Kurz gefasst
- Niedriger Halbstrauch (0,6–1 m) für sonnige, trockene Beete.
- Blüht von August bis Oktober — eine wertvolle späte Nektarquelle.
- Aromatisches, silbrig grünes Laub duftet beim Zerreiben.
- Blüht am diesjährigen Holz — im zeitigen Frühjahr tief zurückschneiden.
- Ausgesprochen trockenheitsliebend; braucht durchlässigen Boden, verträgt keinen nassen Winter.
Botanische Daten
- Familie
- Lamiaceae (Lamiaceae)
- Höhe
- 0.6–1 m
- Breite
- 0.6–1.2 m
- Wuchsform
- Kugelförmig
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne
- Boden
- Sandig, Kalkhaltig, Lehmig
- pH-Wert
- pH 6–8
- Feuchtigkeit
- Trocken, Mäßig
- Blütezeit
- August–Oktober
- Winterhärte
- USDA 5b–9a
- Vermehrung
- Aus Stecklingen
Merkmale
Bildet einen kompakten, kugeligen Hügel von 0,6–1 m Höhe. Die schmalen, gezähnten Blätter sind graugrün, unterseits silbrig und deutlich aromatisch. Die kleinen, blauvioletten Blüten stehen in dichten Scheinquirlen in den Blattachseln an den Enden der diesjährigen Triebe und wirken wie ein blauer Schleier.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Eine ausgesprochen trockenheitsliebende Pflanze. Nach dem Anwachsen braucht sie praktisch kein Gießen; nasser, schwerer Boden, besonders im Winter, ist tödlich für sie.
Düngung
Sparsam — ein Stickstoffüberschuss bringt üppige Triebe auf Kosten der Blüte und schwächt die Winterhärte.
Pflanzung
Standort in voller Sonne, leichter, durchlässiger Boden; auf schwerem Untergrund Kies beimengen. Im Frühjahr pflanzen, damit die Pflanze vor dem Winter einwurzeln kann.
Schnittkalender
Schnittgruppe: Sommerblühende Sträucher (an neuen Trieben)
Was und wie schneiden
Im zeitigen Frühjahr, bevor der Austrieb beginnt, schneide die vorjährigen Triebe tief zurück — über das zweite bis dritte Paar gesunder Knospen oberhalb des verholzten Gerüsts; entferne schwache und abgestorbene Triebe.
Im zeitigen Frühjahr (März–April), vor dem Austrieb.
Was du nicht tun solltest
Schneide nicht im Herbst (frische Wunden frieren zurück) und auch nicht, wenn im Hochsommer bereits die Knospen angesetzt sind.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Identische Ansprüche — volle Sonne, trockener, durchlässiger Boden; die blauen Blüten der Bartblume übernehmen im Spätsommer, wenn der Lavendel bereits verblüht ist.
Ein ähnlicher, trockenheitsliebender Halbstrauch mit silbrigem Laub und blauvioletten Blüten — zusammen ergeben sie eine stimmige, spätsommerliche Bestäuberpflanzung.
Blüht zur selben Zeit und mag einen sonnigen, durchlässigen Standort; kontrastiert mit warmem Rosa zum kühlen Blau der Bartblume und lockt Schmetterlinge an.
Schlechte Nachbarschaft
Sie brauchen feuchten Boden und Schatten — Bedingungen, unter denen die Bartblume an den Wurzeln fault und schlecht blüht.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Die Hybride entstand in den 1930er Jahren im Garten von Clandon in der Grafschaft Surrey (daher das Epitheton clandonensis) aus der Kreuzung zweier asiatischer Bartblumen-Arten. Sie wurde rasch als einer der wenigen Sträucher mit rein blauen Blüten und als Pflanze zur Verlängerung der Blütezeit im Ziergarten geschätzt.
Verwendung
Für sonnige Staudenbeete, Kies- und Mediterrangärten, als Einfassung und für die Topfkultur auf der Terrasse. Besonders wertvoll in Pflanzungen, die auf spätsommerliche und herbstliche Blüte für Bestäuber ausgerichtet sind.
Wissenswertes
- Zerriebene Blätter verströmen einen würzig-balsamischen Duft, weshalb Tiere und Schädlinge sie meist meiden.
- Sie gehört zur selben Familie wie Salbei und Lavendel (Lippenblütler), mit denen sie die Vorliebe für Sonne und Trockenheit teilt.
Häufige Fragen
Wann und wie schneidet man die Bartblume?
Im zeitigen Frühjahr, vor dem Austrieb, tief zurückschneiden — auf 15–20 cm über dem Boden. Die Bartblume blüht am diesjährigen Holz, ein kräftiger Schnitt schadet der Blüte also nicht, sondern verstärkt sie und hält den Wuchs kompakt.
Übersteht die Bartblume den Winter in Mitteleuropa?
An wärmeren, geschützten Plätzen ja; in kühleren Lagen können die Triebe zurückfrieren, und die Pflanze treibt im Frühjahr aus der Basis wieder aus. Entscheidend ist durchlässiger Boden — winterliche Nässe schadet mehr als der Frost selbst. Ein leichter Schutz der Strauchbasis ist ratsam.
Warum lohnt es sich, die Bartblume zu pflanzen?
Sie ist einer der wenigen Sträucher, die im Spätsommer und Herbst blau blühen, wenn im Garten das Nahrungsangebot knapp wird. Sie ist ausgesprochen bienenfreundlich, trockenheitsliebend und anspruchslos, und ihr aromatisches Laub schmückt das Beet zusätzlich.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Caryopteris × clandonensisInstitution / Botanischer Garten
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