Kurz gefasst
- Im Herbst pflanzen, blüht im zeitigen Frühjahr (März–April).
- Alle Pflanzenteile sind giftig – das hält Nagetiere und Rehe fern.
- Das Laub bis zum Vergilben stehen lassen – es versorgt die Zwiebel.
- Verwildert leicht – bildet Jahr für Jahr größere Horste.
- Die für Nagetiere ungiftige Tulpe profitiert von der Nachbarschaft der Narzissen.
Botanische Daten
- Familie
- Amaryllidaceae (Amaryllidaceae)
- Höhe
- 0.2–0.5 m
- Breite
- 0.1–0.15 m
- Wuchsform
- Aufrecht
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Humos, Lehmig
- pH-Wert
- pH 6–7
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- März–April
- Winterhärte
- USDA 3a–9a
- Vermehrung
- Aus Zwiebeln / Knollen
Merkmale
Zwiebelpflanze mit schmalen, bandförmigen Blättern und Blüten aus sechs Perigonblättern sowie einer zentralen, trompeten- oder schalenförmigen Nebenkrone, meist in Gelb- und Weißtönen.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Braucht Feuchtigkeit während Wachstum und Blüte (Frühjahr); im Sommer, nach dem Einziehen des Laubs, ruhen die Zwiebeln in trockenem Boden.
0Düngung
Fördert die Blüte und die Regeneration der Zwiebel für die nächste Saison.
Pflanzung
Durchlässiger Boden; etwa 2–3 Zwiebelhöhen tief pflanzen.
Schnitt
Verwelkte Blüten entfernen, das Laub aber bis zum natürlichen Vergilben stehen lassen – es nährt die Zwiebel.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Ähnlicher Pflanz- und Blütezeitpunkt; die Giftigkeit der Narzissenzwiebeln vertreibt zudem Nagetiere, die sonst die Tulpenzwiebeln ausgraben könnten.
Sie verdecken das vergilbende Narzissenlaub nach der Blüte.
Schlechte Nachbarschaft
Frisch geschnittene Narzissen sondern einen für andere Schnittblumen giftigen Schleim ab – man sollte sie zunächst separat wässern.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Mäßig | Alle Pflanzenteile, besonders die Zwiebeln, enthalten giftige Alkaloide (Lycorin); die Zwiebeln werden mitunter mit Speisezwiebeln verwechselt. |
| Hunde | Mäßig | — |
| Katzen | Mäßig | — |
Geschichte und Herkunft
Die Narzisse war schon im antiken Griechenland bekannt und geschätzt, wo sie mit dem Mythos des in sein eigenes Spiegelbild verliebten Narziss verbunden ist. Heute gibt es über 25 000 registrierte Sorten.
Verwendung
Für Frühlingsbeete, zur Verwilderung in Rasenflächen und unter Gehölzen, für Kübel und Balkonkästen sowie als Schnittblume.
Wissenswertes
- Dank ihrer giftigen Alkaloide sind Narzissen – anders als Tulpen – resistent gegen Nagetiere und Rehe.
- Die Bezeichnung „Jonquille“ steht umgangssprachlich für Sorten mit kleineren, oft gefüllten und intensiv duftenden Blüten.
Häufige Fragen
Warum haben meine Narzissen dieses Jahr nicht geblüht?
Die häufigsten Ursachen sind ein zu frühes Abschneiden des Laubs in der Vorsaison, eine zu flache Pflanzung oder zu dichte Horste, die geteilt und umgesetzt werden müssen.
Muss man Narzissenzwiebeln jedes Jahr ausgraben?
Nein – Narzissen verwildern gut und können viele Jahre am selben Standort bleiben. Die Zwiebeln werden erst ausgegraben und geteilt, wenn der Horst zu dicht wird und schwächer blüht.
Darf man Narzissen mit Tulpen in eine Vase stellen?
Nicht direkt – frisch geschnittene Narzissen sondern einen Schleim ab, der anderen Blumen schadet. Man sollte sie zunächst einige Stunden separat wässern, bevor sie in einen gemeinsamen Strauß kommen.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — DaffodilsInstitution / Botanischer Garten
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