Kurz gefasst
- Standort: volle Sonne bis leichter Schatten, feuchter und durchlässiger Boden.
- Verträgt Formschnitt sehr gut — eine der wichtigsten Heckenarten.
- Empfindlich sowohl gegenüber Austrocknung als auch gegenüber Staunässe.
- Hunderte Gartensorten, die sich in Farbe (grün, gold, bläulich) und Wuchsform unterscheiden.
- Zerdrückte, schuppige Nadeln verströmen einen charakteristischen, harzigen Duft.
Botanische Daten
- Familie
- Cupressaceae (Cupressaceae)
- Höhe
- 2–6 m
- Breite
- 1–2.5 m
- Wuchsform
- Kegelförmig
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Humos, Lehmig
- pH-Wert
- pH 5.5–7
- Feuchtigkeit
- Mäßig, Feucht
- Blütezeit
- März–April
- Winterhärte
- USDA 5b–8a
- Vermehrung
- Aus Stecklingen, Aus Samen
Merkmale
Sie bildet eine dichte, kegelförmige Krone aus flachen, fächerförmig angeordneten Zweigen, die mit kleinen, schuppigen Nadeln bedeckt sind. Die Rinde ist rötlich-braun und längs gefurcht. Kleine Zapfen reifen im Herbst des ersten Jahres.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Benötigt stets feuchten, aber gut durchlässigen Boden. Sowohl Austrocknung als auch Staunässe (die Phytophthora-Wurzelfäule begünstigt) sind für sie gefährlich.
Düngung
Mäßige Gaben — ein Stickstoffüberschuss lockert den Wuchs und schwächt die Winterhärte.
Pflanzung
Fruchtbarer, humusreicher Boden mit gutem Drainage; staunasse Standorte meiden, an denen Wurzelfäule leicht entsteht.
Schnitt
Junge Triebe regelmäßig einkürzen, um einen dichten, kompakten Wuchs zu erhalten — die Art verträgt Rückschnitt gut.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Beide sind immergrüne Nadelgehölze, die Formschnitt gut vertragen — eine klassische Kombination in Hecken mit unterschiedlicher Textur.
Das kontrastreiche, farbige Laub der Blasenspiere passt gut zum einheitlichen Grün der Scheinzypresse, beide vertragen ähnlich feuchten Boden.
Schlechte Nachbarschaft
Lavendel benötigt trockenen, durchlässigen und basischen Boden — genau das Gegenteil des feuchten, leicht sauren Standorts, den die Scheinzypresse bevorzugt.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
In der Mitte des 19. Jahrhunderts in den Küstengebirgen Oregons und Kaliforniens entdeckt, gelangte sie rasch in europäische Gärten und Baumschulen, wo Hunderte von Ziersorten aus ihr gezüchtet wurden — heute ist sie eine der beliebtesten Heckenkoniferen des Kontinents.
Verwendung
Die wichtigste Art für Formhecken und Heckenreihen, während zwerg- und farbwüchsige Sorten als Akzente in Steingärten und Koniferenbeeten dienen. Bewährt sich auch als Solitär in Parkanlagen.
Wissenswertes
- Aus ihr wurden über 200 Gartensorten gezüchtet, die sich in der Nadelfarbe (von golden bis blaugrau) und im Wuchs unterscheiden — von säulenförmig bis zwergwüchsig und kugelig.
- In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet in den USA erreichen die Bäume bis zu 60 Meter Höhe, während Gartensorten strauchartig bleiben.
Häufige Fragen
Warum verbräunt die Lawsons Scheinzypresse von innen?
Meist handelt es sich um den natürlichen Abwurf der ältesten, inneren Nadeln. Wenn auch die Triebspitzen braun werden, sind häufig Austrocknung, Staunässe oder Phytophthora-Wurzelfäule die Ursache, gegenüber der die Art recht empfindlich ist.
Wie oft muss die Lawsons Scheinzypresse als Hecke geschnitten werden?
1–2 Schnitte pro Saison im Sommer genügen, wenn die Triebe noch grün und weich sind. Wichtig ist, nicht ins alte, blattlose Holz zu schneiden, da sich die Pflanze davon nicht mehr erholt.
Verträgt die Lawsons Scheinzypresse Trockenheit?
Nicht besonders gut — im Gegensatz zu vielen anderen Nadelbäumen bevorzugt sie stets feuchten Boden und leidet unter länger anhaltenden Trockenperioden, besonders in den ersten Jahren nach der Pflanzung.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO) — Chamaecyparis lawsonianaDatenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Chamaecyparis lawsonianaInstitution / Botanischer Garten
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