Kurz gefasst
- Braucht volle Sonne und regelmäßiges, gleichmäßiges Gießen.
- Stabtomaten müssen ausgegeizt und an einer Stütze gezogen werden.
- Blätter und unreife Früchte sind giftig – essbar sind nur die reifen Früchte.
- Unregelmäßiges Gießen führt zum Aufplatzen der Früchte.
- Nicht nach Kartoffeln pflanzen – gleiche Pilzkrankheiten (Kraut- und Braunfäule).
Botanische Daten
- Familie
- Solanaceae (Solanaceae)
- Höhe
- 0.6–2.5 m
- Breite
- 0.4–0.6 m
- Wuchsform
- Aufrecht
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne
- Boden
- Humos, Lehmig
- pH-Wert
- pH 6–6.8
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- Juni–August
- Winterhärte
- USDA 9a–11b
- Vermehrung
- Aus Samen
Merkmale
Krautige Pflanze mit behaarten, stark duftenden, fiederschnittigen Blättern. Die Blüten sind gelb, klein und in Trauben angeordnet. Die Früchte sind Beeren von je nach Sorte unterschiedlicher Form, Größe und Farbe.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Braucht regelmäßiges, gleichmäßiges Gießen – unregelmäßige Bewässerung führt zum Aufplatzen der Früchte und zur Blütenendfäule.
Düngung
Ein hoher Kaliumanteil fördert die Fruchtbildung; ein Stickstoffüberschuss führt zu üppigem Grün auf Kosten der Früchte.
Pflanzung
Nährstoffreicher, durchlässiger, mit Kompost angereicherter Boden; ein warmer, windgeschützter Standort.
Schnitt
Bei Stabtomaten die Geiztriebe (Seitentriebe aus den Blattachseln) entfernen und die Pflanze an einem oder zwei Haupttrieben ziehen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Der starke Duft des Rosmarins kann Kohlweißlinge und andere Insekten abschrecken, die Tomaten befallen.
Eine klassische Kombination in der Küche; einige Studien deuten darauf hin, dass Basilikum Thripse und Blattläuse von der Tomate fernhalten kann.
Die Wurzelausscheidungen der Studentenblume verringern die Population schädlicher Bodennematoden im Wurzelbereich der Tomate.
Schlechte Nachbarschaft
Dieselbe botanische Familie (Nachtschattengewächse) – sie teilen dieselben Krankheiten und Schädlinge, z. B. die Kraut- und Braunfäule, was das Infektionsrisiko erhöht.
Fenchel scheidet allelopathische Stoffe aus, die das Wachstum vieler Gemüse, darunter der Tomate, hemmen.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Weißer, mehliger Belag auf Blättern, Trieben und Knospen. Die Blätter vergilben, verformen sich und fallen vorzeitig ab.
Kraut- und Knollenfäule der Kartoffel und TomateDunkelbraune, sich ausbreitende Flecken auf den Blättern (bei Feuchtigkeit oft mit hellerem Rand und weißlichem Belag auf der Unterseite), braune Streifen an den Stängeln sowie harte, braune Fäulnisstellen an den Tomatenfrüchten. In feuchten, warmen Sommern entwickelt sie sich blitzschnell und kann die Kultur in wenigen Tagen vernichten.
BlattläuseKleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus.
Gewächshaus-Weiße FliegeWinzige (1–2 mm) weiße Insekten, die kleinen Motten ähneln und beim Berühren der Pflanze in einer Wolke auffliegen. Sie saugen an der Blattunterseite Pflanzensaft und scheiden Honigtau aus. Die Folge sind Vergilbung und Schwächung der Pflanze. Häufig an Tomaten, Paprika, Gurken und Pelargonien, besonders in Folientunneln und Gewächshäusern.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Leicht | Blätter und Stängel enthalten Solanin und sind ungenießbar; reife Früchte sind unbedenklich und essbar. |
| Hunde | Mäßig | Die grünen Pflanzenteile und unreifen Früchte sind für Hunde giftig. |
| Katzen | Mäßig | — |
Geschichte und Herkunft
Die Tomate stammt aus Süd- und Mittelamerika, wo sie von den Azteken angebaut wurde. Nach Europa gelangte sie im 16. Jahrhundert, zunächst als Zierpflanze kultiviert – lange galt sie wegen ihrer Verwandtschaft mit den giftigen Nachtschattengewächsen als giftig.
Verwendung
Für den Anbau im Garten, im Folientunnel, im Gewächshaus sowie in Töpfen auf dem Balkon (Zwergsorten). Die Früchte werden roh verzehrt sowie zu Konserven und Saucen verarbeitet.
Wissenswertes
- Botanisch ist die Tomate eine Frucht (Beere), kulinarisch wird sie jedoch wie ein Gemüse behandelt.
- Weltweit werden mehr als 10 000 Tomatensorten angebaut.
Häufige Fragen
Warum platzen die Tomatenfrüchte auf?
Die häufigste Ursache ist unregelmäßiges Gießen – eine Trockenphase, gefolgt von reichlichem Gießen oder Regen, führt zu einem plötzlichen Wasserzufluss in die Frucht und lässt die Haut aufplatzen.
Was ist die Blütenendfäule der Tomate?
Es handelt sich um eine physiologische Störung, die durch Kalziummangel verursacht wird und oft auf unregelmäßiges Gießen zurückgeht, nicht auf eine Pilzkrankheit. Regelmäßiges, gleichmäßiges Bewässern beugt diesem Problem vor.
Kann man Tomaten nach Kartoffeln pflanzen?
Das wird nicht empfohlen – beide Pflanzen gehören zu den Nachtschattengewächsen und sind für dieselben Krankheiten anfällig, etwa die Kraut- und Braunfäule, die leicht von einer zur anderen überspringt.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Growing tomatoesInstitution / Botanischer Garten
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