Duftender Drachenbaum

Dracaena fragrans · Corn plant (EN) · Duftender Drachenbaum (DE)

Der Duftende Drachenbaum (Dracaena fragrans) ist eine immergrüne Zimmerpflanze aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae), die verholzte Stämme bildet, gekrönt von Rosetten aus breiten, bogig überhängenden und glänzenden Blättern. Die beliebteste Sorte ‚Massangeana‘, bekannt als „Glücksbaum“, trägt Blätter mit einem breiten gelbgrünen Streifen in der Mitte. In der Natur des tropischen Afrikas wächst sie zu einem mehrere Meter hohen Baum heran, in der Zimmerkultur erreicht sie meist 1–2 m und zählt zu den anspruchslosesten Büropflanzen.

Halbschatten/Schatten Mäßig Wasser USDA 11a–11b Giftig
Bewässerungsrechner

Kurz gefasst

  • Die archetypische Büropflanze — sie verträgt Halbschatten, Kunstlicht und die trockene Luft beheizter Innenräume.
  • Breite, bogige Blätter mit gelbem Streifen unterscheiden sie vom schmalblättrigen, rot berandeten Drachenbaum (D. marginata).
  • Sie bildet verholzte Stämme, die oft in mehreren Etagen unterschiedlicher Höhe in einem Topf gepflanzt werden.
  • Giftig für Hunde und Katzen (Saponine) — nicht in Reichweite von Tieren stellen, die an den Blättern knabbern.
  • Empfindlich gegen Fluor und Chlor aus dem Leitungswasser sowie gegen Staunässe — braune Blattspitzen sind ein typisches Anzeichen.

Botanische Daten

Familie
Asparagaceae (Asparagaceae)
Höhe
0.6–2 m
Breite
0.4–0.9 m
Wuchsform
Aufrecht
Wuchsgeschwindigkeit
Langsam
Standort
Halbschatten, Schatten
Boden
Humos
pH-Wert
pH 6–7
Feuchtigkeit
Mäßig
Blütezeit
Winterhärte
USDA 11a–11b
Vermehrung
Aus Stecklingen

Merkmale

Der Duftende Drachenbaum bildet einen oder mehrere aufrechte, verholzte Stämme (Rohrstämme genannt), von denen jeder von einer Rosette dicht sitzender Blätter gekrönt wird; ältere Exemplare geben den nackten, hellbraunen Stamm frei, der mit Narben abgefallener Blätter bedeckt ist. Die Blattspreiten sind breit lanzettlich, bogig überhängend und glänzend, an der Basis den Trieb umfassend, 20–100 cm lang und 3–10 cm breit — deutlich breiter als die schmalen, rot berandeten Blätter des Drachenbaums D. marginata, der eine eigene Art ist. Es ist wissenswert, dass frühere Sorten, die zu „Dracaena deremensis“ gezählt wurden (z. B. ‚Warneckii‘, ‚Janet Craig‘ sowie die zwergige ‚Compacta‘), heute nach POWO/Kew ein Synonym von D. fragrans sind — daher ihre Zugehörigkeit zu dieser Art trotz schmalerer, steiferer Blätter. Die typische Art hat einheitlich dunkelgrüne Blätter, im Handel dominiert jedoch die Sorte ‚Massangeana‘ mit einem breiten gelbgrünen Streifen, der entlang der Mittelrippe verläuft. Die Pflanze wächst langsam und treibt nur wenige neue Blätter pro Jahr; die untersten trocknen allmählich ein und fallen ab, wodurch sich der Stamm verlängert und „aufstockt“. Um eine wirkungsvolle, mehretagige Wuchsform zu erzielen, pflanzt man in einen Topf meist mehrere Stämme unterschiedlicher Höhe. Das Wurzelsystem ist flach, mit dicken, orangefarbenen Wurzeln. Blüten erscheinen in der Zimmerkultur selten und unregelmäßig: klein, weißcremefarben, in hängenden Rispen zusammengefasst, verströmen sie einen intensiven, süßen Duft, der sich am Abend verstärkt — daher der Beiname fragrans, also duftend. Die Pflanze ist empfindlich gegen Fluor und Chlor im Leitungswasser sowie gegen Überdüngung, was sich durch Braunwerden der Blattspitzen und -ränder zeigt.

