Kurz gefasst
- Braucht volle Sonne — die Blüten öffnen sich nur an sonnigen Tagen.
- Trockenheitsliebend und dank der fleischigen Blätter sehr austrocknungsresistent.
- Leichter, sandiger und durchlässiger Boden; verträgt keine Überwässerung.
- Blüht von Juni bis September in einer reichen Farbpalette.
- Wird einjährig kultiviert, vermehrt sich leicht aus Samen und Selbstaussaat.
- Ideal für Steingärten, trockene Böschungen, Kästen und Kübel.
Botanische Daten
- Familie
- Portulacaceae (Portulacaceae)
- Höhe
- 0.1–0.2 m
- Breite
- 0.2–0.3 m
- Wuchsform
- Kriechend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne
- Boden
- Sandig, Humos
- pH-Wert
- pH 5.5–7.5
- Feuchtigkeit
- Trocken, Mäßig
- Blütezeit
- Juni–September
- Winterhärte
- —
- Vermehrung
- Aus Samen, Aus Stecklingen
Merkmale
Sie bildet niedrige, ausladende Teppiche von 10–20 cm Höhe. Die walzenförmigen, fleischigen Blätter ähneln kleinen Nadeln und speichern Wasser. Die 2–3 cm großen Blüten, einfach oder gefüllt, haben seidige Blütenblätter in Rot-, Rosa-, Gelb-, Weiß- und Orangetönen.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Die fleischigen Blätter speichern Wasser, wodurch die Pflanze Trockenheit hervorragend verträgt. Selten gießen, erst nach dem Abtrocknen des Substrats — ein Übermaß an Feuchtigkeit führt zu Fäulnis.
Düngung
Sparsam — auf zu nährstoffreichem Boden treibt die Pflanze ins Laub auf Kosten der Blüten.
Pflanzung
Leichtes, sandiges und sehr durchlässiges Substrat; auf schweren Böden Sand oder Kies beimischen.
Schnitt
Die Pflanze reinigt sich selbst von verblühten Blüten; übermäßig lange Triebe können zur Verdichtung eingekürzt werden.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Ein sukkulenter Begleiter trockener, sonniger Plätze mit identischen Boden- und Wasseransprüchen — zusammen bilden sie einen farbigen, trockenheitsliebenden Teppich.
Beide Arten speichern Wasser in fleischigen Organen und kommen im Steingarten sowie in den trockenen Fugen sonniger Mäuerchen bestens zurecht.
Eine niedrige, teppichbildende Pflanze mit ähnlichen Sonnenansprüchen, hervorragend für Einfassungen und trockene Rabatten neben dem Portulakröschen.
Schlechte Nachbarschaft
Die Funkie braucht Schatten und ständig feuchten Boden, das Portulakröschen dagegen volle Sonne und Trockenheit — ihre Bedürfnisse sind extrem gegensätzlich und für einen gemeinsamen Standort ungeeignet.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Leicht | Enthält Oxalate; im Gegensatz zum Portulak (Portulaca oleracea) wird sie nicht als Gemüse angebaut und sollte nicht gegessen werden. |
| Hunde | Leicht | Der Verzehr größerer Mengen kann durch die Oxalate eine Reizung des Verdauungstrakts hervorrufen. |
| Katzen | Leicht | — |
Geschichte und Herkunft
In die europäischen Gärten gelangte sie im 19. Jahrhundert aus Südamerika. Wegen ihrer geringen Ansprüche und farbigen Blüten gewann sie rasch an Beliebtheit als Pflanze für trockene, schwierige Standorte.
Verwendung
Hervorragend für sonnige Steingärten, trockene Mäuerchen, Beeteinfassungen sowie für Kästen und Kübel auf voll besonnten Balkonen. Sie bewährt sich dort, wo andere Blumen unter Trockenheit und Hitze leiden.
Wissenswertes
- Die Blüten schließen sich an bewölkten Tagen und am Abend und öffnen sich erst, wenn die Sonne scheint.
- Der englische Name moss rose (Moosröschen) spielt auf die kleinen, nadelförmigen Blätter an, die an Moos erinnern.
Häufige Fragen
Warum sind die Blüten des Portulakröschens geschlossen?
Das ist ein normales Verhalten dieser Pflanze. Die Blüten öffnen sich ausschließlich in voller Sonne und bleiben an bewölkten Tagen sowie am Nachmittag geschlossen. Es genügt, ihr den sonnigsten Platz im Garten zu geben.
Wie oft muss man das Portulakröschen gießen?
Sehr selten. Die fleischigen Blätter speichern Wasser, sodass die Pflanze Trockenheit hervorragend verträgt. Gieße erst, wenn das Substrat vollständig abgetrocknet ist — ein Überschuss an Feuchtigkeit ist für sie gefährlicher als ein Mangel.
Ist das Portulakröschen essbar?
Sie sollte nicht gegessen werden. Es handelt sich um eine oxalathaltige Zierart, die nicht mit dem essbaren Portulak (Portulaca oleracea) zu verwechseln ist, der als Blattgemüse angebaut wird.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- Missouri Botanical Garden — Portulaca grandifloraInstitution / Botanischer Garten
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