Kurz gefasst
- Die Sorte 'Flamingo' hat bunte, rosa-weiß-grüne junge Blätter.
- Benötigt einen jährlichen, kräftigen Schnitt, um die Farbe der jungen Zuwächse zu erhalten (wie die Hakuro-Weide).
- Wächst sehr schnell und ist anspruchslos hinsichtlich des Bodens; verträgt Feuchtigkeit und Überschwemmungen.
- Achtung: Die typische Art ist in Polen invasiv — in Kultur pflanzt man Ziersorten.
- Samen und Sämlinge sind für Pferde gefährlich — nicht an Weiden pflanzen.
Botanische Daten
- Familie
- Sapindaceae (Sapindaceae)
- Höhe
- 4–7 m
- Breite
- 3–5 m
- Wuchsform
- Ausladend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Lehmig, Sandig, Humos
- pH-Wert
- pH 5.5–7.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig, Feucht
- Blütezeit
- April–Mai
- Winterhärte
- USDA 4a–8b
- Vermehrung
- Aus Stecklingen
Merkmale
Ein kleiner, schnell wachsender Baum mit ausladendem, etwas unregelmäßigem Wuchs. Im Unterschied zu den meisten Ahornen hat er zusammengesetzte, gefiederte Blätter, die an Eschenblätter erinnern — daher der Name Eschen-Ahorn. Bei der Sorte 'Flamingo' sind die jungen Blätter auffällig bunt: rosa-weiß-grün, mit der Zeit zu Weiß-Grün verblassend. Im Frühjahr, vor oder zusammen mit den Blättern, erscheinen unscheinbare, grünlich-gelbe Blüten und später geflügelte Früchte (Flügelnüsse).
Anbau und Pflege
Bewässerung
Sehr anspruchslos und an verschiedene Bedingungen angepasst; verträgt zeitweilige Überschwemmungen, wie sie für die Flusstäler seines natürlichen Verbreitungsgebiets typisch sind. Junge Bäume sollte man während Trockenheit gießen.
Düngung
Minimal — der Baum wächst ohnehin schnell; ein Stickstoffüberschuss beschleunigt nur den Wuchs auf Kosten eines kompakten Habitus.
Pflanzung
Die Pflanze ist anspruchslos hinsichtlich des Bodens; für die beste Färbung der jungen Blätter einen hellen Standort wählen, aber vor der schärfsten Mittagssonne geschützt, die die hellen Verfärbungen verbrennen kann.
Schnitt
Entscheidend ist ein jährlicher, kräftiger Schnitt (nach dem Vorbild der Hakuro-Weide) — er regt den Austrieb zahlreicher junger Triebe mit der intensivsten rosa-weißen Färbung an und erhält einen kompakten Habitus. Alle vollständig grünen, „zurückgeschlagenen“ Triebe an der Basis entfernen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Beide Pflanzen werden für ihre farbigen, rosa-weiß-grünen jungen Blätter kultiviert und beide benötigen einen jährlichen, kräftigen Schnitt — sie lassen sich hervorragend in einer stimmigen, „bunten“ Komposition mit demselben Pflegerhythmus verbinden.
Funkien vertragen den Halbschatten unter der Krone und mögen den nährstoffreichen, feuchten Boden, den auch der Eschen-Ahorn verträgt.
Schlechte Nachbarschaft
Die typische Art sät sich reichlich aus ihren geflügelten Früchten selbst aus und kann andere Pflanzen überwuchern, und ihre Samen und Sämlinge sind für Pferde gefährlich — daher muss man die Selbstaussaat entfernen und die Nähe von Ausläufen meiden.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Pferde | Hoch | Samen und Sämlinge enthalten Hypoglycin A, das bei Pferden die saisonale Weidemyopathie (atypische Myoglobinurie) auslöst — eine oft tödliche Krankheit. Den Baum nicht an Weiden und Ausläufen für Pferde pflanzen. |
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Die Art stammt aus Nordamerika, wo sie in Flusstälern wächst. Nach Europa wurde sie als Zierbaum und für Anpflanzungen gebracht, doch dank ihres schnellen Wuchses und der reichlichen Selbstaussaat verwilderte sie und gilt heute in vielen Ländern, darunter Polen, als invasive Art. Die Sorte 'Flamingo' wurde für ihr buntes Laub selektiert und wird als Zierpflanze kultiviert, meist veredelt oder aus Stecklingen.
Verwendung
Ein zierender Farbakzent im Garten oder Park, einzeln gepflanzt für sein wirkungsvolles, buntes Laub. Bei regelmäßigem, kräftigem Schnitt lässt er sich als niedriger, dichter Strauch oder als Bäumchen mit intensiv gefärbten jungen Blättern halten. Wegen der Invasivität der typischen Art sollte man sich auf Ziersorten beschränken und die Selbstaussaat kontrollieren.
Wissenswertes
- Es ist einer der wenigen Ahorne mit zusammengesetzten (gefiederten) Blättern anstelle der typischen, handförmig gelappten — deshalb wird er mitunter mit der Esche verwechselt.
- Die typische Art ist in Polen invasiv, daher bedeutet eine verantwortungsvolle Kultur, ausschließlich Ziersorten zu pflanzen und Selbstaussaaten zu entfernen, bevor sie sich ausbreiten.
Häufige Fragen
Warum ergrünen die Blätter meines Ahorns 'Flamingo' und verlieren ihre rosa Färbung?
Am intensivsten gefärbt sind die jüngsten Blätter, und ein Teil der Triebe kann rückschlagen, das heißt vollständig grün austreiben. Es hilft ein jährlicher, kräftiger Schnitt, der frische, farbige Zuwächse anregt, sowie das konsequente Entfernen aller vollständig grünen Triebe an der Basis, da diese kräftiger wachsen und die bunten Partien überwuchern.
Darf man den Eschen-Ahorn pflanzen, obwohl er mitunter invasiv ist?
Invasiv ist vor allem die typische Art, die sich reichlich selbst aussät. In Kultur pflanzt man Ziersorten wie 'Flamingo', und es empfiehlt sich, etwaige Selbstaussaaten sowie angesetzte Früchte zu entfernen, um die Ausbreitung einzuschränken. An Stellen, die an naturnahe Flächen grenzen, sollte man lieber eine heimische Ersatzart in Betracht ziehen.
Ist der Eschen-Ahorn giftig?
Für Menschen, Hunde und Katzen stellt er keine wesentliche Gefahr dar, doch seine Samen und Sämlinge enthalten Hypoglycin A, das für Pferde gefährlich ist — es kann eine saisonale Weidemyopathie hervorrufen, eine oft tödliche Krankheit. Daher sollte man den Baum nicht an Weiden und Ausläufen für Pferde pflanzen.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Acer negundoInstitution / Botanischer Garten
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