Gewöhnlicher Frauenfarn

Athyrium filix-femina · Lady fern (EN) · Gewöhnlicher Frauenfarn (DE)

Der Gewöhnliche Frauenfarn (Athyrium filix-femina) ist ein heimischer, zarter Farn mit spitzenartig fein zerteilten, hellgrünen Wedeln, die zu einem lockeren, trichterförmigen Horst zusammengefasst sind, im Garten für seine anmutige Form und Schattenverträglichkeit geschätzt.

Halbschatten/Schatten Viel Wasser USDA 3a–8b
Bewässerungsrechner

Kurz gefasst

  • Zart, doppelt gefiederte, spitzenartige Wedel in einem lockeren Horst.
  • Standort: Halbschatten bis Schatten, Boden nährstoffreich und stets feucht.
  • Heimisch und vollständig frosthart; wirft im Winter die Wedel ab.
  • Blüht nicht — vermehrt sich durch Sporen, im Garten am einfachsten durch Teilung.
  • Empfindlich gegen Austrocknung: Dann bräunen sich die Ränder der Wedel.

Botanische Daten

Familie
Athyriaceae (Athyriaceae)
Höhe
0.4–1 m
Breite
0.4–0.8 m
Wuchsform
Horstbildend
Wuchsgeschwindigkeit
Mäßig
Standort
Halbschatten, Schatten
Boden
Humos, Lehmig, Torfig
pH-Wert
pH 4.5–7
Feuchtigkeit
Feucht, Nass
Blütezeit
Winterhärte
USDA 3a–8b
Vermehrung
Durch Teilung

Merkmale

Bildet einen lockeren, vasenförmigen Horst von Wedeln (Farnwedeln) von 40–100 cm Länge. Die Blattspreite ist hellgrün, doppelt oder dreifach fiederteilig, was den spitzenartigen Effekt ergibt. Die Blattstiele sind mitunter rötlich. Es ist nur dem Namen nach ein immergrüner Farn — im Herbst sterben die Wedel ab und treiben im Frühjahr neu aus.

Anbau und Pflege

Bewässerung

Benötigt stets feuchten Boden. Bei Austrocknung bräunen sich die Wedel und vertrocknen an den Rändern; im Sommer bei Hitze regelmäßig gießen.

Im Sommer alle ~3 Tage · Trockenheitstoleranz: Niedrig

Düngung

Mulchen mit Humus oder Kompost genügt völlig.

einmal im Jahr, im Frühjahr · kompost, ściółka z liści

Pflanzung

Schattiger Standort, Boden nährstoffreich, humos und stets feucht; vor dem Pflanzen das Substrat mit Kompost oder verrottetem Laub anreichern.

Zeitpunkt: Frühjahr oder Frühherbst · Abstand 40–60 cm

Schnitt

Die vorjährigen, vertrockneten Wedel entfernen, um Platz für die jungen Triebe zu schaffen.

Zeitpunkt: Spätwinter oder Vorfrühling, vor dem Austrieb der neuen Wedel. · Achtung: Keine grünen Wedel während der Saison entfernen — sie ernähren die Pflanze.

Begleitpflanzen

Gute Nachbarschaft

FunkiePraktische Beobachtung

Eine klassische Kombination für den Schatten — die breiten Blätter der Funkie kontrastieren mit dem spitzenartigen, gefiederten Frauenfarn bei gleichen Ansprüchen.

WurmfarnPraktische Beobachtung

Heimische Farne mit ähnlichen Bedürfnissen bilden im Schatten naturnahe, waldartige Kompositionen.

StraußfarnPraktische Beobachtung

Beide mögen feuchten Schatten; der höhere Straußenfarn bildet den Hintergrund für den zarteren Frauenfarn.

Schlechte Nachbarschaft

Trockenheitsliebende Pflanzen der vollen Sonne (z. B. Lavendel, Fetthennen)Praktische Beobachtung

Sie haben gegensätzliche Ansprüche — einen trockenen, sonnigen Standort, den der Frauenfarn nicht verträgt, während sein feuchter Schatten ihnen schadet.

Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.

