Kurz gefasst
- Der beliebteste Heckennadelbaum in Mitteleuropa.
- Braucht regelmäßiges Gießen — empfindlich gegenüber Trockenheit.
- Verträgt Formschnitt, aber nicht in altes, blattloses Holz.
- Alle Teile enthalten das giftige Thujon.
- Winterhart, kann aber in frostigen, schneearmen Wintern austrocknen.
Botanische Daten
- Familie
- Cupressaceae (Cupressaceae)
- Höhe
- 3–15 m
- Breite
- 1–4 m
- Wuchsform
- Säulenförmig
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Lehmig, Humos
- pH-Wert
- pH 6–8
- Feuchtigkeit
- Mäßig, Feucht
- Blütezeit
- —
- Winterhärte
- USDA 3a–8a
- Vermehrung
- Aus Stecklingen
Merkmale
Immergrüner Baum mit kegel- oder säulenförmigem Wuchs und flachen, schuppenförmigen Blättern mit intensivem, harzigem Geruch beim Zerreiben. Zahlreiche Sorten unterscheiden sich in Farbe (von dunkelgrün bis goldgelb) und Größe.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Empfindlich gegenüber Austrocknung — braune Schuppen sind oft eine Folge von Trockenheit. Braucht regelmäßiges Gießen, besonders in den ersten Jahren und bei Hitze.
Düngung
Nadelbaumdünger enthält Magnesium, das der Vergilbung vorbeugt; letzte Düngung bis Juli.
Pflanzung
Fruchtbarer, mäßig feuchter Boden; für Hecken im Abstand von 50-70 cm pflanzen.
Schnitt
Regelmäßig formen, indem die diesjährigen Zuwächse geschnitten werden; Schnitt in altes, blattloses Holz vermeiden.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Die grüne Wand der Thuja bildet einen neutralen Hintergrund für blühende Stauden und Gräser, die davor gepflanzt werden.
Schlechte Nachbarschaft
Eine dichte Thuja-Hecke beschattet und trocknet den Boden an ihrer Basis stark aus, was das Wachstum von Pflanzen unmittelbar daneben erschwert.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Mäßig | Enthält Thujon — das ätherische Öl und die Triebe sind bei Verzehr giftig, der Saft kann die Haut reizen. |
| Hunde | Mäßig | — |
| Katzen | Mäßig | — |
| Pferde | Mäßig | — |
Geschichte und Herkunft
Der Abendländische Lebensbaum war der erste nordamerikanische Baum, der im 16. Jahrhundert in Europa in Kultur genommen wurde. Der Name „arborvitae“ (Baum des Lebens) geht auf die angebliche Heilung von Skorbut französischer Entdecker durch einen Sud aus seinen Blättern zurück.
Verwendung
Vor allem für formgeschnittene Hecken und grüne Wände, aber auch als Solitär und für Gruppenpflanzungen. Zwergsorten für kleine Gärten und Kübel.
Wissenswertes
- Der lateinische Name „arborvitae“ bedeutet „Baum des Lebens“.
- Trotz ihrer enormen Beliebtheit als Heckenpflanze haben Thujen im Vergleich zu heimischen Laubgehölzen einen geringen Wert für die einheimische Natur.
Häufige Fragen
Warum wird die Thuja braun?
Die häufigsten Ursachen sind Austrocknung (besonders in frostigen, schneearmen Wintern und heißen Sommern), zu tiefes Pflanzen oder Schnitt in altes Holz. Regelmäßiges Gießen ist entscheidend.
Wie eng pflanzt man Thujen für eine Hecke?
Üblicherweise alle 50-70 cm für die Sorte 'Brabant' und alle 40-60 cm für die langsamer wachsende 'Smaragd', je nachdem, wie schnell die Hecke geschlossen sein soll.
Ist die Thuja giftig?
Ja — alle Teile enthalten Thujon, das bei Verzehr für Menschen und Tiere giftig ist. Der Saft kann zudem die Haut reizen, weshalb beim Schneiden Handschuhe empfehlenswert sind.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Thuja occidentalisInstitution / Botanischer Garten
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