Kurz gefasst
- Standort: Halbschatten, diffuses Licht — scharfe Sonne verbrennt die Blätter.
- Substrat dauerhaft leicht feucht; ausschließlich mit weichem, abgestandenem Wasser gießen.
- Sie verlangt hohe Luftfeuchtigkeit — sie verträgt trockene Luft an der Heizung schlecht.
- Sicher für Hunde und Katzen.
- Vermehrung durch Teilung des Wurzelstocks beim Umtopfen im Frühjahr.
Botanische Daten
- Familie
- Marantaceae (Marantaceae)
- Höhe
- 0.2–0.3 m
- Breite
- 0.3–0.5 m
- Wuchsform
- Kriechend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Halbschatten
- Boden
- Humos, Torfig
- pH-Wert
- pH 5.5–6.5
- Feuchtigkeit
- Feucht, Mäßig
- Blütezeit
- Mai–August
- Winterhärte
- —
- Vermehrung
- Durch Teilung, Aus Stecklingen
Merkmale
Sie bildet einen niedrigen, ausgebreiteten Horst mit kriechenden Trieben. Die ovalen, samtigen Blattspreiten haben einen dunkelgrünen Grund, eine helle Zone entlang des Hauptnervs und deutlich ausgeprägte rote oder silbrige Seitennerven. Die Blattunterseite ist mitunter purpurn. Die Blüten sind klein, weißlich bis lila und wenig ansehnlich — in der Wohnung erscheinen sie selten.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Das Substrat soll dauerhaft leicht feucht sein, niemals nass oder ausgetrocknet. Empfindlich gegenüber Calcium und Chlor — mit abgestandenem, abgekochtem oder Regenwasser in Zimmertemperatur gießen.
Düngung
Die Hälfte der auf der Verpackung empfohlenen Dosis verwenden — die Pfeilwurz verträgt eine Versalzung des Substrats schlecht.
Pflanzung
Leichtes Torfsubstrat mit einem Zusatz von Perlit und Rinde; eine flache, breite Schale entspricht dem flachen Wurzelsystem.
Schnitt
Vertrocknete und beschädigte Blätter am Ansatz des Blattstiels herausschneiden; das Einkürzen langer Ausläufer verdichtet den Horst.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Eine nahe Verwandte aus derselben Familie mit identischen Ansprüchen — Halbschatten, feuchte Luft und weiches Wasser.
Der Farn erhöht die Luftfeuchtigkeit um sich herum, was die Pfeilwurz nutzt; beide mögen diffuses Licht.
Schlechte Nachbarschaft
Der Sukkulent verlangt ein Abtrocknen des Substrats und scharfe Sonne — unter einem solchen Regime vertrocknet die Pfeilwurz und verliert ihre Färbung.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Die Krankheit entwickelt sich in zu nassem, schlecht durchlüftetem Substrat und befällt die Wurzeln sowie die Triebbasis. Die Wurzeln werden braun, faulen und verlieren die Rinde, die sich leicht abziehen lässt, und an der Stängelbasis entsteht eine dunkle, wässrige Fäule. Der oberirdische Teil welkt, vergilbt und stirbt trotz feuchter Erde ab – ein typisches Symptom, denn die geschädigten Wurzeln nehmen kein Wasser mehr auf. Besonders gefährdet sind Zimmerpflanzen, Sukkulenten und Kakteen (bei Überwässerung) sowie im Freiland Nadelgehölze, Rhododendren, Heidekrautgewächse und Erdbeeren auf staunassen Standorten. Der Prozess beginnt unauffällig an den Wurzelhaaren und Wurzelspitzen, die sich dunkel verfärben und absterben, woraufhin die Fäule zu den Skelettwurzeln und zum Wurzelhals fortschreitet. Gesunde, helle, aktive Wurzeln verschwinden – es bleibt eine dunkle, braunrostige oder schwärzliche, wässrige Masse, und die äußere Rindenschicht der Wurzel lässt sich wie ein Handschuh abstreifen und legt den verfärbten Zentralzylinder frei. Bei Bäumen und Sträuchern zeigt sich der Befall von Wurzelhals und Stammbasis (Stammgrundfäule) als dunkler, oft herablaufender Fleck, mitunter mit Ausfluss, und die Rinde ist an dieser Stelle feucht und eingesunken; bei Nadelgehölzen und Rhododendren beobachtet man ein Braunwerden und Absterben von unten oder aus der Kronenmitte bei noch feuchtem Boden. Charakteristisch ist das nesterweise (herdförmige) Auftreten der Symptome im Beet – dort, wo sich Wasser und Erreger örtlich ansammeln. Es lohnt sich, die beiden verursachenden Eipilz-Gattungen zu unterscheiden: Pythium befällt hauptsächlich Sämlinge und Feinwurzeln und verursacht Umfallkrankheit und Wurzelfäule in kühlem, nassem Substrat, während Phytophthora auch ältere, verholzte Pflanzen, Skelettwurzeln und den Wurzelhals angreift, stärker in wärmerem, mit Wasser gesättigtem Boden. Entscheidend für die Diagnose ist der Widerspruch der Symptome: Die Pflanze welkt und wirkt „trocken“, obwohl das Substrat nass ist – dies ist die Folge der zerstörten Wurzeln, nicht eines Wassermangels.