Beliebte Sorten

‘Massangeana’
Die beliebteste Handelssorte, bekannt als „Glücksbaum“: breite Blätter mit einem deutlichen gelbgrünen Streifen entlang der Blattmitte. Vor allem sie verleiht der Art die charakteristische, mehretagige Wuchsform, gepflanzt aus mehreren Stämmen unterschiedlicher Höhe.
‘Lindenii’
Umgekehrte Farbanordnung als bei ‚Massangeana‘ — cremegelbe Streifen verlaufen entlang der Blattränder, während die Mitte grün bleibt.
‘Compacta’
Zwergige Sorte mit kurzen, dunkelgrünen Blättern, die zu dichten, steifen Rosetten zusammengefasst sind; sie wächst sehr langsam und bleibt niedrig, gut für Schreibtisch oder Fensterbank. Früher zu „D. deremensis“ gezählt, heute in D. fragrans eingegliedert.
‘Victoria’
Kompakte Sorte mit breitem, goldgelbem Mittelstreifen und schmalerer Rosette; langsam wachsend und seltener im Handel als ‚Massangeana‘.

Anbau und Pflege

Bewässerung

Mäßig gießen und dabei die oberste Substratschicht zwischen den Wassergaben antrocknen lassen. Überwässerung und anhaltende Nässe im Substrat führen zu Wurzelfäule — der häufigsten Ursache für den Verlust der Pflanze. Empfindlich gegen Fluor und Chlor aus dem Leitungswasser, daher ist abgestandenes Wasser oder Regenwasser besser.

Im Sommer alle ~7 Tage · Trockenheitstoleranz: Mittel

Düngung

In niedriger Konzentration anwenden; ein Düngerüberschuss verstärkt das Braunwerden der Blattränder. Im Winter nicht düngen.

alle 2–4 Wochen vom Frühjahr bis zum Frühherbst · nawóz do roślin zielonych

Pflanzung

Durchlässiges Zimmerpflanzensubstrat mit Perlit-Zusatz, in einem Topf mit Abzugslöchern. Der Drachenbaum verträgt einen etwas engen Topf gut.

Zeitpunkt: Umtopfen alle 2–3 Jahre, im Frühjahr

Schnitt

Der Stamm lässt sich mit einem scharfen, sauberen Werkzeug auf beliebiger Höhe zurückschneiden. Unterhalb des Schnitts treiben nach einigen Wochen neue Blattrosetten aus, und die abgeschnittene Spitze eignet sich als Steckling.

Zeitpunkt: Im Frühjahr oder Sommer, während der Wachstumsphase — vor allem, um einen zu hohen Stamm einzukürzen. · Achtung: Nicht bei niedriger Temperatur schneiden und die Pflanze nach dem Schnitt nicht überwässern — mit weniger Blättern nimmt sie deutlich weniger Wasser auf.

Begleitpflanzen

Gute Nachbarschaft

Andere Blattpflanzen mit ähnlichen Ansprüchen (Einblatt, Philodendron)Praktische Beobachtung

Grupowanie roślin lubiących rozproszone światło i umiarkowaną wilgotność powietrza ułatwia jednolitą pielęgnację i utrzymanie mikroklimatu.

Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.

