Kurz gefasst
- Bildet hohe Horste (1–2,5 m) – ein eindrucksvolles Strukturgras.
- Braucht volle Sonne; nach dem Anwachsen trockenheitsverträglich.
- Die gefiederten Blütenstände erscheinen im Spätsommer.
- Die trockenen Halme zieren den Garten im Winter – erst im Frühjahr zurückschneiden.
- Anspruchslos und langlebig.
Botanische Daten
- Familie
- Poaceae (Poaceae)
- Höhe
- 1–2.5 m
- Breite
- 0.6–1.2 m
- Wuchsform
- Horstbildend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne
- Boden
- Lehmig, Humos, Sandig
- pH-Wert
- pH 5.5–7.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig, Feucht
- Blütezeit
- August–Oktober
- Winterhärte
- USDA 4a–9a
- Vermehrung
- Durch Teilung
Merkmale
Horstbildendes Gras mit schmalen, bogig überhängenden Blättern, oft mit hellerem Mittelstreifen oder querer Bänderung. Im Spätsommer bildet es gefiederte, silbrig-rosa Rispen auf hohen Halmen.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Nach dem Anwachsen trockenheitsverträglich; Bewässerung ist vor allem in der ersten Saison und bei anhaltender Trockenheit nötig.
Düngung
Anspruchslos – ein Stickstoffüberschuss führt zum Umknicken der Halme.
Pflanzung
Verträgt verschiedene Böden; wächst am besten auf fruchtbarem, mäßig feuchtem Boden in voller Sonne.
Schnitt
Die vorjährigen, vertrockneten Halme knapp über dem Boden abschneiden, bevor neue Triebe erscheinen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Ähnliche Ansprüche – Sonne, mäßige Feuchtigkeit; die herbstliche Zierde von Gräsern und Fetthenne ergänzt sich hervorragend.
Klassische Kombination des naturalistischen Gartens (Präriestil) – Gräser bilden den Hintergrund für blühende Stauden.
Schlechte Nachbarschaft
Der ausladende, hohe Horst des Chinaschilfs beschattet und verdrängt schnell niedrigere Pflanzen in unmittelbarer Nachbarschaft.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Chinaschilf gewann mit der Entwicklung naturalistischer Gärten und des Präriestils (New Perennial Movement) an der Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert an Beliebtheit, geprägt unter anderem vom Gartengestalter Piet Oudolf.
Verwendung
Für naturalistische Gärten und Präriegärten, als Solitär, in Gruppen sowie als saisonaler, ungeschnittener Sichtschutz. Die Blütenstände eignen sich für Trockensträuße.
Wissenswertes
- Chinaschilf wird wegen seines schnellen Wachstums und hohen Ertrags als Energiepflanze zur Biomasseproduktion erforscht.
- Im Winter zählen die bereiften, trockenen Blütenstände des Chinaschilfs zu den dekorativsten Elementen des Gartens.
Häufige Fragen
Wann schneidet man Chinaschilf zurück?
Im zeitigen Frühjahr, bevor neue Triebe erscheinen – die vorjährigen Halme knapp über dem Boden abschneiden. Im Winter sollte man sie stehen lassen, da sie den Garten zieren und den Horst vor Frost schützen.
Ist Chinaschilf invasiv?
Die meisten Gartensorten wachsen langsam und bilden kompakte Horste. Manche Arten können sich in wärmerem Klima aussamen, weshalb man bewährte, wenig aussamende Sorten wählen sollte.
Warum fällt mein Chinaschilf auseinander und neigt sich zur Seite?
Die häufigste Ursache ist ein zu nährstoffreicher Boden oder Stickstoffüberschuss, der zum Umknicken der Halme führt, sowie zu starke Beschattung. Chinaschilf wächst am kompaktesten in voller Sonne auf mäßig nährstoffreichem Boden.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Miscanthus sinensisInstitution / Botanischer Garten
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