Kurz gefasst
- Sehr widerstandsfähig gegen Frost, Trockenheit und magere Böden.
- Braucht volle Sonne und durchlässigen Boden.
- Zwergsorten ideal für kleine Gärten und Steingärten.
- Das Kürzen der „Kerzen" im Frühjahr verdichtet den Wuchs.
- Ungiftig — sicher für Menschen und Tiere.
Botanische Daten
- Familie
- Pinaceae (Pinaceae)
- Höhe
- 0.5–3.5 m
- Breite
- 1–3 m
- Wuchsform
- Ausladend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Langsam
- Standort
- Sonne
- Boden
- Sandig, Lehmig
- pH-Wert
- pH 4.5–7.5
- Feuchtigkeit
- Trocken, Mäßig
- Blütezeit
- —
- Winterhärte
- USDA 3a–7b
- Vermehrung
- Aus Samen
Merkmale
Ein immergrüner Strauch mit ausladendem oder kuppelförmigem Wuchs, mit dunkelgrünen, steifen, paarig angeordneten Nadeln. Bildet kleine, braune Zapfen. Gartensorten unterscheiden sich vor allem in Größe und Kompaktheit.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Sehr widerstandsfähig gegen Trockenheit und Frost; Gießen ist vor allem in der ersten Saison nach der Pflanzung nötig.
Düngung
Sehr genügsam — wächst gut auf mageren, steinigen Böden.
Pflanzung
Durchlässiger Boden in voller Sonne; verträgt magere, steinige und sandige Standorte.
Schnittkalender
Schnittgruppe: Kiefern — „Kerzen“ im späten Frühjahr einkürzen
Was und wie schneiden
Kürze die jungen Triebe („Kerzen“) im späten Frühjahr, solange sie noch weich sind und bevor sich die Nadeln entfalten, um die Hälfte ein oder brich sie aus, um den Wuchs dichter zu machen.
Frühjahr, in der Phase der „Kerzen" (junge Triebe).
Was du nicht tun solltest
Schneide nicht ins alte, nadellose Holz — von dort treibt die Kiefer nicht mehr aus.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Ähnliche Ansprüche — Sonne, trockener, durchlässiger Boden; beide hervorragend für Steingärten und Alpinarien geeignet.
Einheimische Bergnadelgehölze mit ähnlichen Ansprüchen — eine natürliche Komposition für den Steingarten.
Schlechte Nachbarschaft
Die Bergkiefer braucht volle Sonne und trockenen, durchlässigen Boden — das Gegenteil der Bedingungen für Schattenpflanzen.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
An den Nadeln, besonders an den älteren und vorjährigen, treten im Herbst oder Spätsommer gelbe und danach braune Verfärbungen auf, oft mit dunklen, querlaufenden Strichen, die gesunde und befallene Abschnitte trennen. Im Frühjahr werden die befallenen Nadeln massenhaft braun und fallen ab, sodass die unteren Triebpartien verkahlen. Auf den abgestorbenen, abgefallenen Nadeln bilden sich schwarze, linsenförmige Fruchtkörper, die Sporen freisetzen und die neuen Zuwächse infizieren; am gefährlichsten für junge Kiefern und Baumschulpflanzen. Die Verfärbungen beginnen meist als kleine, gelbe Flecken, die sich über die gesamte Nadellänge ausbreiten, bis die Nadel rotbraun wird. Die dunklen, querlaufenden Striche (sogenannte Grenzlinien) sind das auffälligste Merkmal — sie umranden die abgestorbenen Abschnitte auf der noch grünen Nadel. Der stärkste Nadelfall erfolgt im Frühjahr, im April und Mai, kurz vor dem Austrieb des neuen Zuwachses; bei starkem Befall bleiben am Trieb nur die jüngsten Nadeln an der Spitze, was den charakteristischen „pinselartigen“ Wuchs ergibt, das Wachstum schwächt und die jüngsten Setzlinge absterben lassen kann. Die schwarzen Fruchtkörper auf den abgefallenen Nadeln sind länglich, kahnförmig und öffnen sich bei feuchtem Wetter mit einem Längsspalt, wobei sie Schlauchsporen ausschleudern, die im Sommer und Herbst die frisch ausgetriebenen Nadeln infizieren. Am anfälligsten ist die Waldkiefer, doch die Krankheit befällt auch die Schwarzkiefer und die Latsche. Es lohnt sich, die beiden Erregerarten zu unterscheiden: Lophodermium seditiosum ist ein aggressiver Parasit lebender, junger Nadeln und verursacht die gefährlichen Schütten in Baumschulen, während L. pinastri hauptsächlich bereits alternde oder geschwächte Nadeln besiedelt und eher ein Saprotroph ist — seine bloße Anwesenheit auf abgefallenen Nadeln muss keine starke Erkrankung bedeuten.
