Kurz gefasst
- Standort: volle Sonne, durchlässiger, eher alkalischer Boden.
- Sehr trockenheitsresistent — verträgt keinen nassen, nährstoffreichen Boden.
- Blüht von Juli bis Oktober in einer Wolke blauer Blüten.
- Aromatische, silbrige Triebe sind krankheitsresistent und werden von Wild gemieden.
- Im zeitigen Frühjahr tief zurückschneiden — blüht am diesjährigen Trieb.
Botanische Daten
- Familie
- Lamiaceae (Lamiaceae)
- Höhe
- 0.9–1.2 m
- Breite
- 0.6–1 m
- Wuchsform
- Aufrecht
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne
- Boden
- Sandig, Kalkhaltig, Lehmig
- pH-Wert
- pH 6.5–8
- Feuchtigkeit
- Trocken, Mäßig
- Blütezeit
- Juli–Oktober
- Winterhärte
- USDA 4b–9a
- Vermehrung
- Aus Stecklingen
Merkmale
Bildet einen lockeren Horst aufrechter, weißlich behaarter Triebe von 0,9–1,2 m Höhe, die an der Basis leicht verholzen. Die blaugrünen, tief eingeschnittenen Blätter verströmen zerrieben einen würzig-salbeiartigen Duft. Die kleinen, zweilippigen Blüten sitzen in verzweigten, rispigen Blütenständen, die die Pflanze in blauen Dunst hüllen.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Nach dem Anwachsen sehr trockenheitsresistent. Verträgt keinen nassen Boden — winterliche Nässe ist für sie gefährlicher als Frost.
Düngung
Sehr sparsam — auf nährstoffreichem, feuchtem Boden kippen die Triebe und die Pflanze verliert den kompakten Wuchs.
Pflanzung
Sonniger, durchlässiger Standort; auf schweren Böden Kies oder groben Sand ins Pflanzloch geben.
Schnittkalender
Schnittgruppe: Sommerblühende Sträucher (an neuen Trieben)
Was und wie schneiden
Im zeitigen Frühjahr, bevor der Austrieb beginnt, schneide die vorjährigen Triebe tief zurück — über das zweite bis dritte Paar gesunder Knospen oberhalb des verholzten Gerüsts; entferne schwache und abgestorbene Triebe.
Im zeitigen Frühjahr, vor dem Austrieb.
Was du nicht tun solltest
Schneide nicht im Herbst (frische Wunden frieren zurück) und auch nicht, wenn im Hochsommer bereits die Knospen angesetzt sind.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Eine klassische Kombination des Kies- und Präriegartens — beide Arten mögen Sonne und trockenen Boden und blühen im Herbst nebeneinander.
Das hohe Gras bildet einen strukturellen Hintergrund für die luftigen, blauen Triebe der Blauraute im Prärie-Stil.
Eine niedrigere, ebenfalls blau blühende Staude mit identischen Ansprüchen — sie verlängert das blaue Band über die ganze Saison.
Schlechte Nachbarschaft
Die Astilbe braucht dauerhaft feuchten, schattigen Boden, in dem die Blauraute fault und auseinanderkippt — extrem gegensätzliche Wasseransprüche.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Die Gattung Perovskia wurde nach dem russischen General W. A. Perowski benannt. Lange als Perovskia atriplicifolia bekannt, wurde die Art nach der genetischen Revision der Lippenblütler der Gattung Salbei als Salvia yangii zugeordnet. In den Gärten machte sie unter anderem die Sorte Blue Spire populär.
Verwendung
Für Kies-, Präriegärten und trockene Beete, für Böschungen sowie hitze- und trockenheitsgeplagte Stadtgrünflächen. Der luftige Wuchs und die späte Blüte machen sie zum wertvollen Partner von Ziergräsern und Fetthennen.
Wissenswertes
- Trotz des gängigen englischen Namens Russian sage ist sie weder ein echter Küchensalbei noch eine russische Pflanze — sie stammt aus Zentralasien.
- Die silbrige Behaarung und ätherische Öle verringern die Verdunstung und schrecken Pflanzenfresser ab, weshalb die Blauraute Hitze bestens verträgt und dort gepflanzt wird, wo Wild andere Stauden frisst.
Häufige Fragen
Wann und wie schneidet man die Blauraute?
Im zeitigen Frühjahr, vor dem Austrieb, werden die vorjährigen Triebe tief auf 15–20 cm über dem Boden zurückgeschnitten. Die Pflanze blüht am diesjährigen Trieb, ein kräftiger Schnitt bringt also einen kompakten Wuchs und reiche Blüte.
Warum kippen die Triebe der Blauraute auseinander?
Meist wegen zu nährstoffreichen Bodens, zu viel Wasser oder eines zu schattigen Standorts. An einem sonnigen, mageren und durchlässigen Platz wächst die Pflanze nach dem Frühjahrsschnitt kompakt.
Ist die Blauraute in unseren Breiten winterhart?
Ja, sie ist winterhart bis USDA-Zone 4–5. Der Schlüssel zur Überwinterung ist jedoch ein durchlässiger Standort — winterliche Bodennässe schadet ihr mehr als der Frost selbst.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Salvia yangii (Perovskia atriplicifolia)Institution / Botanischer Garten
Meine Notiz
Private Notiz zu dieser Pflanze — in deinem Browser gespeichert.