Kurz gefasst
- Schnell wachsender Baum, der in Kultur eine Höhe von 12–20 m erreicht.
- Die lichtdurchlässige Krone lässt viel Licht durch — unter dem Baum hält sich der Rasen.
- Außergewöhnlich widerstandsfähig gegen Trockenheit, Salz und städtische Verschmutzung.
- Die typische Art hat verzweigte Dornen und große Hülsen; in Städten pflanzt man dornenlose Sorten (inermis).
- Die feinen, gefiederten Fiederblättchen verfärben sich im Herbst goldgelb und zersetzen sich schnell, ohne den Rasen zu bedecken.
Botanische Daten
- Familie
- Fabaceae (Fabaceae)
- Höhe
- 12–20 m
- Breite
- 8–15 m
- Wuchsform
- Ausladend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne
- Boden
- Lehmig, Sandig, Kalkhaltig
- pH-Wert
- pH 6–8
- Feuchtigkeit
- Trocken, Mäßig
- Blütezeit
- Mai–Juni
- Winterhärte
- USDA 4a–9a
- Vermehrung
- Aus Samen, Aus Stecklingen
Merkmale
Großer Baum mit geradem oder leicht geneigtem Stamm und breiter, abgeflachter, lockerer Krone, durch die der Himmel durchscheint — daher die gängige Bezeichnung „lichtdurchlässig“. Die Blätter sind gefiedert, an jungen Trieben oft doppelt gefiedert, aufgebaut aus zahlreichen feinen, länglichen Fiederblättchen von 1–3 cm Länge; im Frühjahr und Sommer sind sie lebhaft grün und glänzend, im Herbst verfärben sie sich zu reinem, goldenem Gelb. Das Zerfallen des zarten Laubs in viele kleine Segmente führt dazu, dass die abgefallenen Blätter sich schnell zersetzen und keine geschlossene Schicht auf dem Rasen bilden. Die Blüten sind unscheinbar, grünlich bis cremefarben, in schmalen, hängenden Trauben angeordnet; sie öffnen sich um die Wende von Mai und Juni und verströmen einen schwachen, süßlichen Duft, der Insekten anlockt. Die Frucht ist eine lange, abgeflachte, oft spiralig gedrehte Hülse, die bis zu 20–40 cm lang wird und ihre Farbe von Grün zu Dunkelbraun wechselt; im Inneren befindet sich zwischen den Samen ein süßliches, klebriges Fruchtmark. Das auffälligste Merkmal der typischen Art sind die Dornen: hart, oft dreifach oder mehrfach verzweigt, direkt aus dem Stamm und älteren Ästen wachsend und mehrere Zentimeter lang. Die Rinde ist graubraun, bei älteren Bäumen in längliche, sich ablösende Streifen aufgerissen. Das Wurzelsystem ist tief und kräftig, was die Widerstandsfähigkeit des Baumes gegen Trockenheit und Wind zusätzlich erhöht.
Beliebte Sorten
- ‘Sunburst’
- Die beliebteste Zierform (Handelsname Suncole), dornenlos und samenfrei. Die jungen Zuwächse sind leuchtend gelb und hellen die Krone den ganzen Sommer über auf, ergrünen mit dem Alter; sie erreicht etwa 10–12 m.
- ‘Skyline’
- Dornenlos und samenfrei, mit regelmäßiger, breit kegelförmiger bis pyramidaler Krone und ausgeprägtem Leittrieb. Geschätzt als geordneter Straßenbaum; die Blätter sind im Herbst goldgelb.
- ‘Shademaster’
- Kräftig wachsende, dornenlose und samenfreie Sorte mit aufrechten Ästen und einer dichteren Krone als bei der Art, die mehr Schatten spendet. Die dunkelgrünen Blätter halten sich lange bis in den Herbst.
- ‘Ruby Lace’
- Dornenlose Sorte mit jungen Blättern, die bronzerot bis purpurn gefärbt sind und im Sommer ergrünen. Wird für den Farbeffekt gepflanzt; wächst schwächer als die grünlaubigen Sorten.
