Kurz gefasst
- Standort: Sonne oder Halbschatten, fruchtbarer und feuchter Boden.
- Sehr kälteresistent — blüht im zeitigen Frühjahr, milde Sorten auch im Herbst und Winter.
- Benötigt das regelmäßige Entfernen verblühter Blüten, um die Blütezeit zu verlängern.
- Verträgt keine Trockenheit — benötigt stets feuchten Boden.
- Lässt sich hervorragend mit Zwiebelblumen (Tulpen, Narzissen) in Frühlingsrabatten kombinieren.
Botanische Daten
- Familie
- Violaceae (Violaceae)
- Höhe
- 0.15–0.25 m
- Breite
- 0.2–0.3 m
- Wuchsform
- Horstbildend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Humos, Lehmig
- pH-Wert
- pH 5.5–7
- Feuchtigkeit
- Mäßig, Feucht
- Blütezeit
- September–Mai
- Winterhärte
- USDA 4a–8b
- Vermehrung
- Aus Samen, Aus Stecklingen
Merkmale
Bildet niedrige, kompakte Horste aus eiförmigen bis herzförmigen Blättern. Die charakteristischen, flachen fünfblättrigen Blüten erreichen 4–8 cm im Durchmesser und haben oft kontrastierende, dunkle „Gesichter" in der Mitte.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Benötigt stets feuchten, aber nicht nassen Boden. Im Winter, wenn die Pflanze im Freiland wächst, nur bei frostfreiem Tauwetter gießen.
Düngung
Verdünnt nach Anleitung; die Düngung im tiefen Winter, wenn das Wachstum sich verlangsamt, einschränken.
Pflanzung
Fruchtbarer, durchlässiger, humoser Boden, angereichert mit Kompost.
Schnitt
Regelmäßig verblühte Blüten und verlängerte, hochbeinige Triebe entfernen, was die Blüte verlängert und die Pflanze verdichtet.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Das gemeinsame Pflanzen von Zwiebeln und Stiefmütterchen ergibt eine mehrschichtige Frühlingsrabatte — Stiefmütterchen blühen bereits, wenn die Narzissen erst austreiben.
Eine klassische Frühlingskombination — Stiefmütterchen füllen die Bodendecke unter Tulpen und blühen länger als die Zwiebelpflanzen.
Schlechte Nachbarschaft
Das Stiefmütterchen benötigt stets feuchten Boden, was für trockenheitsliebende Pflanzen ein Risiko der Wurzelfäule bedeutet.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | Die Blüten sind essbar und werden gelegentlich zur Dekoration von Speisen verwendet. |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Das Stiefmütterchen wurde im England und Schottland des 19. Jahrhunderts aus der Kreuzung mehrerer europäischer Veilchenarten gezüchtet, darunter des gewöhnlichen Wildstiefmütterchens (Viola tricolor). Der Name „Stiefmütterchen" bezieht sich in den germanischen Sprachen auf die Anordnung der Blütenblätter, die an Märchenfiguren erinnert.
Verwendung
Für saisonale Rabatten, Einfassungen, Kübel und Balkonkästen, besonders als Füllpflanze für die Zeit vor und nach der Blüte von Zwiebelpflanzen.
Wissenswertes
- Manche Stiefmütterchensorten vertragen Fröste bis -10 °C und blühen sogar unter dem Schnee während einer Tauwetterperiode.
- Die Blüten des Stiefmütterchens sind essbar und haben einen zarten, leicht grasigen Geschmack.
Häufige Fragen
Überstehen Stiefmütterchen den Winter im Garten?
Ja, viele Sorten sind frosthart und stellen bei Frost einfach ihr Wachstum ein, um bei der ersten Erwärmung im Frühjahr die Blüte wieder aufzunehmen.
Warum werden meine Stiefmütterchen im Sommer hochbeinig und blühen weniger?
Das Stiefmütterchen mag keine Hitze — bei hohen Temperaturen schränkt es die Blüte ein und wird hochbeinig. Es ist eine Pflanze der kühlen Jahreszeit und zeigt sich am besten im Frühjahr, Herbst und milden Winter.
Wie oft sollte man neue Stiefmütterchen pflanzen?
Typischerweise zweimal im Jahr: im Herbst (für die Winter-Frühjahrs-Blüte) und im zeitigen Frühjahr (für die Blüte bis zum Frühsommer), da die Pflanze in den heißen Monaten ihre Zierwirkung verliert.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO) — Viola × wittrockianaDatenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Viola (pansy) growing guideInstitution / Botanischer Garten
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