Strand-Silberkraut

Lobularia maritima · Sweet alyssum (EN) · Strand-Silberkraut (DE)

Das Strand-Silberkraut (Lobularia maritima) ist eine niedrige, einjährige bodendeckende Pflanze, die dichte Teppiche kleiner, honigduftender Blüten in Weiß, Violett oder Rosa bildet und ununterbrochen vom Sommer bis in den Herbst blüht.

Sonne/Halbschatten Mäßig Wasser USDA 9a–11b
Bewässerungsrechner

Kurz gefasst

  • Niedriger, kriechender einjähriger Bodendecker von 8–15 cm Höhe.
  • Blüht reich und duftet honigartig von Mai bis zu den ersten Frösten.
  • Ausgezeichnete Bienenweide — lockt Bienen, Schmetterlinge und nützliche Schwebfliegen an.
  • Mag Sonne und durchlässigen Boden, verträgt kurze Trockenheit.
  • Sehr leicht aus Direktsaat zu kultivieren, versamt sich bereitwillig.

Botanische Daten

Familie
Brassicaceae (Brassicaceae)
Höhe
0.08–0.15 m
Breite
0.2–0.3 m
Wuchsform
Kriechend
Wuchsgeschwindigkeit
Schnell
Standort
Sonne, Halbschatten
Boden
Sandig, Humos, Lehmig
pH-Wert
pH 6–7.5
Feuchtigkeit
Trocken, Mäßig
Blütezeit
Mai–Oktober
Winterhärte
USDA 9a–11b
Vermehrung
Aus Samen

Merkmale

Die Pflanze bildet niedrige, ausladende Horste mit dünnen, stark verzweigten Trieben und kleinen, schmal-lanzettlichen, graugrünen Blättern. Die zahlreichen, kleinen, vierblättrigen Blüten stehen in dichten, kugeligen Trauben an den Triebspitzen und verströmen einen deutlichen, süßen Honigduft. Meist sind sie weiß, doch die Sorten können violett, lila und rosa sein.

Anbau und Pflege

Bewässerung

Verträgt kurze Trockenheit, verblüht aber bei längerer Hitze und Austrocknung und setzt Samen an. Mäßig gießen, wenn die obere Bodenschicht abgetrocknet ist; dauerhafte Feuchtigkeit vermeiden.

Im Sommer alle ~5 Tage · Trockenheitstoleranz: Mittel

Düngung

Mäßig — ein Überschuss an Stickstoff bringt üppiges Laub auf Kosten der Blüten.

alle 3–4 Wochen in der Saison · nawóz wieloskładnikowy do roślin kwitnących

Pflanzung

Die sehr feinen Samen werden flach ausgesät und nur leicht bedeckt — sie keimen am Licht. Die Pflanze ist anspruchslos und verträgt durchschnittlichen, durchlässigen Gartenboden.

Zeitpunkt: Mai (nach den Frösten) oder Direktsaat ins Freiland im April–Mai · Abstand 15–20 cm

Schnitt

Die ganzen Horste um etwa ein Drittel zurückschneiden und gießen — die Pflanze treibt schnell wieder aus und setzt eine zweite Blütenwelle an.

Zeitpunkt: Im Hochsommer, wenn die Blüte nachlässt. · Achtung: Kein völliges Austrocknen und Verblühen ohne Rückschnitt zulassen — die Pflanze geht dann in die Samenbildung über und verliert ihre Zierwirkung.

Begleitpflanzen

Gute Nachbarschaft

BlaukissenPraktische Beobachtung

Am selben sonnigen, durchlässigen Standort blüht das Blaukissen im Frühjahr, und das Silberkraut übernimmt im Sommer und Herbst — zusammen ergeben sie eine durchgehende Blüte des Beetrands oder Steingartens.

Gemüse (z. B. Kohl, Salat)Durch Studien belegt

Das Silberkraut ist eine bekannte Pflanze, die nützliche Insekten anlockt — ihr Nektar zieht Schwebfliegen und kleine Hautflügler an, deren Larven Blattläuse fressen, was den Schutz des Gemüses unterstützt. Den Effekt bestätigen Studien zu Mischkulturen.

GeraniePraktische Beobachtung

Eine klassische Zusammenstellung für Kästen und Töpfe — das niedrige, weiße Silberkraut umwächst weich den Rand des Gefäßes zu Füßen der höheren Pelargonien.