- ‘Moraine’
- Eine der ersten in den Handel eingeführten dornenlosen und samenfreien Sorten, mit breiter, ausladender Krone und guter Widerstandsfähigkeit gegen schwierige städtische Bedingungen.
- ‘Imperial’
- Dornenlose Sorte (Handelsname Impcole) mit kompakter, symmetrischer, abgerundeter Krone und mäßigen Ausmaßen, weshalb sie gern für kleinere städtische Flächen und Siedlungsräume gewählt wird.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Nach dem Anwachsen außergewöhnlich trockenheitsresistent und kurzzeitig salztolerant; regelmäßiges Gießen benötigen nur junge, frisch gepflanzte Exemplare während der ersten zwei bis drei Saisons.
Düngung
Auf durchschnittlichem Boden ist eine Düngung meist überflüssig; jungen Bäumen in magerem, städtischem Untergrund genügt eine Frühjahrsgabe Kompost oder Mehrnährstoffdünger.
Pflanzung
Verträgt ein breites Spektrum an Böden, auch arme, kalkhaltige und verdichtete städtische Untergründe; entscheidend ist ein sonniger, luftiger Standort und das Fehlen dauerhafter Staunässe.
Schnitt
Formierender Schnitt junger Bäume: Wahl des Leittriebs, Entfernen von Konkurrenztrieben, engen Zwieseln und sich kreuzenden Ästen sowie Aufasten der Krone bei Straßenbäumen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Ażurowa korona przepuszcza dużo światła, dlatego trawnik pod glediczją utrzymuje się lepiej niż pod drzewami o gęstym ulistnieniu.
Rozproszony cień i drobne, szybko rozkładające się listki nie zagłuszają runa, co pozwala obsadzić przestrzeń pod drzewem roślinami znoszącymi pełne słońce lub jasny półcień.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Die Amerikanische Gleditschie wächst natürlich in feuchten Flusstälern und Auwäldern des mittleren und östlichen Nordamerikas, in Kultur schätzt man sie jedoch vor allem für die gegenteilige Eigenschaft — die Widerstandsfähigkeit gegen extrem trockene und städtische Bedingungen. Die Gattung Gleditsia erinnert an Johann Gottlieb Gleditsch, den Direktor des Botanischen Gartens in Berlin im 18. Jahrhundert, und das Artepitheton triacanthos bedeutet „dreidornig“ und bezieht sich auf die verzweigten Dornen. In der früheren Wirtschaft Nordamerikas nutzte man die süßen Hülsen als Futter für Rinder und Pferde und das harte Holz für Pfähle und Werkzeuge. Die weite Verbreitung der Art im europäischen und amerikanischen Stadtgartenbau erfolgte jedoch erst im 20. Jahrhundert, mit der Selektion dornenloser und samenfreier Sorten aus der botanischen Varietät inermis („wehrlos“). Erst sie — frei von gefährlichen Dornen und ohne die Gehwege mit Hülsen zu verschmutzen — machten die Gleditschie zu einem der am häufigsten gepflanzten Straßenbäume, zumal sie das Salz vom winterlichen Streuen der Fahrbahnen, verdichteten Untergrund und die reflektierte Stadtwärme gut verträgt.
Verwendung
Die grundlegende Verwendung der Gleditschie ist das Stadtgrün: als Straßen-, Park- und Siedlungsbaum wird sie dort gepflanzt, wo Toleranz gegenüber Trockenheit, Salz, verdichtetem Boden und Verschmutzung zählt und zugleich ein leichter, nicht erdrückender Schatten erwünscht ist. Die lichtdurchlässige Krone lässt viel Licht durch, sodass Rasen und Stauden unter dem Baum besser wachsen als unter Arten mit dichtem Laub, und die feinen Herbstblättchen erfordern kein arbeitsintensives Zusammenrechen. Für Pflanzungen im öffentlichen Raum sowie für Hausgärten wählt man ausschließlich dornenlose und samenfreie Sorten aus der Gruppe inermis — frei von gefährlichen Dornen und lästigen Hülsen — wie den gelblaubigen „Sunburst“ oder die grünen, kräftig wachsenden „Skyline“ und „Shademaster“. Der Standort sollte sonnig und luftig sein; die Art verträgt arme, kalkhaltige und zeitweise ausgetrocknete Böden, dauerhafte Staunässe verträgt sie hingegen schlecht. Man pflanzt sie im Herbst oder im zeitigen Frühjahr unter Einhaltung eines großen Abstands, der einem Baum mit breiter Krone angemessen ist. Junge Exemplare formt man durch die Wahl eines Leittriebs und das Aufasten der Krone, um einen Durchgang über Gehweg oder Fahrbahn zu schaffen. Die Gleditschie eignet sich weder für geschnittene Hecken noch für kleine Gärten, in denen die endgültigen Ausmaße des Baumes schnell zum Problem würden.
