Kurz gefasst
- Ein Nadelbaum, der im Winter die Nadeln abwirft — ähnlich wie die Lärche, aber aus der Familie der Zypressengewächse.
- Sehr schnelles Wachstum, in der Jugend bis zu einem Meter pro Jahr.
- Verträgt feuchte und sogar zeitweise überflutete Standorte — eine Seltenheit unter Nadelbäumen.
- Bekannt als „lebendes Fossil“ — bis in die 1940er Jahre als ausgestorben angesehen.
- Ein großer Baum — er benötigt einen geräumigen Standort, am besten in Wassernähe.
Botanische Daten
- Familie
- Cupressaceae (Cupressaceae)
- Höhe
- 25–40 m
- Breite
- 6–10 m
- Wuchsform
- Kegelförmig
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Lehmig, Humos, Torfig
- pH-Wert
- pH 5–7.5
- Feuchtigkeit
- Feucht, Nass
- Blütezeit
- Februar–März
- Winterhärte
- USDA 5a–8a
- Vermehrung
- Aus Samen, Aus Stecklingen
Merkmale
Bildet eine schlanke, kegelförmige bis säulenförmige Krone mit einem leicht gerippten, rötlich-braunen Stamm, der bei älteren Bäumen charakteristisch am Fuß verbreitert ist. Die flachen, weichen Nadeln stehen gegenständig an dünnen Trieben und verfärben sich im Herbst orangebraun, bevor sie zusammen mit ganzen Zweigen abfallen.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Im Gegensatz zu den meisten Nadelbäumen verträgt er zeitweise vernässten und sogar flach überstauten Boden gut. Anhaltende Trockenheit erträgt er hingegen nicht.
Düngung
Mäßige Gaben — auf fruchtbarem, feuchtem Boden wächst die Pflanze ohnehin sehr schnell.
Pflanzung
Fruchtbarer, feuchter Boden, am besten in Wassernähe oder an einem Standort mit erhöhter Feuchtigkeit — er verträgt sogar zeitweise Überflutung.
Schnitt
Nur trockene und beschädigte Äste entfernen, junge Bäume in den ersten Jahren formen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Beide Arten vertragen feuchte und sogar zeitweise vernässte Standorte gut — eine hervorragende Kombination am Gartenteich oder an einer feuchten Böschung.
In der Nähe eines Teichs verträgt der Urweltmammutbaum einen hohen Grundwasserstand ähnlich wie die im Wasser wachsende Seerose.
Schlechte Nachbarschaft
Lavendel benötigt trockenen, durchlässigen Boden — der feuchte, schwerere Standort, den der Urweltmammutbaum bevorzugt, würde rasch zur Fäulnis seiner Wurzeln führen.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Die Art war Paläobotanikern von fossilen Abdrücken aus Zeiten vor Millionen Jahren bekannt und galt als längst ausgestorben. 1944 wurde eine kleine, lebende Population in einem abgelegenen Tal der chinesischen Provinz Hubei entdeckt und 1948 formell beschrieben. Die damals vom Arnold Arboretum an botanische Gärten in aller Welt versandten Samen begründeten die Kultur der Art außerhalb Chinas — eine der aufsehenerregendsten botanischen Entdeckungen des 20. Jahrhunderts.
Verwendung
Große Parks, Alleen und Flächen am Wasser, wo er seine Toleranz gegenüber feuchtem Boden gut ausnutzt. Für kleinere Gärten wegen seiner endgültigen Größe wenig geeignet, es sei denn, man wählt eine langsamer wachsende Sorte.
Wissenswertes
- Der Urweltmammutbaum ist eines der berühmtesten „lebenden Fossilien“ der Pflanzenwelt — er wurde zuerst anhand fossiler Abdrücke beschrieben, bevor lebende Bäume entdeckt wurden.
- In der Natur wächst er heute nur in einer einzigen, kleinen Region Chinas und ist dort eine gefährdete Art, obwohl er in Kultur weltweit häufig ist.
- Er ist eng mit den amerikanischen Mammutbäumen und der Sumpfzypresse verwandt, mit der er die Toleranz gegenüber feuchten Standorten teilt.
Häufige Fragen
Warum verliert der Urweltmammutbaum im Winter die Nadeln, obwohl er ein Nadelbaum ist?
Das ist eine natürliche Eigenschaft der Art — der Urweltmammutbaum ist, ähnlich wie die Lärche, ein Nadelbaum, der im Winter das gesamte Laub abwirft. Im Frühjahr treibt er neue, hellgrüne Nadeln aus.
Was bedeutet die Bezeichnung des Urweltmammutbaums als „lebendes Fossil“?
Die Art war der Wissenschaft ausschließlich von fossilen Abdrücken aus Zeiten vor Millionen Jahren bekannt und galt als ausgestorben, bis 1944 in China eine lebende Population entdeckt wurde. Das ist eine der spektakulärsten Entdeckungen der Botanikgeschichte.
Eignet sich der Urweltmammutbaum für einen durchschnittlichen Garten?
Er wächst sehr schnell und erreicht letztlich mehrere Dutzend Meter Höhe, weshalb er sich besser für große Parks und an Gewässern bewährt als in kleinen Hausgärten.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO) — Metasequoia glyptostroboidesDatenbank (GBIF, POWO…)
- Missouri Botanical Garden — Metasequoia glyptostroboidesInstitution / Botanischer Garten
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