Krankheiten und Schädlinge

Wurzelfäule (Phytophthora-Fäule)

Die Krankheit entwickelt sich in zu nassem, schlecht durchlüftetem Substrat und befällt die Wurzeln sowie die Triebbasis. Die Wurzeln werden braun, faulen und verlieren die Rinde, die sich leicht abziehen lässt, und an der Stängelbasis entsteht eine dunkle, wässrige Fäule. Der oberirdische Teil welkt, vergilbt und stirbt trotz feuchter Erde ab – ein typisches Symptom, denn die geschädigten Wurzeln nehmen kein Wasser mehr auf. Besonders gefährdet sind Zimmerpflanzen, Sukkulenten und Kakteen (bei Überwässerung) sowie im Freiland Nadelgehölze, Rhododendren, Heidekrautgewächse und Erdbeeren auf staunassen Standorten. Der Prozess beginnt unauffällig an den Wurzelhaaren und Wurzelspitzen, die sich dunkel verfärben und absterben, woraufhin die Fäule zu den Skelettwurzeln und zum Wurzelhals fortschreitet. Gesunde, helle, aktive Wurzeln verschwinden – es bleibt eine dunkle, braunrostige oder schwärzliche, wässrige Masse, und die äußere Rindenschicht der Wurzel lässt sich wie ein Handschuh abstreifen und legt den verfärbten Zentralzylinder frei. Bei Bäumen und Sträuchern zeigt sich der Befall von Wurzelhals und Stammbasis (Stammgrundfäule) als dunkler, oft herablaufender Fleck, mitunter mit Ausfluss, und die Rinde ist an dieser Stelle feucht und eingesunken; bei Nadelgehölzen und Rhododendren beobachtet man ein Braunwerden und Absterben von unten oder aus der Kronenmitte bei noch feuchtem Boden. Charakteristisch ist das nesterweise (herdförmige) Auftreten der Symptome im Beet – dort, wo sich Wasser und Erreger örtlich ansammeln. Es lohnt sich, die beiden verursachenden Eipilz-Gattungen zu unterscheiden: Pythium befällt hauptsächlich Sämlinge und Feinwurzeln und verursacht Umfallkrankheit und Wurzelfäule in kühlem, nassem Substrat, während Phytophthora auch ältere, verholzte Pflanzen, Skelettwurzeln und den Wurzelhals angreift, stärker in wärmerem, mit Wasser gesättigtem Boden. Entscheidend für die Diagnose ist der Widerspruch der Symptome: Die Pflanze welkt und wirkt „trocken“, obwohl das Substrat nass ist – dies ist die Folge der zerstörten Wurzeln, nicht eines Wassermangels.

Spinnmilben

Winzige (0,3–0,5 mm) Spinnentiere, mit bloßem Auge kaum zu erkennen, die an der Blattunterseite saugen. Symptome: feine helle Sprenkel (Einstichstellen), mit der Zeit werden die Blätter grau, vergilben und vertrocknen. Bei starkem Befall zeigt sich ein feines Gespinst. Warme, trockene Luft fördert die Entwicklung — ein häufiges Problem bei Zimmerpflanzen im Winter in der Nähe von Heizkörpern. Spinnmilben sind keine Insekten, sondern Milben aus der Familie Tetranychidae — erwachsene Tiere haben 8 Beine (Larven nur 6). Am häufigsten tritt in Kulturen die Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae) auf: gelbgrüne Weibchen tragen an den Körperseiten zwei dunkle Flecken, überwinternde Weibchen verfärben sich orangerot. In Obstgärten ist die Obstbaumspinnmilbe (Panonychus ulmi) verbreitet, deren rote Eier gehäuft an der Triebrinde überwintern. Fraßmechanismus: Die Milben stechen die Zellen der Epidermis und des Mesophylls an der Blattunterseite an und saugen deren Inhalt aus, und die entleerten Zellen füllen sich mit Luft — daher die charakteristische, silbrig-graue, feine Sprenkelung, die von der Blattoberseite sichtbar ist (ähnelt einer mosaikartigen Verfärbung). Bei hoher Dichte werden die Blätter braun, rollen sich ein und fallen vorzeitig ab, und die ganze Pflanze schwächt sich und verliert an Zuwachs. Ein dichtes Gespinst zwischen Blättern und Triebspitzen erscheint erst bei fortgeschrittenem Befall und ist ein Signal für die Gefahr einer Verschleppung des Schädlings auf benachbarte Pflanzen. Der Entwicklungszyklus ist bei Wärme und Trockenheit sehr schnell — bei einer Temperatur von 25–30°C kann sich eine Generation in 1–2 Wochen abschließen, daher zahlreiche Generationen pro Saison und ein rasantes, exponentielles Anwachsen der Population. Die Weibchen legen kugelige, durchsichtige Eier an der Blattunterseite ab. Es überwintern begattete Weibchen (in Rindenritzen, Streu und Pflanzenresten) oder — bei der Obstbaumspinnmilbe — die Eier an der Rinde. Ein früher Befall wird leicht übersehen; bei der Diagnose hilft das Abschütteln eines Blattes über einem weißen Blatt Papier (wandernde Pünktchen werden sichtbar) oder das Betrachten der Blattunterseite mit einer Lupe.

