Kurz gefasst
- Vollständig untergetauchte Pflanze mit quirlständigen, gabelig geteilten Blättern.
- Bildet keine echten Wurzeln — sie schwimmt oder verankert sich locker im Schlamm.
- Reichert das Wasser mit Sauerstoff an und konkurriert mit Algen um Nährstoffe, wodurch sie die Algenblüte begrenzt.
- Sehr leicht und schnell — vermehrt sich durch Fragmentierung der Triebe.
- Überwintert am Grund als Dauerknospen (Turionen).
Botanische Daten
- Familie
- Ceratophyllaceae (Ceratophyllaceae)
- Höhe
- 0.3–2 m
- Breite
- 0.3–1 m
- Wuchsform
- —
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- —
- pH-Wert
- Neutral (pH 6,5–7,2), Alkalisch (pH > 7,2)
- Feuchtigkeit
- Nass
- Blütezeit
- —
- Winterhärte
- USDA 4a–11a
- Vermehrung
- Durch Teilung
Merkmale
Lange, brüchige Triebe tragen Wirtel steifer, dunkelgrüner Blätter, die gabelig in schmale Abschnitte geteilt sind. Die Pflanze bildet keine Wurzeln; sie nimmt Wasser und Nährstoffe über die gesamte Oberfläche auf. Kleine, unscheinbare Blüten entwickeln sich und werden unter Wasser bestäubt, weshalb sie für den Betrachter unsichtbar bleiben.
Anbau und Pflege
Düngung
Nimmt die Nährstoffe direkt aus dem Wasser auf; im Gartenteich ist eine Düngung unnötig und fördert Algen.
Pflanzung
Erfordert kein Pflanzen in Substrat — das Büschel wird ins Wasser geworfen oder locker beschwert, die Pflanze schwimmt und verankert sich selbst.
Schnitt
Überschüssige Triebe herausfischen und ausdünnen; jedes abgerissene Fragment kann eine neue Pflanze bilden.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Der schwimmende Froschbiss beschattet die Wassersäule von oben, während das untergetauchte Hornblatt sie von innen mit Sauerstoff versorgt — zusammen begrenzen sie Algen.
Die Blätter der Seerose beschatten die Oberfläche und begrenzen so Algen, während das Hornblatt die Reinigung und Sauerstoffanreicherung des Wassers in der Tiefe ergänzt.
Schlechte Nachbarschaft
Das Hornblatt wächst sehr schnell und dicht — es kann schwächere untergetauchte Pflanzen beschatten und überwuchern.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Eine der am häufigsten verwendeten Sauerstoffpflanzen in Gartenteichen und Aquarien. Ihre Beliebtheit beruht auf ihrer Zuverlässigkeit: Sie wächst unter einem breiten Spektrum von Bedingungen, ohne Substrat und Düngung.
Verwendung
Für Teiche und Aquarien als Sauerstoff- und Wasserreinigungspflanze; sie bietet Fischen zudem Versteck und Laichplatz sowie Kleinlebewesen Unterschlupf.
Wissenswertes
- Sie gibt Stoffe ab, die die Entwicklung von Algen hemmen, was sie zu einem natürlichen Verbündeten im Kampf gegen trübes, grünes Wasser macht.
- Für den Winter bildet sie dichte Dauerknospen (Turionen), die auf den Grund absinken und im Frühjahr die Pflanze wieder aufbauen.
Häufige Fragen
Muss man das Hornblatt in Substrat pflanzen?
Nein. Das Hornblatt hat keine Wurzeln und lebt frei im Wasser — es genügt, ein Büschel ins Wasser zu geben. Man kann es locker beschweren oder die Enden zwischen Steine schieben, pflanzt es aber nicht wie wurzelnde Pflanzen in die Erde.
Hilft das Hornblatt gegen Algen im Gartenteich?
Ja. Es entzieht dem Wasser rasch die Nährstoffe, die es den Algen wegnimmt, und gibt zusätzlich Stoffe ab, die deren Entwicklung hemmen. Dadurch wird das Wasser oft klarer. Damit es wirkt, braucht es allerdings eine ausreichende Menge — ein einzelner Zweig genügt nicht.
Was geschieht mit dem Hornblatt im Winter?
Am Ende der Saison bildet das Hornblatt dichte Dauerknospen (Turionen) und stirbt ab, während die Turionen auf den Grund des Gewässers sinken. Dort überwintern sie sicher und stellen die Pflanze im Frühjahr wieder her, weshalb sich die Art in unseren Teichen ohne Hilfe hält.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO) — Ceratophyllum demersumDatenbank (GBIF, POWO…)
- GBIF — Ceratophyllum demersumDatenbank (GBIF, POWO…)
Meine Notiz
Private Notiz zu dieser Pflanze — in deinem Browser gespeichert.