Echte Aloe

Aloe vera · Aloe vera (EN) · Echte Aloe (DE)

Die Echte Aloe (Aloe vera) ist eine Sukkulente mit fleischigen, am Rand gezähnten Blättern, die ein heilkräftiges Gel enthalten. Sie wird sowohl als Zimmerpflanze als auch als kosmetischer und pflanzlicher Rohstoff kultiviert.

Sonne Wenig Wasser USDA 9a–11b Giftig
Bewässerungsrechner

Kurz gefasst

  • Sehr trockenheitsresistent — speichert Wasser in den fleischigen Blättern.
  • Braucht volle Sonne und ein durchlässiges Substrat.
  • Das Gel aus dem Blattmark wird in der Kosmetik und der Ersten Hilfe bei Verbrennungen verwendet.
  • Das Latex unter der Blattrinde ist für Tiere giftig und stark abführend.
  • Der häufigste Pflegefehler ist Überwässerung.

Botanische Daten

Familie
Asphodelaceae (Asphodelaceae)
Höhe
0.3–0.6 m
Breite
0.3–0.6 m
Wuchsform
Horstbildend
Wuchsgeschwindigkeit
Langsam
Standort
Sonne
Boden
Sandig
pH-Wert
pH 6–7.5
Feuchtigkeit
Trocken
Blütezeit
März–Mai
Winterhärte
USDA 9a–11b
Vermehrung
Durch Teilung

Merkmale

Sukkulente, die eine Rosette aus dicken, fleischigen, lanzettförmigen Blättern mit gezähnten Rändern bildet, die mit einem durchsichtigen Gel gefüllt sind. Ausgewachsene Pflanzen bilden hohe Blütenstände mit röhrenförmigen, gelben oder orangefarbenen Blüten.

Anbau und Pflege

Bewässerung

Die fleischigen Blätter speichern Wasser. Reichlich gießen, aber erst nach dem vollständigen Austrocknen des Substrats — Überwässerung führt zu Fäulnis.

Im Sommer alle ~14 Tage · Trockenheitstoleranz: Hoch

Düngung

Anspruchslos — sparsame Düngung während der Wachstumsperiode.

alle 6–8 Wochen im Sommer · nawóz do kaktusów i sukulentów

Pflanzung

Durchlässiges Kakteensubstrat; Topf mit Abzugsloch, am besten aus Ton.

Zeitpunkt: Umtopfen im Frühjahr, wenn die Pflanze den Topf ausgefüllt hat

Schnitt

Äußere, reife Blätter an der Basis abschneiden — aus ihnen wird das Gel gewonnen.

Zeitpunkt: Bei Bedarf. · Achtung: Junge, mittlere Blätter der Rosette nicht entfernen.

Begleitpflanzen

Gute Nachbarschaft

Kakteen und andere SukkulentenPraktische Beobachtung

Identische Ansprüche — volle Sonne, durchlässiges Substrat, seltenes Gießen; ein natürlicher Begleiter in Sukkulenten-Kompositionen.

Schlechte Nachbarschaft

Feuchtigkeitsliebende PflanzenPraktische Beobachtung

Ein gemeinsames, feucht gehaltenes Substrat führt zur Wurzelfäule der Aloe.

Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.

Krankheiten und Schädlinge

Wurzelfäule (Phytophthora-Fäule)

Die Krankheit entwickelt sich in zu nassem, schlecht durchlüftetem Substrat und befällt die Wurzeln sowie die Triebbasis. Die Wurzeln werden braun, faulen und verlieren die Rinde, die sich leicht abziehen lässt, und an der Stängelbasis entsteht eine dunkle, wässrige Fäule. Der oberirdische Teil welkt, vergilbt und stirbt trotz feuchter Erde ab – ein typisches Symptom, denn die geschädigten Wurzeln nehmen kein Wasser mehr auf. Besonders gefährdet sind Zimmerpflanzen, Sukkulenten und Kakteen (bei Überwässerung) sowie im Freiland Nadelgehölze, Rhododendren, Heidekrautgewächse und Erdbeeren auf staunassen Standorten. Der Prozess beginnt unauffällig an den Wurzelhaaren und Wurzelspitzen, die sich dunkel verfärben und absterben, woraufhin die Fäule zu den Skelettwurzeln und zum Wurzelhals fortschreitet. Gesunde, helle, aktive Wurzeln verschwinden – es bleibt eine dunkle, braunrostige oder schwärzliche, wässrige Masse, und die äußere Rindenschicht der Wurzel lässt sich wie ein Handschuh abstreifen und legt den verfärbten Zentralzylinder frei. Bei Bäumen und Sträuchern zeigt sich der Befall von Wurzelhals und Stammbasis (Stammgrundfäule) als dunkler, oft herablaufender Fleck, mitunter mit Ausfluss, und die Rinde ist an dieser Stelle feucht und eingesunken; bei Nadelgehölzen und Rhododendren beobachtet man ein Braunwerden und Absterben von unten oder aus der Kronenmitte bei noch feuchtem Boden. Charakteristisch ist das nesterweise (herdförmige) Auftreten der Symptome im Beet – dort, wo sich Wasser und Erreger örtlich ansammeln. Es lohnt sich, die beiden verursachenden Eipilz-Gattungen zu unterscheiden: Pythium befällt hauptsächlich Sämlinge und Feinwurzeln und verursacht Umfallkrankheit und Wurzelfäule in kühlem, nassem Substrat, während Phytophthora auch ältere, verholzte Pflanzen, Skelettwurzeln und den Wurzelhals angreift, stärker in wärmerem, mit Wasser gesättigtem Boden. Entscheidend für die Diagnose ist der Widerspruch der Symptome: Die Pflanze welkt und wirkt „trocken“, obwohl das Substrat nass ist – dies ist die Folge der zerstörten Wurzeln, nicht eines Wassermangels.