Schlechte Nachbarschaft

Pflanzen, die dauerhaft nassen Boden brauchenPraktische Beobachtung

Dauerhafte Feuchtigkeit fördert Fäulnis und Pilzkrankheiten bei dieser mediterranen Pflanze, die an durchlässigen, abtrocknenden Untergrund gewöhnt ist.

Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.

Krankheiten und Schädlinge

Umfallkrankheit der Keimlinge (Schwarzbeinigkeit)

Keimlinge und junge Jungpflanzen welken plötzlich, fallen um und sterben ab, oft nesterweise. An der Stängelbasis, dicht über der Bodenoberfläche, wird der Wurzelhals schwarz, weich und schnürt sich ein, wodurch die Pflanze den Halt verliert und sich legt. Die Samen können auch schon vor dem Auflaufen faulen, was sich in einem lückigen, ungleichmäßigen Auflaufen der Jungpflanzen von Gemüse, einjährigen Blumen und aus Saat gezogenen Kräutern zeigt. Man unterscheidet zwei Phasen: die Auflaufkrankheit vor dem Auflaufen (Fäulnis der keimenden Samen, fehlendes oder lückiges Auflaufen) und nach dem Auflaufen (Umfallen bereits aufgelaufener Keimlinge). Das genaue Bild hängt vom Erreger ab. Bei Befall durch Eipilze (Pythium) ist die Fäule wässrig, durchscheinend und weich — der eingeschnürte Stängel sieht wie „mit dem Messer abgeschnitten“ aus, und der Keimling fällt flach um, besonders bei Kälte und Wasserüberschuss. Rhizoctonia solani verursacht eine braune bis rostrote Einschnürung, das Gewebe ist eher trocken und eingedrückt als wässrig, der Keimling bleibt noch eine Zeit lang stehen, und auf der Substratoberfläche und am Wurzelhals ist manchmal ein zartes, braunes, spinnwebartiges Pilzgeflecht zu sehen. Fusarium ruft Welke mit Vergilbung und Verfärbung an der Basis sowie an den Wurzeln hervor. Der Befallsherd breitet sich kreisförmig, nesterweise vom ersten befallenen Keimling aus, weil der Erreger durch das feuchte Substrat und Wasser wandert; die Wurzeln kranker Keimlinge sind braun, schwach ausgebildet und mit sich ablösender Rinde.

Giftigkeit

Für wenStufeHinweise
Menschen Keine
Hunde Keine
Katzen Keine

Geschichte und Herkunft

Die Art stammt von den Küsten des Mittelmeers und der Kanarischen Inseln, wo sie auf Sand und Küstenfelsen wächst. Früher wurde sie zur Gattung Alyssum gezählt (als Alyssum maritimum), daher der immer noch gängige Handelsname Alyssum. Als leichte und dankbare Beetpflanze verbreitete sie sich in den Gärten der ganzen Welt.

Verwendung

Ideal für Beetränder, für Fugen zwischen Platten, für Mauern, für Balkonkästen und Töpfe, wo es die Ränder weich umwächst. In Massen gepflanzt ergibt es einen duftenden, weißen Teppich; es bewährt sich auch als Pflanze, die im Gemüsegarten nützliche Insekten anlockt.

Wissenswertes

  • Obwohl sie als einjährige Pflanze kultiviert wird, ist sie in mildem Klima mitunter eine kurzlebige Staude und kann überwintern.
  • Das Silberkraut wird in Gemüsereihen als Pflanze ausgesät, die natürliche Feinde der Blattläuse anlockt — eines der besser dokumentierten Beispiele für den Einsatz von Blüten im biologischen Pflanzenschutz.

Häufige Fragen

Wie regt man das Silberkraut zu erneuter Blüte an?

Wenn im Hochsommer die Blüte nachlässt, genügt es, die ganzen Horste um etwa ein Drittel zurückzuschneiden und zu gießen. Die Pflanze treibt schnell wieder aus und setzt eine zweite, reiche Blütenwelle an, die bis zu den Frösten anhält.

Muss das Silberkraut aus Jungpflanzen gezogen werden?

Das ist nicht nötig. Das Silberkraut keimt sehr leicht aus der Direktsaat ins Freiland im April und Mai. Die feinen Samen werden flach ausgesät, weil sie zum Keimen Licht brauchen, und nur leicht bedeckt.

Ist das Strand-Silberkraut giftig?

Nein. Die Pflanze ist ungiftig und gilt als sicher für Menschen und Haustiere, und ihre Blüten sind eine geschätzte Nektarquelle für bestäubende Insekten.

Quellen

Bearbeitung:Redakcja Atlas-Flora. Aktualisierung: 21.7.2026.

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