Lawsons Scheinzypresse

Chamaecyparis lawsoniana · Lawson's cypress (EN) · Lawsons Scheinzypresse (DE)

Die Lawsons Scheinzypresse (Chamaecyparis lawsoniana) ist ein immergrüner Nadelstrauch oder kleiner Nadelbaum mit kegelförmigem Wuchs und flachen, schuppigen Zweigen, in Europa dank Hunderter Gartensorten weit verbreitet für Formhecken genutzt.

Sonne/Halbschatten Viel Wasser USDA 5b–8a
Bewässerungsrechner

Kurz gefasst

  • Standort: volle Sonne bis leichter Schatten, feuchter und durchlässiger Boden.
  • Verträgt Formschnitt sehr gut — eine der wichtigsten Heckenarten.
  • Empfindlich sowohl gegenüber Austrocknung als auch gegenüber Staunässe.
  • Hunderte Gartensorten, die sich in Farbe (grün, gold, bläulich) und Wuchsform unterscheiden.
  • Zerdrückte, schuppige Nadeln verströmen einen charakteristischen, harzigen Duft.

Botanische Daten

Familie
Cupressaceae (Cupressaceae)
Höhe
2–6 m
Breite
1–2.5 m
Wuchsform
Kegelförmig
Wuchsgeschwindigkeit
Mäßig
Standort
Sonne, Halbschatten
Boden
Humos, Lehmig
pH-Wert
pH 5.5–7
Feuchtigkeit
Mäßig, Feucht
Blütezeit
März–April
Winterhärte
USDA 5b–8a
Vermehrung
Aus Stecklingen, Aus Samen

Merkmale

Sie bildet eine dichte, kegelförmige Krone aus flachen, fächerförmig angeordneten Zweigen, die mit kleinen, schuppigen Nadeln bedeckt sind. Die Rinde ist rötlich-braun und längs gefurcht. Kleine Zapfen reifen im Herbst des ersten Jahres.

Anbau und Pflege

Bewässerung

Benötigt stets feuchten, aber gut durchlässigen Boden. Sowohl Austrocknung als auch Staunässe (die Phytophthora-Wurzelfäule begünstigt) sind für sie gefährlich.

Im Sommer alle ~7 Tage · Trockenheitstoleranz: Niedrig

Düngung

Mäßige Gaben — ein Stickstoffüberschuss lockert den Wuchs und schwächt die Winterhärte.

einmal im Frühjahr · nawóz wolno działający dla iglaków, kompost

Pflanzung

Fruchtbarer, humusreicher Boden mit gutem Drainage; staunasse Standorte meiden, an denen Wurzelfäule leicht entsteht.

Zeitpunkt: September–Oktober oder April · Abstand 80–200 cm

Schnittkalender

Schnittgruppe: Nadelgehölze — minimaler Schnitt

Warum dann: Die meisten Nadelgehölze (Fichte, Tanne, Hemlocktanne, Wacholder, Scheinzypresse, Lärche) treiben aus altem, blattlosem Holz nicht wieder aus — ein zu tief zurückgeschnittener Trieb hinterlässt eine dauerhafte, kahle Lücke, die nicht mehr zuwächst.

Was und wie schneiden

Entferne nur abgestorbene und beschädigte Triebe. Ein eventuelles Formen mach behutsam, im späten Frühjahr oder Sommer, ausschließlich innerhalb der grünen, benadelten Triebe — geh mit der Schere nicht tiefer.

Sommer (Juni–Juli), Hecken 1–2 Mal pro Saison formen.

Was du nicht tun solltest

Schneide nicht ins alte, blattlose (braune) Holz — es treibt keine neuen Triebe mehr und es bleibt eine kahle Lücke.

Begleitpflanzen

Gute Nachbarschaft

Europäische EibePraktische Beobachtung

Beide sind immergrüne Nadelgehölze, die Formschnitt gut vertragen — eine klassische Kombination in Hecken mit unterschiedlicher Textur.

Gewöhnlicher BlasenspierstrauchPraktische Beobachtung

Das kontrastreiche, farbige Laub der Blasenspiere passt gut zum einheitlichen Grün der Scheinzypresse, beide vertragen ähnlich feuchten Boden.

Schlechte Nachbarschaft

Echter LavendelPraktische Beobachtung

Lavendel benötigt trockenen, durchlässigen und basischen Boden — genau das Gegenteil des feuchten, leicht sauren Standorts, den die Scheinzypresse bevorzugt.

Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.