Deckel- und Napfschildläuse

Unbewegliche, braune oder gelbliche Schilde (1–4 mm), die an Stängeln und der Blattunterseite haften, besonders entlang der Blattadern. Leicht mit Auswüchsen an der Pflanze zu verwechseln. Sie saugen Pflanzensaft, verursachen Vergilbung und Schwächung und scheiden klebrigen Honigtau aus. Häufig an Ficus, Orchideen und Pflanzen mit festen Blättern. Der Sammelname umfasst zwei Gruppen mit unterschiedlicher Biologie. Die Deckelschildläuse (Diaspididae) besitzen einen harten, vom Körper getrennten Wachsschild, den man anheben kann — darunter kommt ein winziges, bein- und flügelloses Weibchen zum Vorschein; sie scheiden keinen Honigtau aus. Die Napfschildläuse (Coccidae) haben eine gewölbte, napfförmige, mit dem Körper verwachsene Hülle und sind es, die ihn reichlich absondern. Der klebrige Honigtau — die Domäne der Napfschildläuse und anderer honigtaubildender Schildläuse, nicht der Deckelschildläuse — lagert sich auf den Blättern ab und lockt Schwärzepilze (Rußtau, Rußtaupilzbelag) sowie Ameisen an, die die Kolonie vor Fressfeinden verteidigen. Das einzige bewegliche saugende Stadium ist die wandernde Larve (der sogenannte Crawler) — eine flache, winzige Larve, die nach dem Schlupf unter dem Schild der Mutter über die Pflanze auswandert, sich dann festsetzt, den Stechrüssel in die Leitgewebe treibt und die Beweglichkeit verliert; die erwachsenen Weibchen bleiben bis zum Lebensende unbeweglich. Die Männchen verpuppen sich und fressen als winzige, geflügelte, kurzlebige Insekten nicht. In beheizten Innenräumen vermehrt sich der Schädling das ganze Jahr über und bildet mehrere sich überlappende Generationen; im Freiland meist 1–3 Generationen, wobei begattete Weibchen oder unter dem Schild verborgene Eier überwintern. Die Fraßsymptome sind Vergilbung und vorzeitiger Blattfall, das Absterben von Trieben, Verkümmerung sowie Schwächung der Pflanze und sekundär ein schwarzer Rußtaubelag auf den mit Honigtau bedeckten Blättern. An Obstbäumen, die von der San-José-Schildlaus (Comstockaspis perniciosa) befallen sind, treten rund um die Saugstellen rötliche Verfärbungen auf, und stark besiedelte Äste sterben ab. Da die Schilde unbeweglich sind und sich farblich auf Rinde und Blattadern tarnen, wird der Befall leicht übersehen, bis Honigtau auftritt oder die Pflanze deutlich geschwächt ist — deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle der Blattunterseiten und Triebwinkel entscheidend.