Wollläuse

Insekten, die von einem weißen, wattigen Wachsbelag bedeckt sind und sich in den Blattachseln, am Triebansatz und auf der Blattunterseite ansammeln. Sie sehen aus wie Wattebäusche. Sie saugen Pflanzensaft, schwächen die Pflanze und scheiden klebrigen Honigtau aus, auf dem sich der schwarze Rußtaupilz entwickelt. Ein häufiger Schädling an Zimmerpflanzen und Sukkulenten. Die erwachsenen Weibchen sind ovale, weiche Insekten von etwa 2–5 mm Länge, mit rosafarbenem oder grauem, unter Wachs verborgenem Körper, oft mit Wachsfortsätzen an den Seiten und am Hinterleibsende. Die Männchen sind winzig, geflügelt und fressen nicht. Bei den meisten Arten werden die Eier in weiße, wattige Eisäcke (Kokons) abgelegt, aus denen bewegliche Larven (Wandernymphen) schlüpfen, die über die Pflanze kriechen und den Befall auf benachbarte Exemplare übertragen; ein Teil der Wollläuse (z. B. Pseudococcus longispinus) ist jedoch eierlebendgebärend und bringt lebende Wandernymphen ohne deutlichen Eisack zur Welt. Unter den warmen, trockenen Bedingungen von Wohnungen und Gewächshäusern entwickeln sich Wollläuse das ganze Jahr über in mehreren sich überlappenden Generationen — deshalb reicht eine einmalige Behandlung selten aus. Fraßsymptome sind Wachstumshemmung, Vergilben, Verformung und vorzeitiger Blattfall, bei starkem Befall das Absterben der Triebe; der schwarze Rußtau auf dem Honigtau schränkt zusätzlich die Photosynthese ein und entstellt die Pflanze. Eine eigene Form sind die Wurzelwollläuse (Rhizoecus), die weiße, wachsige Ansammlungen an den Wurzeln und im Wurzelballen bilden — die Pflanze schwächelt und welkt, ohne dass an den oberirdischen Teilen ein Schädling sichtbar wird. Wollläuse werden oft von Ameisen begleitet, die den Honigtau fressen und die Kolonien vor natürlichen Feinden schützen.

Giftigkeit

Für wenStufeHinweise
Menschen Leicht Das Gel aus dem Blattmark wird äußerlich verwendet, doch die Latexschicht unter der Blattrinde wirkt stark abführend und reizend.
Hunde Mäßig Das Aloe-Latex ist bei Verzehr für Hunde und Katzen giftig.
Katzen Mäßig

Geschichte und Herkunft

Die Aloe zählt zu den ältesten Heilpflanzen — Erwähnungen ihrer Anwendung stammen aus dem alten Ägypten, Griechenland und Mesopotamien. Bis heute wird sie in Kosmetik und Naturheilkunde breit eingesetzt.

Verwendung

Für helle, sonnige Fensterbänke, für die Balkonkultur im Sommer sowie als häusliche Heilpflanze — das Gel wird äußerlich auf kleine Verbrennungen und Hautreizungen aufgetragen.

Wissenswertes

  • Aloe-Gel besteht zu etwa 99 % aus Wasser, der Rest sind aktive Wirkstoffe.
  • Die Aloe betreibt einen CAM-Stoffwechsel und öffnet ihre Spaltöffnungen nachts, um den Wasserverlust in der Hitze zu begrenzen.

Häufige Fragen

Warum werden die Blätter der Aloe braun und weich?

Das ist meist ein Zeichen für Überwässerung und Wurzelfäule. Reduzieren Sie das Gießen, prüfen Sie die Drainage und topfen Sie die Pflanze in ein trockenes, durchlässiges Substrat um, wobei Sie faulige Teile entfernen.

Wie oft sollte man Aloe gießen?

Selten — etwa alle 2 Wochen im Sommer und einmal im Monat im Winter, immer erst nach dem vollständigen Austrocknen des Substrats. Aloe verträgt Trockenheit deutlich besser als einen Wasserüberschuss.

Kann man das Aloe-Gel einer Zimmerpflanze auf der Haut anwenden?

Frisches Gel aus dem Blattmark wird mitunter äußerlich auf kleine Hautreizungen aufgetragen, doch sollte man das gelbliche Latex direkt unter der Blattrinde meiden, das stark reizt. Im Zweifelsfall ist Vorsicht geboten und die Rücksprache mit einer Fachperson ratsam.

Quellen

Bearbeitung:Redakcja Atlas-Flora. Aktualisierung: 3.7.2025.

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