Kurz gefasst
- Hoher, immergrüner Bambus, der dichte, hohe Sichtschutzwände bildet.
- Die Ausläufer breiten sich aggressiv aus — eine Wurzelsperre ist Pflicht.
- Für einen Bambus sehr winterhart (verträgt etwa -20 Grad).
- Standort sonnig bis leicht halbschattig, Boden nährstoffreich und feucht.
- Im Gegensatz zur horstbildenden Fargesie ist er ein Ausläuferbambus.
Botanische Daten
- Familie
- Poaceae (Poaceae)
- Höhe
- 4–8 m
- Breite
- 1.5–3 m
- Wuchsform
- Aufrecht
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Lehmig, Humos, Sandig
- pH-Wert
- pH 5.5–7
- Feuchtigkeit
- Mäßig, Feucht
- Blütezeit
- —
- Winterhärte
- USDA 5a–9b
- Vermehrung
- Durch Teilung, Durch Ausläufer
Merkmale
Bildet steife, aufrechte Halme mit gelb-grüner Färbung, ein Teil davon mit charakteristischer gelber Rille und zickzackförmiger Biegung am Grund. Die kleinen, lanzettlichen Blätter bilden ein leichtes, im Wind rauschendes Dach. Unterirdisch breitet er sich mit langen, laufenden Rhizomen (leptomorph) aus und erobert so rasch neuen Boden.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Junge Pflanzen und Kübelexemplare reichlich und regelmäßig gießen. Nach dem Einwurzeln im Boden vertragen sie zeitweilige Trockenheit, wobei sich die Blätter in der Hitze einrollen.
Düngung
Bambus (ein Gras) reagiert gut auf Stickstoff — Düngung fördert dichte, hohe Halme.
Pflanzung
Zwingend eine Wurzelsperre einbauen (HDPE-Folie, mind. 60–70 cm tief) — ohne sie laufen die Ausläufer durch den ganzen Garten.
Schnitt
Wycinać u nasady najstarsze, przebarwione źdźbła; można skrócić wierzchołki, by zagęścić i obniżyć kępę.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Beleben die kahle untere Zone der Bambushorste und vertragen den Schatten, den die Halme werfen.
Bilden eine stimmige, naturnahe Komposition aus Gräsern unterschiedlicher Höhe.
Schlechte Nachbarschaft
Die Bambusausläufer dringen blitzschnell in benachbarte Kulturen ein — ohne Wurzelsperre verdrängt er alles ringsum.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Kleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus. Ein diagnostisches Merkmal, das Blattläuse von anderen kleinen saugenden Insekten unterscheidet, ist das Paar Siphonen (röhrenförmige Fortsätze) am Hinterleibsende sowie das Schwänzchen (Cauda); in einer Kolonie treten meist ungeflügelte Formen (parthenogenetische Weibchen) neben geflügelten Wanderformen auf, die im Sommer neue Pflanzen anfliegen. Im Sommer vermehren sich Blattläuse parthenogenetisch und lebendgebärend in vielen Generationen, wodurch die Population lawinenartig anwächst; im Herbst erscheint bei vielen Arten eine geschlechtliche Generation, die überwinternde Eier am Wirt ablegt, und wirtswechselnde Arten wandern zwischen dem Winterwirt (oft einem Baum oder Strauch) und dem Sommerwirt (einer krautigen Pflanze). Fraßsymptome sind Einrollen, Kräuseln und Verformung junger Blätter, Wachstumshemmung, Vergilben sowie Abfallen von Knospen und Fruchtansätzen. Reichlicher Honigtau überzieht die Blätter, und der darauf wachsende Rußtaupilz bildet einen schwarzen Belag, der die Photosynthese einschränkt; vom Honigtau ernähren sich Ameisen, die im Gegenzug die Kolonie vor Fressfeinden schützen. Blattläuse sind zudem wichtige Vektoren von Pflanzenviren (u. a. Mosaiken) und übertragen diese bereits während eines kurzen Probestichs von Pflanze zu Pflanze.
