Kurz gefasst
- Zart, doppelt gefiederte, spitzenartige Wedel in einem lockeren Horst.
- Standort: Halbschatten bis Schatten, Boden nährstoffreich und stets feucht.
- Heimisch und vollständig frosthart; wirft im Winter die Wedel ab.
- Blüht nicht — vermehrt sich durch Sporen, im Garten am einfachsten durch Teilung.
- Empfindlich gegen Austrocknung: Dann bräunen sich die Ränder der Wedel.
Botanische Daten
- Familie
- Athyriaceae (Athyriaceae)
- Höhe
- 0.4–1 m
- Breite
- 0.4–0.8 m
- Wuchsform
- Horstbildend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Halbschatten, Schatten
- Boden
- Humos, Lehmig, Torfig
- pH-Wert
- pH 4.5–7
- Feuchtigkeit
- Feucht, Nass
- Blütezeit
- —
- Winterhärte
- USDA 3a–8b
- Vermehrung
- Durch Teilung
Merkmale
Bildet einen lockeren, vasenförmigen Horst von Wedeln (Farnwedeln) von 40–100 cm Länge. Die Blattspreite ist hellgrün, doppelt oder dreifach fiederteilig, was den spitzenartigen Effekt ergibt. Die Blattstiele sind mitunter rötlich. Es ist nur dem Namen nach ein immergrüner Farn — im Herbst sterben die Wedel ab und treiben im Frühjahr neu aus.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Benötigt stets feuchten Boden. Bei Austrocknung bräunen sich die Wedel und vertrocknen an den Rändern; im Sommer bei Hitze regelmäßig gießen.
Düngung
Mulchen mit Humus oder Kompost genügt völlig.
Pflanzung
Schattiger Standort, Boden nährstoffreich, humos und stets feucht; vor dem Pflanzen das Substrat mit Kompost oder verrottetem Laub anreichern.
Schnitt
Die vorjährigen, vertrockneten Wedel entfernen, um Platz für die jungen Triebe zu schaffen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Eine klassische Kombination für den Schatten — die breiten Blätter der Funkie kontrastieren mit dem spitzenartigen, gefiederten Frauenfarn bei gleichen Ansprüchen.
Heimische Farne mit ähnlichen Bedürfnissen bilden im Schatten naturnahe, waldartige Kompositionen.
Beide mögen feuchten Schatten; der höhere Straußenfarn bildet den Hintergrund für den zarteren Frauenfarn.
Schlechte Nachbarschaft
Sie haben gegensätzliche Ansprüche — einen trockenen, sonnigen Standort, den der Frauenfarn nicht verträgt, während sein feuchter Schatten ihnen schadet.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Leicht | Rohe Wedel sollten nicht verzehrt werden — sie enthalten Verbindungen, die den Verdauungstrakt reizen. |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Einer der häufigsten Farne der Wälder der gemäßigten Zone der Nordhalbkugel. In Gärten seit Langem als Schattenpflanze geschätzt; es wurden zahlreiche Sorten mit zerschlitzten und gefiederten Wedeln gezüchtet.
Verwendung
Für schattige Rabatten, Wald- und Naturgärten, die Bepflanzung von Teich- und Bachrändern sowie schattige Winkel, in denen nur wenige Pflanzen gut gedeihen.
Wissenswertes
- Der Artname filix-femina (weiblicher Farn) stellt ihn dem kräftigeren, steiferen Wurmfarn (Dryopteris filix-mas, männlicher Farn) gegenüber — alte Kräuterkundige unterschieden beide gerade als weiblichen und männlichen Farn.
- Wie alle Farne bildet er weder Blüten noch Samen — er vermehrt sich durch feine Sporen aus den Häufchen auf der Unterseite der Wedel.
Häufige Fragen
Verträgt der Frauenfarn einen sonnigen Standort?
Nur bei stets feuchtem Boden und am besten in kühleren Gegenden. Von Natur aus ist es ein Farn des Schattens und Halbschattens; in voller Sonne und trockenem Boden bräunen sich die Wedel rasch und vertrocknen. Sicherer ist es, ihn im Schatten zu pflanzen.
Warum bräunen sich die Ränder der Frauenfarn-Wedel?
Die häufigste Ursache ist ausgetrockneter Boden oder ein zu trockener, sonniger Standort. Der Farn braucht gleichmäßige Feuchtigkeit — es helfen Mulchen, regelmäßiges Gießen in der Hitze und das Umsetzen an einen schattigeren Platz.
Wie vermehrt man den Frauenfarn?
Im Garten am einfachsten durch Teilung im Frühjahr: Der ausgegrabene Horst wird in Stücke mit Wurzeln geteilt und neu gepflanzt. Die Pflanze versamt sich auch selbst durch Sporen und liefert manchmal junge Farne in feuchten, schattigen Winkeln.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO) — Athyrium filix-feminaDatenbank (GBIF, POWO…)
- Royal Horticultural Society — Athyrium filix-feminaInstitution / Botanischer Garten
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