Fieberklee

Menyanthes trifoliata · Bogbean (EN) · Fieberklee (DE)

Der Fieberklee (Menyanthes trifoliata) ist eine heimische, geschützte Sumpfpflanze mit charakteristischen, dreiteiligen Blättern und gefransten, weiß-rosa Blüten, geschätzt als Zierde des Wasserrands und als klassisches, bitter schmeckendes Heilkraut.

Sonne/Halbschatten Mäßig Wasser USDA 3a–8b
Bewässerungsrechner

Kurz gefasst

  • Dreiteilige Blätter und gefiedert behaarte, weiß-rosa Blüten in einer Traube.
  • Eine Pflanze der Feuchtgebiete — sie benötigt stets nassen Boden oder flaches Wasser.
  • In Polen teilweise geschützt — nicht aus der Natur entnehmen.
  • Ein klassisches Bitterkraut, früher gegen Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit verwendet.
  • Breitet sich mit einem kriechenden Rhizom über die Schlammoberfläche aus.

Botanische Daten

Familie
Menyanthaceae (Menyanthaceae)
Höhe
0.15–0.35 m
Breite
0.3–0.6 m
Wuchsform
Kriechend
Wuchsgeschwindigkeit
Mäßig
Standort
Sonne, Halbschatten
Boden
Torfig, Humos
pH-Wert
pH 5–7
Feuchtigkeit
Nass, Feucht
Blütezeit
Mai–Juni
Winterhärte
USDA 3a–8b
Vermehrung
Durch Teilung, Aus Samen

Merkmale

Aus dem kriechenden Rhizom wachsen langstielige Blätter aus drei verkehrt-eiförmigen Fiederblättchen, die an ein Bohnen- oder Kleeblatt erinnern. Über das Wasser erhebt sich eine Blütentraube: Die sternförmigen Blütenblätter sind innen dicht mit weißen, gefransten Härchen besetzt und in der Knospe rosafarben — das ergibt ein eindrucksvolles, spitzenartiges Aussehen.

Anbau und Pflege

Bewässerung

Benötigt stets nassen Boden oder flaches Wasser (bis etwa 20 cm über dem Rhizom). Verträgt keine Trockenheit — es ist eine Pflanze des Wasserrands, nicht der Rabatte.

Düngung

Wächst von Natur aus auf nährstoffarmen Torfmooren; eine Düngung im Teich fördert Algen.

im Gartenteich nicht empfohlen · zwykle zbędne

Pflanzung

In Schlamm oder in einem Korb mit Torfsubstrat am Teichrand oder in der Sumpfzone pflanzen, sodass das Rhizom stets untergetaucht oder in wassergesättigter Erde liegt.

Zeitpunkt: Frühjahr · Abstand 20–40 cm

Schnitt

Abgestorbene Blätter entfernen; in einem kleinen Teich die wuchernden Rhizome eindämmen, die über die Oberfläche kriechen.

Zeitpunkt: Nach der Saison oder im Vorfrühling. · Achtung: Die Pflanze nicht aus natürlichen Beständen entnehmen — sie steht unter Schutz.

Begleitpflanzen

Gute Nachbarschaft

SumpfdotterblumePraktische Beobachtung

Beide sind heimische Pflanzen des Wasserrands mit denselben Ansprüchen — nassem, torfigem Boden und voller Sonne.

Sumpf-SchwertliliePraktische Beobachtung

Die hohe Sumpf-Schwertlilie bildet einen senkrechten Hintergrund für den niedrigen, kriechenden Fieberklee in der Sumpfzone des Teichs.

Schlechte Nachbarschaft

Pflanzen trockener Standorte (z. B. Fetthennen, Steingartenstauden)Praktische Beobachtung

Sie haben völlig andere Ansprüche — trocken und durchlässig — und lassen sich daher nicht mit dem nassen Standort des Fieberklees vereinbaren.

Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.

Giftigkeit

Für wenStufeHinweise
Menschen Leicht Enthält bittere Glykoside; in größeren Dosen wirkt er reizend auf den Verdauungstrakt (Übelkeit, Durchfall). In der Kräuterheilkunde nur in kleinen, kontrollierten Mengen verwendet.

Geschichte und Herkunft

Seit Jahrhunderten in der Kräuterkunde genutzt — das bittere Blatt (Trifolii fibrini folium) regte Appetit und Verdauung an und war auch Bestandteil von Kräutermischungen und Bier. Wegen der schwindenden Feuchtgebiete ist die Pflanze in Polen heute geschützt.

Verwendung

Für Sumpfzonen und Ränder von Gartenteichen sowie Feuchtgärten als heimische Zierpflanze. Die Verwendung als Heilkraut (das bittere Blatt) ist historisch und erfordert Fachwissen — der Rohstoff darf nicht aus natürlichen Beständen entnommen werden.

Wissenswertes

  • Das Blatt des Fieberklees zählt zu den bittersten Rohstoffen der heimischen Kräuterkunde.
  • Trotz des Namens Wasserklee ist er nicht mit dem Klee verwandt — die Ähnlichkeit betrifft nur die dreiteiligen Blätter.

Häufige Fragen

Darf ich den Fieberklee im Garten pflanzen, obwohl er geschützt ist?

Ja, sofern er aus einer legalen Quelle stammt — Setzlinge bieten Gärtnereien für Wasserpflanzen an. Der Schutz verbietet die Entnahme und das Ausgraben der Pflanze aus natürlichen Beständen, nicht aber die Kultur von in Gärtnereien vermehrten Exemplaren.

Wie tief pflanzt man den Fieberklee im Gartenteich?

Am besten in der Uferzone, sodass das Rhizom stets in wassergesättigter Erde oder unter einer flachen Wasserschicht (etwa bis 20 cm) liegt. Entscheidend ist, dass das Substrat nie austrocknet — der Fieberklee verträgt keine Trockenheit.

Ist der Fieberklee giftig?

Er ist nicht stark giftig, enthält aber bittere Verbindungen, die in größeren Mengen den Verdauungstrakt reizen und Übelkeit oder Durchfall verursachen können. Die frühere Verwendung als Heilkraut beruhte auf kleinen, kontrollierten Dosen des bitteren Blattes.

Quellen

Bearbeitung:Redakcja Atlas-Flora. Aktualisierung: 19.7.2026.

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