand im 19. Jahrhundert in Deutschland und wurde rasch zu einem der am häufigsten gepflanzten Frühjahrssträucher.
Verwendung
Für Gärten als Solitär, in Gruppen, für frei wachsende Blühhecken sowie als früh blühende Schnittzweige für die Vase.
Wissenswertes
- Im Februar geschnittene und ins Wasser gestellte Forsythienzweige blühen in der Wohnung auf (das sogenannte Treiben) und kündigen den Frühling an.
- Die Forsythie gehört zur selben Familie wie Flieder und Olive (Ölbaumgewächse).
Häufige Fragen
Warum blüht die Forsythie so spärlich?
Die häufigste Ursache ist ein Schnitt zum falschen Zeitpunkt – im Sommer, Herbst oder Winter entfernt man die bereits für das kommende Jahr angelegten Blütenknospen. Die Forsythie wird ausschließlich unmittelbar nach der Blüte geschnitten. Auch zu starke Beschattung schränkt die Blüte ein.
Wann und wie schneidet man die Forsythie?
Unmittelbar nach der Blüte (April–Mai). Jedes Jahr sollte man einen Teil der ältesten Triebe an der Basis herausschneiden, um den Strauch zu verjüngen – an jungen Trieben ist die Blüte üppiger.
Kann man die Forsythie zum Blühen im Haus bringen?
Ja – im Februar geschnittene und in einem warmen Raum ins Wasser gestellte Zweige blühen nach einigen bis wenigen Wochen auf. Das ist eine beliebte Methode, den Frühling früher ins Haus zu holen.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — ForsythiaInstitution / Botanischer Garten
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