Kurz gefasst
- Ein großer, heimischer Baum, wird 30–40 m hoch — für Parks und große Gärten.
- Mag nährstoffreichen, frischen und kalkreichen Boden, verträgt zeitweilige Überschwemmungen.
- Gefiederte, lichte Blätter; treiben spät aus und fallen früh ab.
- Vom Eschentriebsterben bedroht — siehe Beschreibung unten.
- Hartes und elastisches Holz, geschätzt für Stiele und Sportgeräte.
Botanische Daten
- Familie
- Oleaceae (Oleaceae)
- Höhe
- 20–40 m
- Breite
- 12–25 m
- Wuchsform
- Ausladend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Lehmig, Humos, Kalkhaltig
- pH-Wert
- pH 5.5–8
- Feuchtigkeit
- Mäßig, Feucht
- Blütezeit
- April–Mai
- Winterhärte
- USDA 4a–8a
- Vermehrung
- Aus Samen, Aus Stecklingen
Merkmale
Ein hoher Baum mit ausladender, lichter Krone und geradem Stamm mit netzartig gefurchter, grauer Rinde. Die Blätter sind groß, unpaarig gefiedert, aus 7–13 Blättchen zusammengesetzt; sie treiben im Spätfrühling aus und fallen früh, oft noch grün, ab. Die samtig schwarzen Winterknospen sind das sicherste Erkennungsmerkmal der Art. Die Blüten sind unscheinbar, dunkelpurpurn, blütenblattlos und windblütig und entfalten sich vor den Blättern. Die Früchte sind einflügelige Flügelnüsse in hängenden Trauben, die im Winter am Baum verbleiben.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Mag nährstoffreichen und frischen Boden; junge Bäume bei Trockenheit gießen. Ausgewachsene Exemplare im Freiland kommen allein zurecht und vertragen sogar zeitweilige Überschwemmungen in Auwäldern.
Düngung
Junge Bäume kann man im Frühjahr mit Kompost versorgen; ausgewachsene Exemplare benötigen keine Düngung.
Pflanzung
Tiefgründiger, nährstoffreicher, frischer, am besten kalkreicher Boden; braucht viel Platz — ein Baum für Parks und große Gärten.
Schnittkalender
Schnittgruppe: Laubbäume — Schnitt in der Ruhephase
Was und wie schneiden
Schneide von Spätherbst bis zum Vorfrühling, an frostfreien Tagen. Entferne tote, kranke, beschädigte und sich kreuzende Triebe sowie konkurrierende Leittriebe und lasse einen Haupttrieb stehen. Schneide sparsam. Führe den Schnitt knapp hinter dem verdickten Astring (Astkragen) am Astansatz — nicht bündig mit dem Stamm und ohne einen Stummel stehen zu lassen; eine solche Wunde vernarbt am besten.
Im blattlosen Zustand, im Spätherbst oder Winter.
Was du nicht tun solltest
Entferne große Äste nicht ohne deutlichen Grund, und bei dicken und hohen Bäumen überlasse den Schnitt Baumpflegern (Arboristen). Schneide nicht im zeitigen Frühjahr, wenn der Saft steigt, und auch nicht bei Frost. Entferne in einer Saison nicht mehr als etwa ein Viertel der Krone.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Ein natürlicher Begleiter der Esche in nährstoffreichen Laub- und Auwäldern — ähnliche Standortansprüche.
Eine häufige Mischbaumart in Eichen-Hainbuchen-Wäldern mit Esche, die ihren lichten Schatten gut verträgt.
Kommt mit der Esche in Laubwäldern gemeinsam vor und bildet einen abwechslungsreichen, artenreichen Bestand.
Schlechte Nachbarschaft
Die Esche benötigt frischen und nährstoffreichen Boden, und ihre kräftigen, flachen Wurzeln konkurrieren um Wasser und Nährstoffe.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Der Pilz befällt die Wurzeln und die Stammbasis von Bäumen und Sträuchern und führt zu deren langsamem Absterben – die Pflanzen wachsen schwach, die Krone lichtet sich, die Blätter werden kleiner, bis sie schließlich vertrocknen. Das diagnostische Merkmal sind weiße, fächerförmige Pilzmyzelien, die eine dichte Schicht unter der Rinde an der Stammbasis bilden und deutlich pilzig riechen. Im Boden und unter der Rinde treten schwarze oder dunkelbraune, schnurartige Rhizomorphen auf, mit denen sich der Pilz auf weitere Pflanzen ausbreitet. Im Herbst wachsen an der Basis befallener Bäume Büschel von Fruchtkörpern – der Hallimasch. Die oberirdischen Symptome sind unspezifisch und leicht mit Trockenheit oder Überdüngung zu verwechseln: Ein Teil der Pflanzen stirbt plötzlich ab (der ganze Baum wird innerhalb einer Saison braun, besonders bei Hitze), andere schwächeln über Jahre – sie treiben nur kurze Triebe, verfärben sich vorzeitig und setzen kurz vor dem Absterben ungewöhnlich reichlich Blüten oder Früchte an („Stressblüte“). Bei Nadelgehölzen tritt häufig Harzfluss an der Stammbasis auf. Legt man die Rinde am Wurzelhals frei, bleicht das Holz von Wurzeln und Stamm aus und vermorscht weich – der Hallimasch verursacht eine Weißfäule des Holzes. Die Myzelschicht ist mitunter cremefarben, ledrig und breitet sich strahlenförmig unter der abgestorbenen Rinde aus. Eine biologische Kuriosität, jedoch kein für die Gartendiagnose brauchbares Merkmal, ist, dass das Myzel im feuchten, befallenen Holz sehr schwach im Dunkeln leuchten kann (sogenanntes „kaltes Licht“) – das Phänomen ist zu schwach und erfordert völlige Dunkelheit, sodass es sich in der Praxis nicht zur Erkennung der Krankheit nutzen lässt. Die Krankheit schreitet herdweise voran – nacheinander sterben die der befallenen Pflanze benachbarten Pflanzen ab.
