Kurz gefasst
- Auffällige Zwiebelpflanze, die 80–120 cm hoch wird und im April und Mai blüht.
- Sonniger bis leicht schattiger Standort, nahrhafter und unbedingt durchlässiger Boden.
- Die ganze Pflanze, besonders die Zwiebel, verströmt einen charakteristischen, moschusartigen Fuchsgeruch.
- Giftig — die Zwiebeln enthalten Alkaloide.
- Traditionell gepflanzt, um mit ihrem Geruch Wühlmäuse und Maulwürfe zu vertreiben.
Botanische Daten
- Familie
- Liliaceae (Liliaceae)
- Höhe
- 0.8–1.2 m
- Breite
- 0.25–0.4 m
- Wuchsform
- Aufrecht
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Humos, Lehmig, Sandig
- pH-Wert
- pH 6–7.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- April–Mai
- Winterhärte
- USDA 5a–8b
- Vermehrung
- Aus Zwiebeln / Knollen, Aus Samen
Merkmale
Aus einer großen, fleischigen Zwiebel wächst ein dicker, steifer Stängel von 80–120 cm Höhe, der im unteren Teil dicht mit lanzettlichen, glänzenden Blättern besetzt ist. An der Spitze erscheint ein Quirl aus 5–8 hängenden, glockenförmigen Blüten, über denen ein charakteristischer Schopf kleinerer Blätter emporragt, der an eine Krone erinnert. Am Grund der Blütenblätter befinden sich glänzende Nektartropfen.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Im Frühjahr, während des Wachstums, sollte der Boden mäßig feucht sein. Nach der Blüte gehen die Zwiebeln in die Ruhephase über und brauchen einen trockenen Standort — Staunässe führt schnell zur Fäulnis der großen Zwiebel.
0Düngung
Mäßig; ein Überschuss an Stickstoff schwächt die Blüte und fördert Krankheiten.
Pflanzung
Tiefgründiger, durchlässiger Boden; die große Zwiebel sollte man leicht auf die Seite und auf eine Sandschicht setzen, damit sich kein Wasser in der Vertiefung an ihrer Spitze sammelt und Fäulnis verursacht.
Schnitt
Die verblühten Blüten entfernen, damit die Pflanze keine Samen ansetzt; Stängel und Blätter bis zum natürlichen Einziehen stehen lassen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Traditionell zwischen Tulpen und anderen Zwiebelpflanzen gepflanzt — der starke, moschusartige Zwiebelgeruch soll Wühlmäuse und Mäuse abschrecken, die an den Zwiebeln der Nachbarn nagen.
Sie blühen zur gleichen Zeit; die stattliche Kaiserkrone bildet einen senkrechten Akzent über den niedrigeren Narzissen im Frühjahrsbeet.
Ihr sich später entwickelndes Laub verdeckt die vergilbenden Blätter der Kaiserkrone, wenn diese in die Sommerruhe übergeht.
Schlechte Nachbarschaft
Dauerhafte Feuchtigkeit im Boden führt zur Fäulnis der großen, fleischigen Zwiebel der Kaiserkrone.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Mäßig | Die Zwiebeln und übrigen Teile enthalten Alkaloide (u. a. Imperialin); der Verzehr verursacht Übelkeit, Erbrechen und eine Reizung des Verdauungstrakts. Die Zwiebel kann mit einer essbaren verwechselt werden — sie sollte nicht verzehrt werden. |
| Hunde | Leicht | Das Fressen der Zwiebeln verursacht Speichelfluss, Erbrechen und Durchfall. |
| Katzen | Leicht | — |
Geschichte und Herkunft
Die Art stammt aus den Gebirgen des Nahen Ostens und des westlichen Himalaya und gelangte im 16. Jahrhundert in die europäischen Gärten, wo sie rasch zum Sinnbild der Vornehmheit in den Renaissancegärten wurde. Die stattliche Gestalt und die Blütenkrone gaben ihr den Namen Kaiserkrone, und der ausgeprägte Blätterschopf wurde mit der Krone eines Herrschers verglichen.
Verwendung
Eine Pflanze für exponierte Stellen in Staudenbeeten und Bauerngärten, einzeln oder in kleinen Gruppen als kräftiger Frühjahrsakzent gepflanzt. Sie harmoniert gut mit Tulpen, Narzissen und frühen Stauden.
Wissenswertes
- Die glänzenden Tropfen am Grund der Blütenblätter sind echter Nektar; eine alte Legende deutete sie als Tränen der Pflanze, die sich als einzige nicht tief verneigte.
- Der intensive, moschusartige Zwiebelgeruch führte dazu, dass die Pflanze seit Jahrhunderten zur Abwehr von Nagern gepflanzt wird, auch wenn die Wirksamkeit dieser Maßnahme nicht durch Studien belegt ist.
Häufige Fragen
Warum riecht die Kaiserkrone unangenehm?
Den charakteristischen moschusartigen Fuchsgeruch verströmen die Zwiebel und die ganze Pflanze — das ist eine natürliche Eigenschaft der Art. Der Geruch ist beim Pflanzen und Gießen am stärksten und im Beet meist kaum wahrnehmbar. Derselbe Geruch wird mitunter zur Abwehr von Nagern genutzt.
Wie tief und wie pflanzt man die Zwiebel der Kaiserkrone?
Die große Zwiebel wird im Herbst etwa 20 cm tief in durchlässigen Boden gesetzt. Es empfiehlt sich, sie leicht auf die Seite und auf ein Sandpolster zu legen, damit sich kein Wasser in der Vertiefung an ihrer Spitze sammelt und Fäulnis verursacht.
Ist die Kaiserkrone giftig?
Ja. Die Zwiebeln und übrigen Teile enthalten Alkaloide, die nach dem Verzehr Magen-Darm-Beschwerden bei Menschen und Tieren verursachen. Die Zwiebel darf nicht mit einer essbaren verwechselt werden.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Fritillaria imperialisInstitution / Botanischer Garten
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