SpinnmilbenWinzige (0,3–0,5 mm) Spinnentiere, mit bloßem Auge kaum zu erkennen, die an der Blattunterseite saugen. Symptome: feine helle Sprenkel (Einstichstellen), mit der Zeit werden die Blätter grau, vergilben und vertrocknen. Bei starkem Befall zeigt sich ein feines Gespinst. Warme, trockene Luft fördert die Entwicklung — ein häufiges Problem bei Zimmerpflanzen im Winter in der Nähe von Heizkörpern. Spinnmilben sind keine Insekten, sondern Milben aus der Familie Tetranychidae — erwachsene Tiere haben 8 Beine (Larven nur 6). Am häufigsten tritt in Kulturen die Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae) auf: gelbgrüne Weibchen tragen an den Körperseiten zwei dunkle Flecken, überwinternde Weibchen verfärben sich orangerot. In Obstgärten ist die Obstbaumspinnmilbe (Panonychus ulmi) verbreitet, deren rote Eier gehäuft an der Triebrinde überwintern. Fraßmechanismus: Die Milben stechen die Zellen der Epidermis und des Mesophylls an der Blattunterseite an und saugen deren Inhalt aus, und die entleerten Zellen füllen sich mit Luft — daher die charakteristische, silbrig-graue, feine Sprenkelung, die von der Blattoberseite sichtbar ist (ähnelt einer mosaikartigen Verfärbung). Bei hoher Dichte werden die Blätter braun, rollen sich ein und fallen vorzeitig ab, und die ganze Pflanze schwächt sich und verliert an Zuwachs. Ein dichtes Gespinst zwischen Blättern und Triebspitzen erscheint erst bei fortgeschrittenem Befall und ist ein Signal für die Gefahr einer Verschleppung des Schädlings auf benachbarte Pflanzen. Der Entwicklungszyklus ist bei Wärme und Trockenheit sehr schnell — bei einer Temperatur von 25–30°C kann sich eine Generation in 1–2 Wochen abschließen, daher zahlreiche Generationen pro Saison und ein rasantes, exponentielles Anwachsen der Population. Die Weibchen legen kugelige, durchsichtige Eier an der Blattunterseite ab. Es überwintern begattete Weibchen (in Rindenritzen, Streu und Pflanzenresten) oder — bei der Obstbaumspinnmilbe — die Eier an der Rinde. Ein früher Befall wird leicht übersehen; bei der Diagnose hilft das Abschütteln eines Blattes über einem weißen Blatt Papier (wandernde Pünktchen werden sichtbar) oder das Betrachten der Blattunterseite mit einer Lupe.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | Gilt als sichere Pflanze — sie enthält keine Calciumoxalate, wie sie für die Aronstabgewächse typisch sind. |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Die Gattung erinnert an den venezianischen Arzt und Botaniker Bartolomeo Maranta aus dem 16. Jahrhundert. Die Art wurde im 19. Jahrhundert aus Brasilien beschrieben und verbreitete sich als Zimmerpflanze im 20. Jahrhundert in Europa, zusammen mit der Mode für Pflanzen mit dekorativen Blättern, die in schwach belichteten Räumen zurechtkommen.
Verwendung
Für Räume mit diffusem Licht: Badezimmer mit Fenster, Schlafzimmer, Büros fern vom Südfenster. Hervorragend wirkt sie auf einem Regal oder in einer aufgehängten Blumenampel, wo die hängenden Triebe zur Geltung kommen. Sicher für Haushalte mit Tieren.
Wissenswertes
- Die Blätter richten sich in der Dämmerung auf und falten sich wie Hände zum Gebet, am Morgen senken sie sich waagerecht — die Bewegung wird durch Druckveränderungen in den Polstern am Ansatz der Blattstiele (Nyktinastie) ausgelöst, gesteuert vom Tagesrhythmus der Pflanze.
- Die Familie der Marantengewächse liefert die Arrowroot-Stärke, die aus den Rhizomen der verwandten Pfeilwurz-Art gewonnen wird.
Häufige Fragen
Warum werden die Blätter der Pfeilwurz an den Spitzen braun?
Das ist fast immer die Folge von hartem Leitungswasser oder zu trockener Luft und keine Krankheit. Gieße mit abgestandenem oder Regenwasser und erhöhe die Luftfeuchtigkeit — stelle den Topf auf einen Untersetzer mit feuchtem Blähton oder in Gesellschaft anderer Pflanzen.
Warum faltet die Pfeilwurz ihre Blätter nachts nicht zusammen?
Die Blattbewegung hängt von einem deutlichen Unterschied zwischen Tag und Nacht ab. Steht die Pflanze in einem bis spät beleuchteten Raum oder ist sie ausgetrocknet und geschwächt, verschwindet der Rhythmus. Sorge nachts für Dunkelheit und für regelmäßiges Gießen.
Ist die Pfeilwurz für eine Katze sicher?
Ja, die Pfeilwurz gilt als ungiftig für Katzen und Hunde. Sie ist eine der wenigen wirkungsvollen Blattpflanzen, die man in einem Haushalt mit Tieren ohne Sorge vor einer Vergiftung halten kann.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- Missouri Botanical Garden — Maranta leuconeuraInstitution / Botanischer Garten
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