Kleiner FrostspannerEin Falter mit ausgeprägtem Geschlechtsdimorphismus: das Männchen hat graubraune, fein gebänderte Flügel mit einer Spannweite von etwa 25 mm, während das Weibchen praktisch flügellos und flugunfähig ist und daher im Herbst am Stamm emporklettert, um die Eier in der Krone abzulegen. Im Frühjahr schlüpfen grüne Spannerraupen mit hellen Längsstreifen, die sich mit dem charakteristischen „Katzenbuckel“-Gang (Zusammenziehen des Hinterleibs) fortbewegen und die sich entwickelnden Knospen, jungen Blätter und Fruchtansätze auffressen, wobei sie diese oft mit Fäden umspinnen. Er befällt Apfel, Birne, Pflaume, Kirsche sowie viele Laubbäume und -sträucher. Die erwachsene Raupe erreicht eine Länge von bis zu etwa 25 mm, ist gelbgrün mit einer dunkleren Rückenlinie und hellen Streifen an den Seiten; als typischer Spanner (Geometridae) besitzt sie nur zwei Paar Bauchfüße am Hinterleibsende, woraus ihr schlingernder „Katzenbuckel“-Gang resultiert. Die Eier werden einzeln an den Knospen und in Rindenrissen abgelegt, wo sie überwintern, und kurz vor dem Frühjahrsschlupf wechseln sie ihre Farbe von grünlich zu orangerot. Die Art bildet eine Generation pro Jahr: die Falter fliegen im Spätherbst (Oktober–Dezember, daher der deutsche Name „Frostspanner“) an kühlen, frostfreien Abenden, und die flugunfähigen Weibchen klettern dann an den Stämmen empor. Der Raupenschlupf im Frühjahr ist eng mit dem Knospenaufbruch synchronisiert (meist April); nach etwa 4–6 Wochen Fraß lassen sich die Raupen an Fäden zum Boden herab und verpuppen sich flach in der Erde, wo die Puppe den Sommer verbringt. Anzeichen des Fraßes sind durchlöcherte und zerfetzte junge Blätter, ausgefressene Blüten- und Blattknospen sowie deformierte, mit korkigen Narben überzogene Früchte, die aus beschädigten Fruchtansätzen entstehen; bei starkem Befall können die Raupen die Krone nahezu kahl fressen.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Pferde | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Seit Jahrhunderten in Europa für sein außergewöhnlich hartes und elastisches Holz geschätzt, aus dem man Werkzeugstiele, Leitern, Ruder, Sportgeräte (Hockeyschläger, Schläger) und Wagenteile fertigte. Belaubte Zweige wurden früher als Viehfutter geschnitten (das sogenannte Schneiteln). In der nordischen Mythologie wurde der die Welten verbindende Weltenbaum Yggdrasil eben mit der Esche gleichgesetzt.
Verwendung
Ein Park-, Alleen- und Waldbaum, gepflanzt wegen seiner lichten Krone und seines Naturwerts. Wegen des Eschentriebsterbens lohnt es sich, bei Neupflanzungen Material aus geprüften, gesunden Quellen zu wählen. Nach wie vor eine wichtige Art für Tischlerei und Holzindustrie.
Wissenswertes
- Seit Ende des 20. Jahrhunderts vernichtet das Eschentriebsterben, verursacht durch den invasiven, aus Asien eingeschleppten Pilz Hymenoscyphus fraxineus, die europäischen Eschen massenhaft; man sucht und vermehrt widerstandsfähige Exemplare.
- Die Esche gehört zu den Bäumen, die im Frühjahr am spätesten austreiben und im Herbst als eine der ersten das Laub abwerfen, weshalb sich unter ihrer lichten Krone die Krautschicht üppig entwickelt.
Häufige Fragen
Lohnt es sich angesichts des Eschentriebsterbens noch, Eschen zu pflanzen?
Das Eschentriebsterben, verursacht durch den Pilz Hymenoscyphus fraxineus, bedroht die Art ernsthaft, doch ein Teil der Bäume zeigt Widerstandsfähigkeit. Bei Neupflanzungen lohnt es sich, auf Material aus gesunden, geprüften Quellen zurückzugreifen und den Zustand der Bäume zu beobachten.
Wie erkennt man die Gewöhnliche Esche im Winter?
Das sicherste Merkmal sind die samtig schwarzen Knospen, die gegenständig an den hellgrauen Trieben sitzen, sowie die hängenden Trauben einflügeliger Flügelnüsse, die den Winter über am Baum verbleiben.
Wofür wird Eschenholz verwendet?
Eschenholz ist hart, schwer und sehr elastisch. Traditionell fertigte man daraus Werkzeugstiele, Leitern, Ruder und Sportgeräte, es wird auch im Möbelbau und in der Tischlerei geschätzt.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO) — Fraxinus excelsiorDatenbank (GBIF, POWO…)
- GBIF — Global Biodiversity Information FacilityDatenbank (GBIF, POWO…)
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