Wollläuse

Insekten, die von einem weißen, wattigen Wachsbelag bedeckt sind und sich in den Blattachseln, am Triebansatz und auf der Blattunterseite ansammeln. Sie sehen aus wie Wattebäusche. Sie saugen Pflanzensaft, schwächen die Pflanze und scheiden klebrigen Honigtau aus, auf dem sich der schwarze Rußtaupilz entwickelt. Ein häufiger Schädling an Zimmerpflanzen und Sukkulenten. Die erwachsenen Weibchen sind ovale, weiche Insekten von etwa 2–5 mm Länge, mit rosafarbenem oder grauem, unter Wachs verborgenem Körper, oft mit Wachsfortsätzen an den Seiten und am Hinterleibsende. Die Männchen sind winzig, geflügelt und fressen nicht. Bei den meisten Arten werden die Eier in weiße, wattige Eisäcke (Kokons) abgelegt, aus denen bewegliche Larven (Wandernymphen) schlüpfen, die über die Pflanze kriechen und den Befall auf benachbarte Exemplare übertragen; ein Teil der Wollläuse (z. B. Pseudococcus longispinus) ist jedoch eierlebendgebärend und bringt lebende Wandernymphen ohne deutlichen Eisack zur Welt. Unter den warmen, trockenen Bedingungen von Wohnungen und Gewächshäusern entwickeln sich Wollläuse das ganze Jahr über in mehreren sich überlappenden Generationen — deshalb reicht eine einmalige Behandlung selten aus. Fraßsymptome sind Wachstumshemmung, Vergilben, Verformung und vorzeitiger Blattfall, bei starkem Befall das Absterben der Triebe; der schwarze Rußtau auf dem Honigtau schränkt zusätzlich die Photosynthese ein und entstellt die Pflanze. Eine eigene Form sind die Wurzelwollläuse (Rhizoecus), die weiße, wachsige Ansammlungen an den Wurzeln und im Wurzelballen bilden — die Pflanze schwächelt und welkt, ohne dass an den oberirdischen Teilen ein Schädling sichtbar wird. Wollläuse werden oft von Ameisen begleitet, die den Honigtau fressen und die Kolonien vor natürlichen Feinden schützen.

Thripse (Fransenflügler)

Sehr kleine (1–2 mm), schlanke und langgestreckte Insekten mit gefransten Flügeln, gelb, braun oder schwarz gefärbt; die Larven sind hellgelb und flügellos. Sie saugen den Zellsaft aus Blättern, Blütenblättern und Knospen. Symptome: silbrige bis silbrig-graue Streifen und Flecken auf den Blättern, winzige schwarze Kotpünktchen sowie Verformungen junger Blätter, Knospen und Blüten. Besonders schädlich unter Glas und an Zimmerpflanzen; einige Arten übertragen Pflanzenviren. Der silbrige Glanz entsteht, wenn der Schädling den Inhalt der Epidermiszellen aussaugt — die leeren, mit Luft gefüllten Zellen reflektieren das Licht wie metallische Streifen; begleitet werden sie von glänzenden schwarzen Kotpünktchen, die den Fraß der Thripse von den meisten anderen saugenden Schädlingen unterscheiden. Die Mundwerkzeuge sind stechend-saugend und asymmetrisch (nur eine Mandibel), sodass das Insekt das Gewebe zunächst aufritzt und dann den austretenden Saft aussaugt. An Blüten führt der Fraß zu weißen oder braunen Verfärbungen und Verformungen der Blütenblätter — besonders gravierend an Rosen, Chrysanthemen, Orchideen und Alpenveilchen. Der Entwicklungszyklus ist kurz, und bei warmen Bedingungen überschneiden sich die Generationen: Die Weibchen legen ihre Eier in das Pflanzengewebe, die Larven (zwei Stadien) fressen an den Blättern und fallen anschließend auf den Boden oder in die Streu, wo sie die unbeweglichen Stadien der Vorpuppe und Puppe durchlaufen. Zu den gefährlichsten zählen der Kalifornische Blütenthrips (Frankliniella occidentalis) — ein Schlüsselschädling im Gewächshaus und Vektor von Tospoviren (u. a. der Tomatenbronzefleckenkrankheit, TSWV) — sowie der Tabakthrips (Thrips tabaci). Die Viren werden ausschließlich von den Larven aufgenommen, aber von den adulten Tieren übertragen, weshalb die Bekämpfung der Larven auch das Risiko von Virusinfektionen senkt.