Krankheiten und Schädlinge

Hallimasch-Wurzelfäule

Der Pilz befällt die Wurzeln und die Stammbasis von Bäumen und Sträuchern und führt zu deren langsamem Absterben – die Pflanzen wachsen schwach, die Krone lichtet sich, die Blätter werden kleiner, bis sie schließlich vertrocknen. Das diagnostische Merkmal sind weiße, fächerförmige Pilzmyzelien, die eine dichte Schicht unter der Rinde an der Stammbasis bilden und deutlich pilzig riechen. Im Boden und unter der Rinde treten schwarze oder dunkelbraune, schnurartige Rhizomorphen auf, mit denen sich der Pilz auf weitere Pflanzen ausbreitet. Im Herbst wachsen an der Basis befallener Bäume Büschel von Fruchtkörpern – der Hallimasch. Die oberirdischen Symptome sind unspezifisch und leicht mit Trockenheit oder Überdüngung zu verwechseln: Ein Teil der Pflanzen stirbt plötzlich ab (der ganze Baum wird innerhalb einer Saison braun, besonders bei Hitze), andere schwächeln über Jahre – sie treiben nur kurze Triebe, verfärben sich vorzeitig und setzen kurz vor dem Absterben ungewöhnlich reichlich Blüten oder Früchte an („Stressblüte“). Bei Nadelgehölzen tritt häufig Harzfluss an der Stammbasis auf. Legt man die Rinde am Wurzelhals frei, bleicht das Holz von Wurzeln und Stamm aus und vermorscht weich – der Hallimasch verursacht eine Weißfäule des Holzes. Die Myzelschicht ist mitunter cremefarben, ledrig und breitet sich strahlenförmig unter der abgestorbenen Rinde aus. Eine biologische Kuriosität, jedoch kein für die Gartendiagnose brauchbares Merkmal, ist, dass das Myzel im feuchten, befallenen Holz sehr schwach im Dunkeln leuchten kann (sogenanntes „kaltes Licht“) – das Phänomen ist zu schwach und erfordert völlige Dunkelheit, sodass es sich in der Praxis nicht zur Erkennung der Krankheit nutzen lässt. Die Krankheit schreitet herdweise voran – nacheinander sterben die der befallenen Pflanze benachbarten Pflanzen ab.

Giftigkeit

Für wenStufeHinweise
Menschen Keine
Hunde Keine

Geschichte und Herkunft

In der Mitte des 19. Jahrhunderts in den Küstengebirgen Oregons und Kaliforniens entdeckt, gelangte sie rasch in europäische Gärten und Baumschulen, wo Hunderte von Ziersorten aus ihr gezüchtet wurden — heute ist sie eine der beliebtesten Heckenkoniferen des Kontinents.

Verwendung

Die wichtigste Art für Formhecken und Heckenreihen, während zwerg- und farbwüchsige Sorten als Akzente in Steingärten und Koniferenbeeten dienen. Bewährt sich auch als Solitär in Parkanlagen.

Wissenswertes

  • Aus ihr wurden über 200 Gartensorten gezüchtet, die sich in der Nadelfarbe (von golden bis blaugrau) und im Wuchs unterscheiden — von säulenförmig bis zwergwüchsig und kugelig.
  • In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet in den USA erreichen die Bäume bis zu 60 Meter Höhe, während Gartensorten strauchartig bleiben.

Häufige Fragen

Warum verbräunt die Lawsons Scheinzypresse von innen?

Meist handelt es sich um den natürlichen Abwurf der ältesten, inneren Nadeln. Wenn auch die Triebspitzen braun werden, sind häufig Austrocknung, Staunässe oder Phytophthora-Wurzelfäule die Ursache, gegenüber der die Art recht empfindlich ist.

Wie oft muss die Lawsons Scheinzypresse als Hecke geschnitten werden?

1–2 Schnitte pro Saison im Sommer genügen, wenn die Triebe noch grün und weich sind. Wichtig ist, nicht ins alte, blattlose Holz zu schneiden, da sich die Pflanze davon nicht mehr erholt.

Verträgt die Lawsons Scheinzypresse Trockenheit?

Nicht besonders gut — im Gegensatz zu vielen anderen Nadelbäumen bevorzugt sie stets feuchten Boden und leidet unter länger anhaltenden Trockenperioden, besonders in den ersten Jahren nach der Pflanzung.

Quellen

Bearbeitung:Redakcja Atlas-Flora. Aktualisierung: 14.7.2026.

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