Kurz gefasst
- Standort: Sonne oder Halbschatten, durchlässiger, humoser Boden.
- Blüht im März und April in einem der reinsten Blautöne unter den Frühjahrszwiebeln.
- Bürgert sich leicht ein und versamt sich, wobei mit der Zeit dichte Teppiche entstehen.
- Sehr frosthart — verträgt Fröste bis USDA-Zone 3.
- Leicht giftig — die Zwiebeln enthalten Glykoside.
Botanische Daten
- Familie
- Asparagaceae (Asparagaceae)
- Höhe
- 0.1–0.2 m
- Breite
- 0.05–0.08 m
- Wuchsform
- Horstbildend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Humos, Lehmig, Sandig
- pH-Wert
- pH 6–7.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- März–April
- Winterhärte
- USDA 3a–8b
- Vermehrung
- Aus Zwiebeln / Knollen, Aus Samen
Merkmale
Aus der kleinen Zwiebel treiben 2–4 schmale, rinnenförmige Blätter sowie niedrige Blütenstiele von 10–20 cm Höhe. Jeder Stiel trägt mehrere sternförmige, leicht nickende Blüten mit sechs Blütenblättern in einem satten, saphirblauen Ton mit einem dunkleren Streifen in der Mitte. Nach der Blüte zieht die Pflanze rasch ein, und die Zwiebeln ruhen bis zum nächsten Frühjahr im Boden.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Während des Wachstums, vom Spätwinter bis zum Frühjahr, sollte der Boden mäßig feucht sein. Im Sommer ruhen die Zwiebeln und vertragen Trockenheit — zusätzliches Gießen ist dann überflüssig und fördert Fäulnis.
0Düngung
Eine dünne Schicht Kompost; der Blaustern braucht keine intensive Düngung.
Pflanzung
Die Zwiebeln werden im Herbst etwa 8 cm tief in durchlässigen, humosen Boden gesetzt; am besten in großen Gruppen dort, wo sich die Pflanze frei einbürgern kann.
Schnitt
Nur die verblühten Blütenstände entfernen; die Blätter bis zum natürlichen Einziehen stehen lassen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Beide blühen im zeitigsten Frühjahr und bürgern sich an denselben Stellen ein — weiße Schneeglöckchen und saphirblauer Blaustern bilden einen kontrastreichen Teppich unter blattlosen Bäumen.
Beide Arten bürgern sich gern in Rasenflächen und unter Bäumen ein, und die ähnliche Blütezeit ergibt ein farbiges Mosaik.
Höhere Narzissen ragen über den niedrigen, blauen Teppich des Blausterns hinaus und verlängern die Zierwirkung des Frühjahrsbeetes.
Schlechte Nachbarschaft
Ein dichter, immergrüner Teppich erschwert das Durchdringen der Blüten und verhindert die natürliche Selbstaussaat des Blausterns.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Leicht | Die Zwiebeln und übrigen Teile enthalten Glykoside; der Verzehr kann Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen. |
| Hunde | Leicht | Das Fressen der Zwiebeln verursacht Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall. |
| Katzen | Leicht | — |
Geschichte und Herkunft
Trotz ihres Artnamens stammt die Pflanze nicht aus Sibirien, sondern aus dem Kaukasus, Kleinasien und Südrussland. In der Gartenkultur ist sie seit dem 19. Jahrhundert bekannt und verbreitete sich rasch als eine der pflegeleichtesten und günstigsten sich einbürgernden Frühjahrszwiebeln.
Verwendung
Ideal zur Einbürgerung unter Laubbäumen, in Rasenflächen, auf Steingärten und an Beeträndern. Am schönsten wirkt sie in großen Gruppen gepflanzt, zusammen mit anderen frühen Frühjahrszwiebeln, mit denen sie vielfarbige Teppiche bildet.
Wissenswertes
- Entgegen dem Beinamen siberica kommt die Art in Sibirien nicht natürlich vor — ihre Heimat ist die Kaukasusregion und Kleinasien.
- Die Blüten öffnen sich in der Sonne weiter, während sie bei bewölktem Wetter und nachts geschlossen bleiben und stärker nicken.
Häufige Fragen
Stammt der Sibirische Blaustern aus Sibirien?
Nein. Trotz des Artnamens siberica kommt die Pflanze natürlich im Kaukasus, in der Türkei und in Südrussland vor, nicht in Sibirien — der Name ist ein historisches Missverständnis.
Wie schnell breitet sich der Blaustern aus?
Sehr bereitwillig — er vermehrt sich sowohl über Tochterzwiebeln als auch durch Selbstaussaat. Unter günstigen Bedingungen bildet er innerhalb weniger Jahre einen dichten, blauen Teppich, weshalb man ihn dort pflanzt, wo er sich frei ausbreiten darf.
Ist der Sibirische Blaustern giftig?
Ja, leicht. Die Zwiebeln und übrigen Teile enthalten Glykoside, die nach dem Verzehr Magen-Darm-Beschwerden bei Menschen und Haustieren auslösen können.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Scilla sibericaInstitution / Botanischer Garten
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