Kurz gefasst
- Ledrige, glänzende, sichelförmige Fiedern, die an Stechpalmenblätter erinnern.
- Einer der pflegeleichtesten Farne — verträgt trockene Luft und schwächeres Licht.
- Standort halbschattig bis schattig, Substrat durchlässig.
- In Polen vor allem im Topf kultiviert; im Freiland überlebt er nur in den mildesten Gegenden.
- Ungefährlich für Hunde und Katzen; blüht nicht.
Botanische Daten
- Familie
- Dryopteridaceae (Dryopteridaceae)
- Höhe
- 0.4–0.6 m
- Breite
- 0.4–0.6 m
- Wuchsform
- Horstbildend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Halbschatten, Schatten
- Boden
- Humos, Sandig
- pH-Wert
- pH 5.5–7.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig, Feucht
- Blütezeit
- —
- Winterhärte
- —
- Vermehrung
- Durch Teilung
Merkmale
Bildet einen dichten, vasenförmigen Horst einfach gefiederter Wedel. Die einzelnen Fiedern sind groß, steif, ledrig, dunkelgrün und glänzend, mit sichelförmig gebogener, zugespitzter Spitze — daher der Artname. Die dicken Fiedern erklären die für einen Farn untypische Widerstandsfähigkeit gegen trockene Luft.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Für einen Farn ist er außergewöhnlich tolerant — er verträgt trockene Wohnungsluft und kurzes Austrocknen besser als die meisten Farne. Gießen, sobald die Oberfläche des Substrats leicht angetrocknet ist.
Düngung
Auf die Hälfte der empfohlenen Dosis verdünnt.
Pflanzung
Durchlässiges, humoses Substrat für Topfpflanzen; im Freiland (nur in den mildesten Gegenden) ein geschützter, schattiger und gut drainierter Standort.
Schnitt
Alte, beschädigte oder vertrocknete Wedel an der Basis entfernen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Zwei tolerante Farne für Schatten und Innenräume — zusammen ergeben sie ein grünes, in der Textur abwechslungsreiches Ensemble.
Sie teilen den Standort (Schatten, mäßige Feuchtigkeit, Kühle im Winter), was die gemeinsame Kultur erleichtert.
Schlechte Nachbarschaft
Sie brauchen einen trockenen, stark besonnten Standort, an dem die glänzenden Wedel des Farns welken und braun werden.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Unbewegliche, braune oder gelbliche Schilde (1–4 mm), die an Stängeln und der Blattunterseite haften, besonders entlang der Blattadern. Leicht mit Auswüchsen an der Pflanze zu verwechseln. Sie saugen Pflanzensaft, verursachen Vergilbung und Schwächung und scheiden klebrigen Honigtau aus. Häufig an Ficus, Orchideen und Pflanzen mit festen Blättern. Der Sammelname umfasst zwei Gruppen mit unterschiedlicher Biologie. Die Deckelschildläuse (Diaspididae) besitzen einen harten, vom Körper getrennten Wachsschild, den man anheben kann — darunter kommt ein winziges, bein- und flügelloses Weibchen zum Vorschein; sie scheiden keinen Honigtau aus. Die Napfschildläuse (Coccidae) haben eine gewölbte, napfförmige, mit dem Körper verwachsene Hülle und sind es, die ihn reichlich absondern. Der klebrige Honigtau — die Domäne der Napfschildläuse und anderer honigtaubildender Schildläuse, nicht der Deckelschildläuse — lagert sich auf den Blättern ab und lockt Schwärzepilze (Rußtau, Rußtaupilzbelag) sowie Ameisen an, die die Kolonie vor Fressfeinden verteidigen. Das einzige bewegliche saugende Stadium ist die wandernde Larve (der sogenannte Crawler) — eine flache, winzige Larve, die nach dem Schlupf unter dem Schild der Mutter über die Pflanze auswandert, sich dann festsetzt, den Stechrüssel in die Leitgewebe treibt und die Beweglichkeit verliert; die erwachsenen Weibchen bleiben bis zum Lebensende unbeweglich. Die Männchen verpuppen sich und fressen als winzige, geflügelte, kurzlebige Insekten nicht. In beheizten Innenräumen vermehrt sich der Schädling das ganze Jahr über und bildet mehrere sich überlappende Generationen; im Freiland meist 1–3 Generationen, wobei begattete Weibchen oder unter dem Schild verborgene Eier überwintern. Die Fraßsymptome sind Vergilbung und vorzeitiger Blattfall, das Absterben von Trieben, Verkümmerung sowie Schwächung der Pflanze und sekundär ein schwarzer Rußtaubelag auf den mit Honigtau bedeckten Blättern. An Obstbäumen, die von der San-José-Schildlaus (Comstockaspis perniciosa) befallen sind, treten rund um die Saugstellen rötliche Verfärbungen auf, und stark besiedelte Äste sterben ab. Da die Schilde unbeweglich sind und sich farblich auf Rinde und Blattadern tarnen, wird der Befall leicht übersehen, bis Honigtau auftritt oder die Pflanze deutlich geschwächt ist — deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle der Blattunterseiten und Triebwinkel entscheidend.
