Lampenputzergras

Pennisetum alopecuroides · Fountain grass (EN) · Lampenputzergras (DE)

Das Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides), auch Federborstengras genannt, ist ein niedriges, horstbildendes Ziergras mit bogig überhängenden Blättern und charakteristischen, flauschigen Blütenständen, die an Fuchsschwänze erinnern – sehr beliebt in Beeten und Gruppenpflanzungen.

Sonne/Halbschatten Mäßig Wasser USDA 5a–9b
Bewässerungsrechner

Kurz gefasst

  • Niedriges, horstbildendes Gras mit brunnenartigem, überhängendem Wuchs (0,6–1,2 m).
  • Flauschige, bürsten- oder fuchsschwanzförmige Blütenstände von August bis Oktober.
  • Am besten in voller Sonne, verträgt leichten Halbschatten; mäßige Wasseransprüche.
  • Im zeitigen Frühjahr bodennah zurückschneiden, nicht im Herbst.
  • Hervorragend für Gruppenpflanzungen (Drifts) und Beete im naturnahen Stil.
  • Bildet keine Ausläufer – bleibt in einem kompakten Horst.

Botanische Daten

Familie
Poaceae (Poaceae)
Höhe
0.6–1.2 m
Breite
0.6–1.2 m
Wuchsform
Horstbildend
Wuchsgeschwindigkeit
Mäßig
Standort
Sonne, Halbschatten
Boden
Lehmig, Sandig, Humos
pH-Wert
pH 5.5–7.5
Feuchtigkeit
Mäßig, Feucht
Blütezeit
August–Oktober
Winterhärte
USDA 5a–9b
Vermehrung
Durch Teilung, Aus Samen

Merkmale

Bildet einen kompakten, aber optisch leichten Horst schmaler, hellgrüner Blätter, die sich zu einem charakteristischen, brunnenartig kaskadierenden Wuchs anordnen. Ab August wachsen zahlreiche, bogig überhängende Halme heraus, gekrönt von federigen, bürstenförmigen Blütenständen, die an Fuchsschwänze erinnern – anfangs grünlich-cremefarben, mit der Zeit bräunend oder (bei purpurfarbenen Sorten) rosa-bordeauxrot. Im Herbst verfärben sich die Blätter in einen strohfarbenen, warmen Ton.

Anbau und Pflege

Bewässerung

Verträgt nach dem Anwachsen kurzzeitige Trockenheit, sieht aber am besten aus und blüht am reichsten bei mäßig feuchtem Boden.

Im Sommer alle ~8 Tage · Trockenheitstoleranz: Mittel

Düngung

Anspruchslos – eine einmalige Gabe Kompost oder Mehrnährstoffdünger im Frühjahr reicht für die ganze Saison.

im Frühjahr · kompost

Pflanzung

In voller Sonne oder leichtem Halbschatten pflanzen, auf durchlässigem, mäßig fruchtbarem Boden; verträgt das Umpflanzen im Frühjahr gut.

Zeitpunkt: April–Mai · Abstand 40–70 cm

Schnitt

Den gesamten Horst bodennah auf etwa 10 cm Höhe zurückschneiden, bevor die neuen Blättchen erscheinen.

Zeitpunkt: Zeitiges Frühjahr, vor dem Austrieb der neuen Triebe (März). · Achtung: Nicht im Herbst schneiden – die trockenen Halme und Blütenstände schmücken den Garten im Winter und schützen die bodennahen Knospen vor Frost.

Begleitpflanzen

Gute Nachbarschaft

Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) und SonnenhutPraktische Beobachtung

Eine klassische Kombination des naturnahen Gartens – die bogigen, brunnenartigen Blütenstände des Lampenputzergrases kontrastieren wunderschön mit den aufrechten, blühenden Blütenständen der Prärie-Stauden und haben ähnliche Standortansprüche.

Hohe Fetthenne (Hylotelephium spectabile)Praktische Beobachtung

Ähnliche herbstliche Zierperiode und vergleichbare Standortansprüche (Sonne, durchlässiger Boden), was eine dauerhafte Beetkomposition vom Sommer bis zum Winter ergibt.

Schlechte Nachbarschaft

Niedrige, kriechende Bodendecker direkt unter dem HorstPraktische Beobachtung

Der dichte, bogig ausgebreitete Horst des Lampenputzergrases beschattet und überwuchert Pflanzen, die direkt an seiner Basis gesetzt sind, und wirft im Herbst viel organisches Material aus den Blättern ab.

Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.

Giftigkeit

Für wenStufeHinweise
Menschen Keine
Hunde Keine
Katzen Keine

Geschichte und Herkunft

In die europäischen und amerikanischen Gärten gelangte es in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und gewann rasch an Beliebtheit dank seiner geringen Standortansprüche und der außergewöhnlich fotogenen, sich im Wind bewegenden Blütenstände. Es wurde zu einem der Grundgräser in Massenpflanzungen (sogenannten Drifts) in naturnahen Gärten und im städtischen öffentlichen Grün.

Verwendung

Ideal für Gruppenpflanzungen (Drifts von einigen bis zu einem Dutzend Exemplaren), Beeteinfassungen, naturnahe Gärten und städtisches Grün. Niedrigere Sorten eignen sich auch gut für große Kübel auf Balkon und Terrasse.

Wissenswertes

  • Der Gattungsname Pennisetum stammt aus dem Lateinischen („penna“ – Feder, „seta“ – Borste) und beschreibt die federigen, borstigen Blütenstände der Pflanze.
  • Beliebte Sorten wie 'Hameln' (niedriger, sehr frosthart) oder 'Little Bunny' (zwergig, bis 30 cm) erlauben den Einsatz des Lampenputzergrases auch in kleinen Gärten und Kübeln.

Häufige Fragen

Wann schneidet man das Lampenputzergras (Federborstengras) zurück?

Im zeitigen Frühjahr, im März, vor dem Erscheinen der neuen Triebe – den gesamten Horst bodennah auf etwa 10 cm Höhe zurückschneiden. Nicht im Herbst schneiden, da die trockenen Blütenstände und Blätter den Garten im Winter schmücken und die Knospen an der Basis vor Frost schützen.

Ist das Lampenputzergras invasiv und breitet es sich im Garten aus?

Es breitet sich nicht durch Ausläufer aus – es bildet einen kompakten, langsam größer werdenden Horst. In wärmeren Klimazonen (z. B. in Teilen der USA) kann es sich von selbst über Samen aussäen, doch unter polnischen Bedingungen ist dieses Phänomen selten und stellt kein Problem dar.

Wie sieht das Lampenputzergras im Winter aus?

Im Winter vertrocknen die Blätter und Blütenstände, nehmen eine strohige, goldene Farbe an und bleiben als wirkungsvolle, strukturreiche Dekoration an der Pflanze, besonders wenn sie mit Raureif überzogen oder von der tief stehenden Sonne beleuchtet sind. Es lohnt sich, sie bis zum Frühjahr stehen zu lassen.

Quellen

Bearbeitung:Redakcja Atlas-Flora. Aktualisierung: 9.7.2026.

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