Deckel- und NapfschildläuseUnbewegliche, braune oder gelbliche Schilde (1–4 mm), die an Stängeln und der Blattunterseite haften, besonders entlang der Blattadern. Leicht mit Auswüchsen an der Pflanze zu verwechseln. Sie saugen Pflanzensaft, verursachen Vergilbung und Schwächung und scheiden klebrigen Honigtau aus. Häufig an Ficus, Orchideen und Pflanzen mit festen Blättern. Der Sammelname umfasst zwei Gruppen mit unterschiedlicher Biologie. Die Deckelschildläuse (Diaspididae) besitzen einen harten, vom Körper getrennten Wachsschild, den man anheben kann — darunter kommt ein winziges, bein- und flügelloses Weibchen zum Vorschein; sie scheiden keinen Honigtau aus. Die Napfschildläuse (Coccidae) haben eine gewölbte, napfförmige, mit dem Körper verwachsene Hülle und sind es, die ihn reichlich absondern. Der klebrige Honigtau — die Domäne der Napfschildläuse und anderer honigtaubildender Schildläuse, nicht der Deckelschildläuse — lagert sich auf den Blättern ab und lockt Schwärzepilze (Rußtau, Rußtaupilzbelag) sowie Ameisen an, die die Kolonie vor Fressfeinden verteidigen. Das einzige bewegliche saugende Stadium ist die wandernde Larve (der sogenannte Crawler) — eine flache, winzige Larve, die nach dem Schlupf unter dem Schild der Mutter über die Pflanze auswandert, sich dann festsetzt, den Stechrüssel in die Leitgewebe treibt und die Beweglichkeit verliert; die erwachsenen Weibchen bleiben bis zum Lebensende unbeweglich. Die Männchen verpuppen sich und fressen als winzige, geflügelte, kurzlebige Insekten nicht. In beheizten Innenräumen vermehrt sich der Schädling das ganze Jahr über und bildet mehrere sich überlappende Generationen; im Freiland meist 1–3 Generationen, wobei begattete Weibchen oder unter dem Schild verborgene Eier überwintern. Die Fraßsymptome sind Vergilbung und vorzeitiger Blattfall, das Absterben von Trieben, Verkümmerung sowie Schwächung der Pflanze und sekundär ein schwarzer Rußtaubelag auf den mit Honigtau bedeckten Blättern. An Obstbäumen, die von der San-José-Schildlaus (Comstockaspis perniciosa) befallen sind, treten rund um die Saugstellen rötliche Verfärbungen auf, und stark besiedelte Äste sterben ab. Da die Schilde unbeweglich sind und sich farblich auf Rinde und Blattadern tarnen, wird der Befall leicht übersehen, bis Honigtau auftritt oder die Pflanze deutlich geschwächt ist — deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle der Blattunterseiten und Triebwinkel entscheidend.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Die Gattung Phyllostachys wird in Ostasien seit Jahrhunderten für Halme und junge Triebe angebaut. Diese Art gelangte als einer der winterhärtesten Bambusse in die Gärten der gemäßigten Zone und wird für Parkpflanzungen und lebende Sichtschutzwände geschätzt.
Verwendung
Für Parks und größere Gärten als hohe, immergrüne Sichtschutzwand und Kompositionshintergrund sowie für große Kübel mit begrenztem Wurzelraum. Im Freiland stets mit Wurzelsperre pflanzen.
Wissenswertes
- Bambusse sind Gräser — manche Arten gehören zu den am schnellsten wachsenden Pflanzen der Welt.
- Handelsnamen wie Glücksbambus bezeichnen meist Drachenbäume, nicht echte Bambusse.
Häufige Fragen
Ist der Gartenbambus invasiv?
Es ist ein Ausläuferbambus, der sich ohne Wurzelsperre aggressiv im Garten und auf Nachbargrundstücke ausbreitet. Hinter einer Sperre (HDPE-Folie, ca. 60–70 cm tief) gepflanzt, bleibt er unter Kontrolle.
Worin unterscheidet er sich vom Fargesie-Bambus?
Die Fargesie ist ein Horstbambus — sie wächst langsam und braucht keine Sperre. Phyllostachys ist ein Ausläuferbambus: höher und schneller, aber ohne Wurzelbegrenzung erobert er weitere Gartenbereiche.
Übersteht der Bambus den mitteleuropäischen Winter?
Ja, diese Art gehört zu den winterhärtesten Bambussen und verträgt Fröste um -20 Grad. In strengen, schneelosen Wintern kann ein Teil der Blätter erfrieren, doch die Pflanze treibt im Frühjahr aus den Rhizomen wieder aus.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Phyllostachys aureosulcataInstitution / Botanischer Garten
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