Kurz gefasst
- Wächst sehr schnell – bis zu 2–3 m pro Jahr nach dem Anwurzeln.
- Haftet sich selbstständig mithilfe von Haftscheiben an Mauern und Stützen.
- Die Blätter verfärben sich im Herbst intensiv rot.
- Die Früchte sind giftig für Menschen und Haustiere.
- Benötigt regelmäßigen Rückschnitt, um Dachrinnen und Fassaden nicht zu beschädigen.
Botanische Daten
- Familie
- Vitaceae (Vitaceae)
- Höhe
- 10–20 m
- Breite
- 3–6 m
- Wuchsform
- Überhängend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne, Halbschatten, Schatten
- Boden
- Lehmig, Humos, Sandig
- pH-Wert
- pH 5.5–7.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig, Feucht
- Blütezeit
- Juni–Juli
- Winterhärte
- USDA 3b–9b
- Vermehrung
- Aus Stecklingen, Durch Absenker
Merkmale
Verholzende Kletterpflanze mit handförmig geteilten, fünfzähligen Blättern, die sich mithilfe von Ranken mit Haftscheiben an Untergründen festhält. Die kleinen, grünlichen Blüten sind wenig auffällig, den Zierwert bilden im Herbst die dunkelblauen Beeren.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Nach dem Anwurzeln sehr trockenheitsverträglich; Bewässerung ist vor allem im ersten Jahr nach der Pflanzung nötig.
Düngung
Anspruchslose Pflanze – zu viel Dünger führt zu übermäßigem, schwer zu kontrollierendem Wachstum.
Pflanzung
Verträgt fast jeden Boden; braucht eine stabile Stütze oder Mauer – haftet sich selbstständig mit Haftscheiben fest.
Schnitt
Übermäßiges Wachstum einschränken, in unerwünschte Richtungen wachsende Triebe (Dachrinnen, Dachziegel) entfernen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Wilder Wein haftet sich selbstständig mithilfe von Haftscheiben fest und benötigt keine zusätzliche Befestigung an stabilen, senkrechten Oberflächen.
Schlechte Nachbarschaft
Das sehr schnelle Wachstum und die ausladenden Triebe des Wilden Weins können niedrigere Pflanzen in der Nähe überwuchern und verdrängen.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Mäßig | Die Beeren enthalten Calciumoxalat und sind bei Verzehr giftig. |
| Hunde | Mäßig | — |
| Katzen | Mäßig | — |
Geschichte und Herkunft
Im 17. Jahrhundert als Zierpflanze aus Nordamerika nach Europa gebracht, wird sie heute weit verbreitet zur Begrünung von Mauern, Pergolen und Zäunen kultiviert.
Verwendung
Zur Begrünung von Mauern, Zäunen, Pergolen und Lauben. Hervorragend als natürliche Wärmedämmung der Fassade im Sommer sowie als Schutz für nistende Vögel.
Wissenswertes
- Trotz des deutschen Namens „Wilder Wein“ ist die Pflanze mit der Kulturweinrebe nicht im nutzbringenden Sinne verwandt – ihre Früchte eignen sich nicht zum Verzehr.
- Die rote Herbstfärbung der Blätter entsteht durch den Abbau des Chlorophylls, wodurch die roten Anthocyane sichtbar werden.
Häufige Fragen
Beschädigt Wilder Wein die Fassade eines Gebäudes?
Die Haftscheiben können schwache, rissige Putze beschädigen, verursachen jedoch auf soliden, unversehrten Oberflächen meist keine Schäden. Es lohnt sich, den Zustand der Fassade regelmäßig zu kontrollieren und Triebe an Dachrinnen zurückzuschneiden.
Wie schnell bedeckt Wilder Wein eine Wand?
Unter guten Bedingungen kann er nach dem Anwurzeln 2–3 Meter pro Jahr zulegen, sodass eine vollständige Bedeckung einer Hauswand innerhalb von 3–5 Jahren möglich ist.
Sind die Früchte des Wilden Weins für Vögel genießbar?
Ja, Vögel fressen die Früchte des Wilden Weins im Herbst und Winter gerne, obwohl sie für Menschen und die meisten Säugetiere giftig sind.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Parthenocissus quinquefoliaInstitution / Botanischer Garten
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