Giftigkeit

Für wenStufeHinweise
Menschen Leicht Saponine können beim Verzehr den Verdauungstrakt reizen; schwere Vergiftungen beim Menschen sind nicht beschrieben.
Hunde Mäßig Die in den Blättern enthaltenen Saponine verursachen Speichelfluss, Erbrechen (mitunter mit Blut) und Mattigkeit.
Katzen Mäßig Symptome wie bei Hunden, zusätzlich tritt mitunter eine Pupillenerweiterung auf. Die Pflanze nicht in Reichweite von Katzen stellen, die zum Knabbern an Blättern neigen.

Geschichte und Herkunft

Die Gattung Dracaena umfasst mehrere Dutzend Arten aus den Tropen Afrikas, Asiens und Amerikas, und ihr Name leitet sich vom griechischen drakaina — „Drachenweibchen“ — in Anspielung auf das rote Harz („Drachenblut“) einiger Arten ab. Der Duftende Drachenbaum selbst stammt aus dem tropischen Afrika, wo er im Unterwuchs feuchter Wälder von Sudan und Äthiopien bis Angola und Mosambik wächst. Die Art wurde ursprünglich von Carl von Linné als Aletris fragrans (1762) beschrieben und 1808 von John Bellenden Ker Gawler in die Gattung Dracaena überführt. Nach Europa gelangte die Pflanze im 19. Jahrhundert als Gewächshausexemplar und verbreitete sich im 20. Jahrhundert mit der Mode für große, gegen die schwierigen Bedingungen von Wohnungen und Büros widerstandsfähige Zimmerpflanzen. Die buntlaubige Sorte ‚Massangeana‘ wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Kultur genommen, und gerade sie beherrschte den Markt, umgangssprachlich als „Glücksbaum“ oder „Maisbaum“ (engl. corn plant) bekannt — nach der Ähnlichkeit ihrer Blätter mit Maisblättern.

Verwendung

Der Duftende Drachenbaum ist eine der anspruchslosesten Büro- und Wohnungspflanzen: Er verträgt Halbschatten und Kunstlicht, die trockene Luft beheizter Räume sowie unregelmäßige Pflege, weshalb er häufig Lobbys, Flure und Innenräume mit begrenztem Tageslicht begrünt. Am besten wächst er an einem hellen Platz ohne direkte Sonne, die die Blätter verbrennt; im tiefen Schatten überlebt er, verliert aber die Kompaktheit der Rosette und die Intensität des Streifens bei buntlaubigen Sorten. Er benötigt Zimmertemperatur, nicht unter etwa 12–15 °C, und geht bei Frost ein, weshalb er im polnischen Klima ausschließlich in Innenräumen kultiviert wird — im Sommer kann man ihn an einen schattigen, geschützten Platz auf dem Balkon stellen und wieder hereinholen, bevor die Nächte kühler werden. Das Substrat sollte durchlässig und humusreich sein; gegossen wird mäßig, wobei man die oberste Schicht antrocknen lässt, denn die häufigste Ursache für den Verlust der Pflanze ist Überwässerung und Wurzelfäule. Wegen der Empfindlichkeit gegenüber Fluoriden empfiehlt es sich, mit abgestandenem Wasser oder Regenwasser zu gießen — braune Blattspitzen sind meist Folge von Versalzung, trockener Luft oder Fluor im Wasser. Die Vermehrung gelingt leicht aus Stammstücken oder Kopfstecklingen, die in Wasser oder feuchtem Substrat bewurzelt werden. Achtung: Blätter und Triebe sind für Hunde und Katzen giftig (Saponine) — das Fressen verursacht Speichelfluss, Erbrechen und Mattigkeit, bei Katzen zudem eine Pupillenerweiterung, weshalb die Pflanze nicht in Reichweite von Tieren stehen sollte, die zum Knabbern an Blättern neigen.