WollläuseInsekten, die von einem weißen, wattigen Wachsbelag bedeckt sind und sich in den Blattachseln, am Triebansatz und auf der Blattunterseite ansammeln. Sie sehen aus wie Wattebäusche. Sie saugen Pflanzensaft, schwächen die Pflanze und scheiden klebrigen Honigtau aus, auf dem sich der schwarze Rußtaupilz entwickelt. Ein häufiger Schädling an Zimmerpflanzen und Sukkulenten. Die erwachsenen Weibchen sind ovale, weiche Insekten von etwa 2–5 mm Länge, mit rosafarbenem oder grauem, unter Wachs verborgenem Körper, oft mit Wachsfortsätzen an den Seiten und am Hinterleibsende. Die Männchen sind winzig, geflügelt und fressen nicht. Bei den meisten Arten werden die Eier in weiße, wattige Eisäcke (Kokons) abgelegt, aus denen bewegliche Larven (Wandernymphen) schlüpfen, die über die Pflanze kriechen und den Befall auf benachbarte Exemplare übertragen; ein Teil der Wollläuse (z. B. Pseudococcus longispinus) ist jedoch eierlebendgebärend und bringt lebende Wandernymphen ohne deutlichen Eisack zur Welt. Unter den warmen, trockenen Bedingungen von Wohnungen und Gewächshäusern entwickeln sich Wollläuse das ganze Jahr über in mehreren sich überlappenden Generationen — deshalb reicht eine einmalige Behandlung selten aus. Fraßsymptome sind Wachstumshemmung, Vergilben, Verformung und vorzeitiger Blattfall, bei starkem Befall das Absterben der Triebe; der schwarze Rußtau auf dem Honigtau schränkt zusätzlich die Photosynthese ein und entstellt die Pflanze. Eine eigene Form sind die Wurzelwollläuse (Rhizoecus), die weiße, wachsige Ansammlungen an den Wurzeln und im Wurzelballen bilden — die Pflanze schwächelt und welkt, ohne dass an den oberirdischen Teilen ein Schädling sichtbar wird. Wollläuse werden oft von Ameisen begleitet, die den Honigtau fressen und die Kolonien vor natürlichen Feinden schützen.
