Kurz gefasst
- Braucht volle Sonne, nährstoffreichen Boden und regelmäßige Feuchtigkeit.
- Beim Pflanzen das Herz (die zentrale Knospe) auf Bodenniveau setzen.
- Vermehrt sich leicht über Ausläufer (Ranken).
- Pflanzen alle 3–4 Jahre erneuern – der Ertrag lässt mit dem Alter nach.
- Mulchen schützt die Früchte vor Fäulnis und Verschmutzung.
Botanische Daten
- Familie
- Rosaceae (Rosaceae)
- Höhe
- 0.15–0.3 m
- Breite
- 0.3–0.5 m
- Wuchsform
- Kriechend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Humos, Lehmig
- pH-Wert
- pH 5.5–6.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- April–Juni
- Winterhärte
- USDA 4a–9a
- Vermehrung
- Durch Ausläufer, Durch Teilung
Merkmale
Niedrige Staude mit dreiteiligen Blättern und weißen Blüten, die sich über oberirdische Ausläufer (Ranken) ausbreitet. Die essbare „Frucht“ ist eigentlich ein vergrößerter Blütenboden mit winzigen Nüsschen (den eigentlichen Früchten) auf seiner Oberfläche.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Benötigt regelmäßige Feuchtigkeit, besonders während der Fruchtbildung. Am Wurzelhals gießen – nasse Früchte und Blätter faulen und erkranken leicht.
Düngung
Zu viel Stickstoff sorgt für üppiges Laub auf Kosten der Früchte.
Pflanzung
Fruchtbarer, humusreicher Boden; so pflanzen, dass das Herz (die zentrale Knospe) auf Bodenniveau liegt – zu tief faulen sie, zu flach vertrocknen sie.
Schnitt
Ausläufer entfernen (sofern sie nicht der Vermehrung dienen), alte und kranke Blätter beseitigen; im Herbst das Beet aufräumen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Niedriges Blattgemüse nutzt den Platz zwischen den Erdbeerreihen gut aus, bevor diese sich ausbreiten.
Der Geruch von Knoblauch kann Pilzkrankheiten und Schädlinge einschränken, die Erdbeeren befallen.
Schlechte Nachbarschaft
Nachtschattengewächse (Tomate, Kartoffel) teilen die Anfälligkeit für Verticillium-Welke, die auch für Erdbeeren gefährlich ist.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Weißer, mehliger Belag auf Blättern, Trieben und Knospen. Die Blätter vergilben, verformen sich und fallen vorzeitig ab.
GrauschimmelGraubrauner, flaumiger Myzelbelag auf Blüten, Früchten, Blättern und Trieben, dem wässrige, faulende Flecken vorausgehen. Er befällt geschwächtes und beschädigtes Gewebe und entwickelt sich rasch bei Feuchtigkeit und Kühle sowie bei schlechter Luftzirkulation. Häufig an Erdbeeren, Begonien, Pfingstrosen und Rosen.
BlattläuseKleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus.
SchneckenNackt- und Gehäuseschnecken, die nachts und nach Regen fressen. Symptome: unregelmäßige Löcher in den Blättern und vollständig abgefressene junge Sämlinge, silbrige Schleimspuren auf Blättern und Boden. Die größten Schäden treten an feuchten, schattigen Stellen auf — besonders an Salat, Erdbeeren und Funkien.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Die moderne Gartenerdbeere entstand im 18. Jahrhundert in Frankreich durch eine zufällige Kreuzung der nordamerikanischen Scharlach-Erdbeere mit der südamerikanischen Chile-Erdbeere, wobei sich das Aroma der ersten mit der Fruchtgröße der zweiten verband.
Verwendung
Für Gärten, Obstbeete, Kübel und Balkonkästen sowie für hängende Kulturen. Die Früchte werden roh gegessen und zu Konserven verarbeitet.
Wissenswertes
- Die Erdbeere ist eine Scheinfrucht – der rote Teil ist ein vergrößerter Blütenboden, während die eigentlichen Früchte die winzigen „Kerne“ (Nüsschen) auf ihrer Oberfläche sind.
- Die Erdbeere ist die einzige gängige Frucht, deren Samen außen statt innen sitzen.
Häufige Fragen
Warum sind meine Erdbeeren klein und tragen schlecht?
Häufige Ursachen sind zu alte Pflanzen (der Ertrag sinkt nach 3–4 Jahren), zu viel Stickstoff (üppiges Laub auf Kosten der Früchte), zu enger Stand oder zu starke Beschattung.
Was macht man mit den Ausläufern der Erdbeere?
Die Ausläufer (Ranken) können bewurzelt werden, um neue Pflanzen zu gewinnen, oder entfernt werden, wenn die Energie der Pflanze in die Fruchtbildung gelenkt werden soll. Zur Vermehrung wählt man die ersten, kräftigsten Jungpflanzen am Ausläufer.
Wie schützt man Erdbeerfrüchte vor Fäulnis?
Das Beet mit Stroh oder Matten mulchen, damit die Früchte nicht auf feuchter Erde liegen, am Wurzelhals statt über die Blätter gießen und für ausreichende Luftzirkulation zwischen den Pflanzen sorgen.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — StrawberriesInstitution / Botanischer Garten
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