Wissenswertes

  • Der Artbeiname fragrans (lat. „duftend“) bezieht sich auf den außergewöhnlich intensiven, abendlichen Duft der Blüten, obwohl die Pflanze in der Wohnung selten blüht.
  • Der „Glücksbambus“ (lucky bamboo) wird mit dem Duftenden Drachenbaum verwechselt, ist aber eine andere Art — Dracaena sanderiana.
  • Der Duftende Drachenbaum war eine der Pflanzen, die im NASA-Experiment zur Luftreinigung untersucht wurden (Clean Air Study, 1989); der reale Effekt unter Wohnbedingungen ist jedoch bei einer üblichen Pflanzenzahl verschwindend gering.
  • Die nackten, verholzten Stämme mit einer Blattrosette an der Spitze lassen alte Exemplare wie Miniaturpalmen erscheinen, obwohl der Drachenbaum mit Palmen nicht verwandt ist.

Häufige Fragen

Warum werden die Blattspitzen des Drachenbaums braun?

Das ist das häufigste Problem dieser Art und hat meist mehrere sich überlagernde Ursachen. Der Duftende Drachenbaum ist empfindlich gegen Fluor und Chlor aus dem Leitungswasser, daher gießt man ihn besser mit abgestandenem Wasser oder Regenwasser. Das Braunwerden der Ränder verstärken auch zu trockene Luft am Heizkörper, Überdüngung (Versalzung des Substrats) sowie ungleichmäßiges Gießen — sowohl Austrocknung als auch Überwässerung. Vertrocknete Spitzen kann man mit einer Schere abschneiden und dabei einen schmalen braunen Streifen belassen, um das gesunde Gewebe nicht zu verletzen.

Wie viel Licht braucht der Duftende Drachenbaum?

Am besten wächst er an einem hellen Platz mit diffusem Licht, ohne direkte Sonne, die die Blätter verbrennt. Er toleriert Halbschatten und Kunstlicht, wodurch er sich für Büros und die Tiefe von Räumen eignet. Bei sehr schwachem Licht überlebt er, wächst aber langsamer, die Rosette lockert sich auf, und der gelbe Streifen der Sorte ‚Massangeana‘ verblasst.

Ist der Duftende Drachenbaum für Katzen und Hunde giftig?

Ja. Die Blätter enthalten Saponine, die bei Hunden und Katzen Speichelfluss, Erbrechen (mitunter mit Blutbeimengung) und Mattigkeit auslösen, bei Katzen zusätzlich eine Pupillenerweiterung. Die Symptome klingen in der Regel von selbst ab, doch bei größeren Mengen gefressenen Materials sollte man einen Tierarzt aufsuchen. Die Pflanze sollte nicht in Reichweite von Tieren stehen, die an Blättern knabbern. Für den Menschen ist sie nur leicht reizend.

Wie schneidet man einen zu hohen Drachenbaum zurück?

Der Stamm kann mit einem scharfen, sauberen Werkzeug auf beliebiger Höhe eingekürzt werden, am besten im Frühjahr oder Sommer. Unterhalb des Schnitts treiben nach einigen Wochen eine oder zwei neue Blattrosetten aus, und die abgeschnittene Spitze eignet sich als Steckling zum Bewurzeln in Wasser oder feuchtem Substrat. Nach dem Schnitt das Gießen einschränken — eine Pflanze mit weniger Blättern nimmt deutlich weniger Wasser auf.

Wie oft sollte man den Duftenden Drachenbaum gießen?

Mäßig: im Sommer richtungsweisend etwa einmal pro Woche, im Winter seltener, ungefähr alle zwei Wochen, immer nachdem die oberste Substratschicht angetrocknet ist. Der Drachenbaum verträgt kurzzeitige Austrocknung deutlich besser als anhaltende Nässe — Überwässerung und im Untersetzer stehendes Wasser führen zu Wurzelfäule. Die angegebenen Abstände sind ein Anhaltspunkt; das Trocknungstempo hängt von Temperatur und Besonnung des Standorts ab.

Quellen

Bearbeitung:Redakcja Atlas-Flora. Aktualisierung: 25.7.2026.

Meine Notiz

Private Notiz zu dieser Pflanze — in deinem Browser gespeichert.

Ähnliche Pflanzen