SpinnmilbenWinzige (0,3–0,5 mm) Spinnentiere, mit bloßem Auge kaum zu erkennen, die an der Blattunterseite saugen. Symptome: feine helle Sprenkel (Einstichstellen), mit der Zeit werden die Blätter grau, vergilben und vertrocknen. Bei starkem Befall zeigt sich ein feines Gespinst. Warme, trockene Luft fördert die Entwicklung — ein häufiges Problem bei Zimmerpflanzen im Winter in der Nähe von Heizkörpern. Spinnmilben sind keine Insekten, sondern Milben aus der Familie Tetranychidae — erwachsene Tiere haben 8 Beine (Larven nur 6). Am häufigsten tritt in Kulturen die Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae) auf: gelbgrüne Weibchen tragen an den Körperseiten zwei dunkle Flecken, überwinternde Weibchen verfärben sich orangerot. In Obstgärten ist die Obstbaumspinnmilbe (Panonychus ulmi) verbreitet, deren rote Eier gehäuft an der Triebrinde überwintern. Fraßmechanismus: Die Milben stechen die Zellen der Epidermis und des Mesophylls an der Blattunterseite an und saugen deren Inhalt aus, und die entleerten Zellen füllen sich mit Luft — daher die charakteristische, silbrig-graue, feine Sprenkelung, die von der Blattoberseite sichtbar ist (ähnelt einer mosaikartigen Verfärbung). Bei hoher Dichte werden die Blätter braun, rollen sich ein und fallen vorzeitig ab, und die ganze Pflanze schwächt sich und verliert an Zuwachs. Ein dichtes Gespinst zwischen Blättern und Triebspitzen erscheint erst bei fortgeschrittenem Befall und ist ein Signal für die Gefahr einer Verschleppung des Schädlings auf benachbarte Pflanzen. Der Entwicklungszyklus ist bei Wärme und Trockenheit sehr schnell — bei einer Temperatur von 25–30°C kann sich eine Generation in 1–2 Wochen abschließen, daher zahlreiche Generationen pro Saison und ein rasantes, exponentielles Anwachsen der Population. Die Weibchen legen kugelige, durchsichtige Eier an der Blattunterseite ab. Es überwintern begattete Weibchen (in Rindenritzen, Streu und Pflanzenresten) oder — bei der Obstbaumspinnmilbe — die Eier an der Rinde. Ein früher Befall wird leicht übersehen; bei der Diagnose hilft das Abschütteln eines Blattes über einem weißen Blatt Papier (wandernde Pünktchen werden sichtbar) oder das Betrachten der Blattunterseite mit einer Lupe.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | Der Japanische Schildfarn gilt als ungefährlich für Hunde und Katzen. |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Stammt von den Küsten Ostasiens, wo er auf Felsen und in Wäldern wächst. Wegen seiner Robustheit wurde er weltweit zu einem beliebten Topffarn, und in Ländern mit milden Wintern ist er stellenweise verwildert.
Verwendung
Für die Topfkultur im Haus, in kühlen Treppenhäusern und Wintergärten; in den wärmsten Gegenden auch für geschützte, schattige Gartenwinkel auf gut drainiertem Boden.
Wissenswertes
- Die ledrigen, glänzenden, an Stechpalme erinnernden Fiedern gaben ihm den englischen Namen holly fern.
- Er verträgt schwächeres Licht und trockene Luft besser als die meisten Farne und bewährt sich daher sogar in Wohnungen mit Zentralheizung.
Häufige Fragen
Übersteht der Sichelfarn den Winter im Garten?
In den meisten Teilen Polens ist er nicht ausreichend frosthart, daher kultiviert man ihn vor allem im Topf oder in einem kühlen Wintergarten. Ein Versuch im Freiland lohnt sich nur in den mildesten Gegenden, an geschützter Stelle und mit Winterschutz.
Warum ist er ein guter Farn für Anfänger?
Cyrtomium verzeiht mehr Fehler als andere Farne: Die dicken, ledrigen Wedel vertragen trockene Zimmerluft, schwächeres Licht und kurzes Austrocknen. Es genügen ein schattiger Standort, ein durchlässiges Substrat und Gießen, sobald die obere Erdschicht leicht angetrocknet ist.
Ist der Japanische Schildfarn für Katzen und Hunde ungefährlich?
Ja. Cyrtomium falcatum gilt als ungiftiger Farn für Hunde und Katzen, sodass man ihn bedenkenlos in Haushalten mit Tieren aufstellen kann.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO) — Cyrtomium falcatumDatenbank (GBIF, POWO…)
- Royal Horticultural Society — Cyrtomium falcatumInstitution / Botanischer Garten
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