Deckel- und NapfschildläuseUnbewegliche, braune oder gelbliche Schilde (1–4 mm), die an Stängeln und der Blattunterseite haften, besonders entlang der Blattadern. Leicht mit Auswüchsen an der Pflanze zu verwechseln. Sie saugen Pflanzensaft, verursachen Vergilbung und Schwächung und scheiden klebrigen Honigtau aus. Häufig an Ficus, Orchideen und Pflanzen mit festen Blättern. Der Sammelname umfasst zwei Gruppen mit unterschiedlicher Biologie. Die Deckelschildläuse (Diaspididae) besitzen einen harten, vom Körper getrennten Wachsschild, den man anheben kann — darunter kommt ein winziges, bein- und flügelloses Weibchen zum Vorschein; sie scheiden keinen Honigtau aus. Die Napfschildläuse (Coccidae) haben eine gewölbte, napfförmige, mit dem Körper verwachsene Hülle und sind es, die ihn reichlich absondern. Der klebrige Honigtau — die Domäne der Napfschildläuse und anderer honigtaubildender Schildläuse, nicht der Deckelschildläuse — lagert sich auf den Blättern ab und lockt Schwärzepilze (Rußtau, Rußtaupilzbelag) sowie Ameisen an, die die Kolonie vor Fressfeinden verteidigen. Das einzige bewegliche saugende Stadium ist die wandernde Larve (der sogenannte Crawler) — eine flache, winzige Larve, die nach dem Schlupf unter dem Schild der Mutter über die Pflanze auswandert, sich dann festsetzt, den Stechrüssel in die Leitgewebe treibt und die Beweglichkeit verliert; die erwachsenen Weibchen bleiben bis zum Lebensende unbeweglich. Die Männchen verpuppen sich und fressen als winzige, geflügelte, kurzlebige Insekten nicht. In beheizten Innenräumen vermehrt sich der Schädling das ganze Jahr über und bildet mehrere sich überlappende Generationen; im Freiland meist 1–3 Generationen, wobei begattete Weibchen oder unter dem Schild verborgene Eier überwintern. Die Fraßsymptome sind Vergilbung und vorzeitiger Blattfall, das Absterben von Trieben, Verkümmerung sowie Schwächung der Pflanze und sekundär ein schwarzer Rußtaubelag auf den mit Honigtau bedeckten Blättern. An Obstbäumen, die von der San-José-Schildlaus (Comstockaspis perniciosa) befallen sind, treten rund um die Saugstellen rötliche Verfärbungen auf, und stark besiedelte Äste sterben ab. Da die Schilde unbeweglich sind und sich farblich auf Rinde und Blattadern tarnen, wird der Befall leicht übersehen, bis Honigtau auftritt oder die Pflanze deutlich geschwächt ist — deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle der Blattunterseiten und Triebwinkel entscheidend.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Die Latsche ist ein einheimisches Element der hochalpinen Landschaft Europas, unter anderem der polnischen Tatra, wo sie charakteristisches, dichtes Gebüsch oberhalb der Baumgrenze bildet und die Hänge vor Erosion schützt.
Verwendung
Für Steingärten, Alpinarien, Böschungen, als Solitärpflanze und für große Kübel. Zwergsorten eignen sich für kleine Räume und moderne Gärten.
Wissenswertes
- Aus jungen Trieben und Zapfen der Latsche wird ein aromatischer Sirup und ein ätherisches Öl gewonnen, die in der traditionellen Kräuterheilkunde verwendet werden.
- In der Tatra steht die Latsche unter Schutz und spielt eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Lawinen und Hangerosion.
Häufige Fragen
Wie formt man die Latsche, damit sie nicht zu groß wird?
Im Frühjahr, wenn die jungen Triebe („Kerzen") noch weich sind, kürzt man sie um 1/3 bis 1/2. Das verdichtet den Wuchs und begrenzt den Zuwachs, sodass eine kompakte Form erhalten bleibt.
Eignet sich die Bergkiefer für einen kleinen Garten?
Ja, besonders Zwergsorten (z. B. 'Pumilio', 'Mops'), die sehr langsam wachsen und über viele Jahre niedrig und kompakt bleiben.
Warum wird die Latsche braun?
Der saisonale Abwurf der ältesten Nadeln ist normal. Verstärkte Braunfärbung kann auf Überwässerung und schlechte Drainage oder, seltener, auf Schädlinge hinweisen — die Bergkiefer verträgt keinen nassen Boden.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Pinus mugoInstitution / Botanischer Garten
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