Kurz gefasst
- Blüht von Oktober bis März — eine der wenigen Zimmerpflanzen, die gerade im Winter Zierde bietet.
- Mag kühle Räume (12–16 °C) — in der Wärme verblüht sie schneller und ist anfälliger für Krankheiten.
- Von unten oder am Rand des Topfes gießen, niemals direkt auf die Knolle und die Mitte der Blattrosette.
- Im Sommer durchläuft die Knolle eine Ruhephase — die Blätter vergilben und sterben ab, das ist ein natürlicher Vorgang.
- Die Knolle ist giftig, besonders gefährlich für Kinder und Haustiere.
Botanische Daten
- Familie
- Primulaceae (Primulaceae)
- Höhe
- 0.15–0.3 m
- Breite
- 0.15–0.25 m
- Wuchsform
- Horstbildend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Langsam
- Standort
- Halbschatten, Schatten
- Boden
- Humos, Torfig
- pH-Wert
- pH 5.5–6.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- Oktober–März
- Winterhärte
- —
- Vermehrung
- Aus Samen
Merkmale
Aus einer unterirdischen, abgeflachten Knolle wachsen herzförmige Blätter mit charakteristischer silbrig-grüner Marmorierung sowie Blüten an langen Stielen mit fünf nach oben gebogenen Blütenblättern, die im Flug an Schmetterlinge erinnern.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Von unten gießen, indem man den Topf für einige Minuten ins Wasser stellt, oder vorsichtig am Rand des Topfes; ein Überfluten der Knolle und der Blattrosette verursacht Fäulnis. Im Sommer, während der Ruhephase, nur sporadisch gießen.
Düngung
Im Sommer, während der Knollenruhe, das Düngen vollständig einstellen.
Pflanzung
Durchlässiges, humusreiches Substrat; die Knolle flach pflanzen, sodass ihre Oberseite knapp über der Bodenoberfläche bleibt.
Schnitt
Verblühte Blüten und vergilbte Blätter durch entschlossenes Herausdrehen direkt an der Stielbasis entfernen, nicht durch Schneiden.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Ähnliche Vorliebe für kühle Standorte und Winter-Frühjahrsblüte — passen gut zu kühlen Fensterarrangements.
Der gleiche Anspruch an einen kühlen, hellen Standort und mäßiges Gießen in der Winterzeit.
Schlechte Nachbarschaft
Liebt Wärme, hohe Luftfeuchtigkeit und ganzjährig feuchtes Substrat — das Gegenteil der kühlen, trockeneren Bedingungen, die das Alpenveilchen während seiner Ruhephase benötigt.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Mäßig | Die Knolle enthält Saponine — der Verzehr verursacht eine Reizung des Verdauungstrakts, Erbrechen, und in großen Mengen eine stärkere Vergiftung. |
| Hunde | Mäßig | Das Fressen der Knolle kann starkes Erbrechen, Durchfall und in extremen Fällen Herzrhythmusstörungen auslösen. |
| Katzen | Mäßig | Ähnliche Symptome wie bei Hunden — besonders gefährlich ist die unterirdische Knolle, deutlich giftiger als Blätter und Blüten. |
Geschichte und Herkunft
Die Ausgangsart stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum, von wo aus sie im 17.–18. Jahrhundert in europäische botanische Gärten gelangte. Die intensive Züchtung von Topfsorten begann im 19. Jahrhundert und dauert bis heute an, wodurch Hunderte von Sorten entstanden sind, die sich in Blütenfarbe und -größe unterscheiden.
Verwendung
Ausschließlich eine Zimmerpflanze — für kühle, helle Fensterbänke, unbeheizte Veranden, Treppenhäuser und Räume mit Temperaturen unter 18 °C. Ein wirkungsvoller herbstlich-winterlicher Zimmerschmuck.
Wissenswertes
- Der Gattungsname Cyclamen stammt vom griechischen kyklos (Kreis) und bezieht sich auf die spiralig eingerollten Samenstiele nach der Blüte.
- In vielen mitteleuropäischen Ländern ist das Alpenveilchen ein traditionelles Wintergeschenk, eine Alternative zum Weihnachtsstern.
Häufige Fragen
Warum vergilben und welken die Blätter des Persischen Alpenveilchens im Sommer?
Das ist die natürliche sommerliche Ruhephase der Knolle, keine Krankheit. Das Gießen sollte dann auf ein Minimum reduziert werden, und der Topf sollte bis zum Herbst an einem kühlen, schattigen Ort aufbewahrt werden, bis die Pflanze wieder zu wachsen beginnt.
Wie gießt man das Alpenveilchen richtig, damit es nicht fault?
Am sichersten gießt man von unten — den Topf 10–15 Minuten in eine Schale mit Wasser stellen und überschüssiges Wasser danach abgießen. Das Wasser sollte weder die Knolle noch die Mitte der Blattrosette überfluten.
Ist das Alpenveilchen unbedenklich in einem Haushalt mit Katze?
Nein — die Knolle des Alpenveilchens ist deutlich giftig für Katzen und Hunde und kann starkes Erbrechen und Durchfall auslösen. In Haushalten mit frei umherlaufenden Haustieren sollte man besser eine andere Pflanze wählen oder sie an einem unzugänglichen Ort aufstellen.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO) — Cyclamen persicumDatenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Cyclamen persicumInstitution / Botanischer Garten
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