Kurz gefasst
- Standort: Sonne oder Halbschatten unter Laubbäumen, feuchter, humoser, am besten kalkhaltiger Boden.
- Blüht im Februar und März und liefert Bienen frühen Pollen.
- Bildet goldene Teppiche und versamt sich reichlich.
- Giftpflanze — enthält herzwirksame Glykoside.
- Trockene Knollen wachsen schlecht an; besser Pflanzen mit grünem Laub setzen.
Botanische Daten
- Familie
- Ranunculaceae (Ranunculaceae)
- Höhe
- 0.05–0.15 m
- Breite
- 0.05–0.1 m
- Wuchsform
- Kriechend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Humos, Kalkhaltig, Lehmig
- pH-Wert
- pH 6.5–7.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- Februar–März
- Winterhärte
- USDA 4a–7b
- Vermehrung
- Aus Zwiebeln / Knollen, Aus Samen
Merkmale
Aus der kleinen, dunklen Knolle wächst eine einzelne Blüte, gestützt von einem charakteristischen, grünen Kragen aus tief eingeschnittenen Blättern. Die glänzenden, gelben Blüten öffnen sich in der Sonne und schließen sich an trüben und frostigen Tagen. Nach der Blüte zieht die Pflanze rasch ein und geht in die Sommerruhe über.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Im Frühjahr, während des Wachstums, sollte der Boden feucht sein. Im Sommer ruhen die Knollen und vertragen Trockenheit im Baumschatten — Gießen ist dann überflüssig.
0Düngung
Eine dünne Schicht Laubkompost; der Winterling wächst gut auf humosem, kalkhaltigem Boden ohne intensive Düngung.
Pflanzung
Feuchter, humoser Boden unter im Frühjahr blattlosen Bäumen. Trockene Knollen wachsen schlecht an — vor dem Pflanzen sollte man sie einen Tag lang wässern.
Schnitt
Nur die verblühten Blüten entfernen, wenn man die Selbstaussaat begrenzen will; das Laub einziehen lassen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Das berühmteste Paar des Vorfrühlings — die gelben Winterling-Blüten und die weißen Schneeglöckchen blühen gleichzeitig und bilden einen bunten Teppich.
Die intensiv blauen Blausterne und der gelbe Winterling ergeben im zeitigen Frühjahr einen starken Farbkontrast und mögen dieselben lichten Standorte.
Beide Geophyten verwildern unter Bäumen und verlängern die früheste Blütezeit des Beetes.
Schlechte Nachbarschaft
Der Winterling braucht Frühlingssonne, bevor die Laubbäume ergrünen; der ständige Schatten von Nadelgehölzen verhindert Blüte und Verwilderung.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Mäßig | Die ganze Pflanze enthält herzwirksame Glykoside; der Verzehr droht mit Erbrechen, Durchfall und Herzrhythmusstörungen. |
| Hunde | Mäßig | Der Verzehr von Knollen oder Blättern verursacht Erbrechen, Durchfall und Herzstörungen. |
| Katzen | Mäßig | — |
Geschichte und Herkunft
Der Winterling wurde in Kloster- und Bauerngärten Südeuropas seit Langem als Frühlingsbote gepflanzt. Aus der Kultur breitete er sich nach Norden aus, wo er heute in vielen Parks und Wäldern ausgedehnte, natürliche Bestände bildet.
Verwendung
Zur Verwilderung unter Laubbäumen, an Gebüschrändern, in Parks und Waldgärten. Am schönsten wirkt er in Massen gepflanzt, zusammen mit Schneeglöckchen und Blausternen, mit denen er bunte Vorfrühlingsbilder ergibt.
Wissenswertes
- Der Gattungsname Eranthis leitet sich von den griechischen Wörtern für Frühling und Blume ab.
- Die Blüten öffnen sich erst bei ausreichend hoher Temperatur und schützen so den Pollen vor Frost.
Häufige Fragen
Warum treiben die gekauften Winterling-Knollen nicht aus?
Trockene Winterling-Knollen trocknen leicht aus und wachsen schlecht an. Man sollte sie vor dem Pflanzen einen Tag lang wässern; am sichersten ist das Verpflanzen von Pflanzen mit grünem Laub, direkt nach der Blüte.
Ist der Winterling giftig?
Ja. Die ganze Pflanze enthält herzwirksame Glykoside und ist nach Verzehr sowohl für Menschen als auch für Haustiere giftig. Man sollte sie mit Bedacht pflanzen.
Wie regt man den Winterling zum Versamen und zur Teppichbildung an?
Der Schlüssel ist die Selbstaussaat: Verblühte Blüten sollte man stehen lassen, damit sie Samen ansetzen, und das abgefallene Laub nicht wegrechen. Am besten verwildert der Winterling unter Laubbäumen auf feuchtem, humosem und kalkhaltigem Boden. Die Sämlinge blühen erst nach einigen Jahren, daher braucht man etwas Geduld.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Eranthis hyemalisInstitution / Botanischer Garten
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