Wissenswertes
- Trotz ihrer Zugehörigkeit zur Familie der Hülsenfrüchtler bildet die Gleditschie an den Wurzeln keine Knöllchen mit stickstoffbindenden Bakterien und reichert — anders als die meisten Schmetterlingsblütler — den Boden nicht mit diesem Nährstoff an.
- Der Name „honey locust“ stammt nicht von den Bienen, sondern von dem süßen, honigartigen Fruchtmark, das die reifen Hülsen füllt.
- Die Dornen der typischen Art sind bisweilen verzweigt wie ein Miniaturgeweih und wachsen direkt aus dem Stamm; die in Städten gepflanzten inermis-Sorten sind völlig frei von ihnen.
- Die botanische Varietät var. inermis bedeutet im Namen der Handelssorten „ohne Dornen“ — derselbe Bestandteil inermis erscheint in den Namen vieler anderer in der Natur bewehrter Pflanzen, deren Gartenformen man der Stacheln beraubt hat.
Häufige Fragen
Hat die Gleditschie Dornen und ist sie am Haus sicher?
Die typische Art ist mit langen, verzweigten Dornen an Stamm und Ästen bewehrt, deshalb pflanzt man an Häusern und Gehwegen ausschließlich dornenlose Sorten aus der Gruppe inermis (z. B. „Sunburst“, „Skyline“, „Shademaster“). Beim Kauf eines Baumes sollte man sich vergewissern, dass es sich tatsächlich um eine dornenlose Sorte handelt und nicht um einen Sämling der Art.
Übersteht die Amerikanische Gleditschie den polnischen Winter?
Ja. Die Art ist sehr frosthart — sie wächst in den USDA-Zonen 4a–9a und überwintert daher in ganz Polen ohne Schutz im Freiland. Sie verträgt auch das winterliche Streusalz der Fahrbahnen gut und bewährt sich deshalb als Straßenbaum.
Warum wächst der Rasen unter der Gleditschie besser als unter anderen Bäumen?
Die Krone der Gleditschie ist lichtdurchlässig und lässt viel Licht durch, und die feinen, gefiederten Fiederblättchen zersetzen sich im Herbst schnell, ohne eine geschlossene Schicht zu bilden. Dadurch erhalten Rasen und Stauden unter dem Baum mehr Sonne und werden nicht von Blättern bedeckt.
Wie schnell wächst die Gleditschie und wie groß wird sie?
Es ist ein in der Jugend schnell wachsender Baum, der in Kultur meist eine Höhe von 12–20 m und eine Breite von 8–15 m erreicht. Wegen der endgültigen Ausmaße und der breiten Krone eignet er sich nicht für kleine Gärten.
Sind die Hülsen der Gleditschie giftig?
Sie werden nicht als giftige Pflanze eingestuft, und das süße Fruchtmark aus den Hülsen wurde früher an Nutztiere verfüttert. Die größte Belästigung sind die Hülsen selbst, die Gehweg und Rasen verschmutzen, sowie die harten Dornen der typischen Art — deshalb pflanzt man in Städten samenfreie und dornenlose Sorten.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO) — Gleditsia triacanthosDatenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Gleditsia triacanthosInstitution / Botanischer Garten
- Missouri Botanical Garden — Gleditsia triacanthosInstitution / Botanischer Garten
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