Krankheiten und Schädlinge

Schnecken

Nackt- und Gehäuseschnecken, die nachts und nach Regen fressen. Symptome: unregelmäßige Löcher in den Blättern und vollständig abgefressene junge Sämlinge, silbrige Schleimspuren auf Blättern und Boden. Die größten Schäden treten an feuchten, schattigen Stellen auf — besonders an Salat, Erdbeeren und Funkien. Am gefährlichsten im Garten sind die Nacktschnecken (ohne äußeres Gehäuse): die Spanische Wegschnecke (Arion vulgaris, früher als A. lusitanicus beschrieben) sowie die Genetzte Ackerschnecke (Deroceras reticulatum). Der Tigerschnegel (Limax maximus) ähnelt ihnen morphologisch, frisst jedoch vor allem an verrottender organischer Substanz und Pilzen und erbeutet mitunter sogar andere Schnecken, sodass er als Schädling lebender Pflanzen kaum Bedeutung hat. Gehäuseformen — Bänderschnecken (Cepaea) oder die geschützte Weinbergschnecke (Helix pomatia) — richten in der Regel geringere Schäden an. Der Körper ist weich, langgestreckt und ständig mit Schleim bedeckt; am Kopf sind zwei Paar einziehbare Fühler zu erkennen — das längere obere Paar trägt die Augen, das kürzere untere dient dem Tast- und Geruchssinn. Schnecken sind Zwitter: Sie legen kugelige, durchsichtige oder perlmuttfarbene Eier in Gelegen ab, verborgen im feuchten Boden, unter Steinen und in der Laubstreu. Ein einzelnes Exemplar der Spanischen Wegschnecke kann mehrere Hundert Eier ablegen; es überwintern sowohl die Eier als auch die Jungschnecken, und der Fraß dauert vom Frühjahr bis in den Spätherbst, wobei er sich in warmen, feuchten Nächten verstärkt. Die Schäden haben glatte Ränder und entstehen oft mitten in der Blattspreite, nicht nur am Rand; Sämlinge und Jungpflanzen werden bis auf den blanken Boden abgefressen, und an Erdbeeren sowie reifenden Gemüsen nagen die Schnecken Vertiefungen in die Früchte. Diagnostisch entscheidend ist die eingetrocknete, silbrig glänzende Schleimspur — kein Insekt hinterlässt sie.

Giftigkeit

Für wenStufeHinweise
Menschen Leicht Rohe Wedel sollten nicht verzehrt werden — sie enthalten Verbindungen, die den Verdauungstrakt reizen.
Hunde Keine
Katzen Keine

Geschichte und Herkunft

Einer der häufigsten Farne der Wälder der gemäßigten Zone der Nordhalbkugel. In Gärten seit Langem als Schattenpflanze geschätzt; es wurden zahlreiche Sorten mit zerschlitzten und gefiederten Wedeln gezüchtet.

Verwendung

Für schattige Rabatten, Wald- und Naturgärten, die Bepflanzung von Teich- und Bachrändern sowie schattige Winkel, in denen nur wenige Pflanzen gut gedeihen.

Wissenswertes

  • Der Artname filix-femina (weiblicher Farn) stellt ihn dem kräftigeren, steiferen Wurmfarn (Dryopteris filix-mas, männlicher Farn) gegenüber — alte Kräuterkundige unterschieden beide gerade als weiblichen und männlichen Farn.
  • Wie alle Farne bildet er weder Blüten noch Samen — er vermehrt sich durch feine Sporen aus den Häufchen auf der Unterseite der Wedel.

Häufige Fragen

Verträgt der Frauenfarn einen sonnigen Standort?

Nur bei stets feuchtem Boden und am besten in kühleren Gegenden. Von Natur aus ist es ein Farn des Schattens und Halbschattens; in voller Sonne und trockenem Boden bräunen sich die Wedel rasch und vertrocknen. Sicherer ist es, ihn im Schatten zu pflanzen.

Warum bräunen sich die Ränder der Frauenfarn-Wedel?

Die häufigste Ursache ist ausgetrockneter Boden oder ein zu trockener, sonniger Standort. Der Farn braucht gleichmäßige Feuchtigkeit — es helfen Mulchen, regelmäßiges Gießen in der Hitze und das Umsetzen an einen schattigeren Platz.

Wie vermehrt man den Frauenfarn?

Im Garten am einfachsten durch Teilung im Frühjahr: Der ausgegrabene Horst wird in Stücke mit Wurzeln geteilt und neu gepflanzt. Die Pflanze versamt sich auch selbst durch Sporen und liefert manchmal junge Farne in feuchten, schattigen Winkeln.

Quellen

Bearbeitung:Redakcja Atlas-Flora. Aktualisierung: 19.7.2026.

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