Kurz gefasst
- Großer Parkbaum: 20–30 m hoch und 12–20 m breit, mit breiter, dichter Krone.
- Blüht im Mai und Juni, bereits nach dem Laubaustrieb, in hängenden Trauben von 10–25 cm Länge, die reich an Nektar sind.
- Sehr windfest dank des tiefen, herzförmigen Wurzelsystems; verträgt salzigen Seewind, gegenüber Streusalz ist er jedoch mäßig empfindlich.
- Flügelfrüchte und Keimlinge enthalten Hypoglycin A, das bei Pferden eine atypische Weidemyopathie auslöst — nicht in der Nähe von Weiden und Ausläufen pflanzen.
- Fruchtet und versamt sich reichlich: unter einem alten Baum erscheinen jährlich Hunderte zu entfernende Keimlinge.
Botanische Daten
- Familie
- Sapindaceae (Sapindaceae)
- Höhe
- 20–30 m
- Breite
- 12–20 m
- Wuchsform
- Ausladend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Lehmig, Humos, Kalkhaltig, Sandig
- pH-Wert
- pH 5.5–7.8
- Feuchtigkeit
- Mäßig, Feucht
- Blütezeit
- Mai–Juni
- Winterhärte
- USDA 4a–8b
- Vermehrung
- Aus Samen
Merkmale
Baum mit geradem, walzenförmigem Stamm und breiter, dichter, kuppelförmiger Krone. Im geschlossenen Waldbestand bildet er einen hohen, astfreien Schaft, während frei stehende Exemplare eine Krone entwickeln, die fast so breit wie hoch ist. Die Rinde junger Bäume ist glatt und grau, im Alter blättert sie in unregelmäßigen Platten ab und legt hellere, rotbraune Flecken frei — ein gut sichtbares Erkennungsmerkmal älterer Bäume und zugleich Ursprung des Artnamens pseudoplatanus, also „falsche Platane“. Die Blätter sind gegenständig, fünflappig, mit herzförmigem Grund und 12–20 cm breit; die Lappen haben stumpf zugespitzte Enden und einen grob gesägten Rand, die Blattspreite ist dunkelgrün und matt, unterseits deutlich heller. Der abgebrochene Blattstiel sondert einen wässrigen, durchsichtigen Saft ab — beim Spitzahorn ist er milchig und weiß, was der zuverlässigste Feldtest zur Unterscheidung beider Arten bleibt. Die Knospen des Bergahorns sind grün, beim Spitzahorn rotbraun, sodass die Bestimmung auch ohne Blätter, selbst im Winter, gelingt. Die gelbgrünen, kleinen Blüten, zu mehreren Dutzend bis über hundert in schmalen, hängenden Trauben von 10–25 cm Länge angeordnet, entfalten sich im Mai und Juni, also bereits nach dem Laubaustrieb; sie sondern reichlich Nektar ab. Die Frucht besteht aus paarigen Flügelfrüchten von 3–4,5 cm Länge, deren Flügelchen im rechten oder spitzen Winkel abgespreizt sind — beim Spitzahorn stehen sie nahezu waagerecht ab. Das Wurzelsystem ist herzförmig und reicht tief, was dem Baum eine sehr hohe Standfestigkeit bei Wind verleiht. Der Bergahorn wächst schnell, besonders in der Jugend, und erreicht unter guten Bedingungen ein Alter von etwa 400 Jahren. Die Herbstfärbung ist mattgelb und kurzlebig: dies ist kein Baum, den man wegen der Herbstfarben pflanzt.
Beliebte Sorten
- ‘Brilliantissimum’
- Die am häufigsten anzutreffende Gartensorte, verkauft als auf Stamm veredelte Form. Im Frühjahr sind die austreibenden Blätter lachsrosa, blassen dann zu cremegelb aus und ergrünen im Sommer. Sie wächst sehr langsam und erreicht nach einigen Jahrzehnten meist 4–8 m, wodurch sie in den Hausgarten passt.
- ‘Prinz Handjery’
- Eine Brilliantissimum ähnliche und ähnlich verwendete Sorte: junge Blätter rosa, in gelbgrün übergehend, unterseits jedoch deutlich purpurn. Kompakt und langsam wachsend, ebenfalls auf Stamm gezogen.
- ‘Atropurpureum’
- Eine Sorte mit oberseits dunkelgrünen und unterseits purpurviolett gefärbten Blättern — bei Wind wechselt die Krone deutlich die Farbe. Sie wächst mit der Kraft der typischen Art, ist also ein Vorschlag für den Park, nicht für den kleinen Garten. Nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Sorte des Fächerahorns (Acer palmatum), deren Blätter beidseitig rot sind.
- ‘Leopoldii’
- Eine buntlaubige Sorte: die Blattspreite ist unregelmäßig mit cremiger Gelbe und Rosa gesprenkelt und bespritzt, wobei junge Blätter mitunter fast ganz rosa-gelb sind. Wuchs ähnlich der typischen Art; am schönsten wirkt sie im Halbschatten, denn volle Sonne verbrennt die helleren Blattpartien.
- ‘Negenia’
- Eine niederländische Alleeselektion, ausgewählt nach einem geraden, durchgehenden Stamm und einer ausgeglichenen, regelmäßigen Krone. Sie wächst kräftig und schnell; verwendet in Alleepflanzungen und an breiten Straßen, wo es auf einen wiederkehrenden Wuchs der aufeinanderfolgenden Bäume ankommt.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Junge Bäume in den ersten zwei bis drei Saisons nach dem Pflanzen regelmäßig gießen. Ausgewachsene kommen allein zurecht, benötigen jedoch frischen Boden — lange Hitze verbunden mit Austrocknung schwächt sie deutlich und begünstigt Rindenkrankheiten.
Düngung
Mäßig — auf fruchtbarem Boden benötigt ein ausgewachsener Bergahorn keine Düngung.
Pflanzung
Frischer und nährstoffreicher Boden, von lehmig über humos bis kalkhaltig; entscheidend ist der Platz, denn die Krone eines ausgewachsenen Baumes erreicht bis zu 20 m Breite.
Schnitt
Auf das Nötigste beschränkter Schnitt: Entfernen von Totholz sowie kranken und sich kreuzenden Trieben. Die Krone junger Bäume wird schrittweise über mehrere Saisons geformt, nicht mit einem einzigen starken Schnitt.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Znosi suchy cień i konkurencję korzeniową, więc zadarnia strefę pod koroną tam, gdzie trawnik już nie rośnie.
Niska okrywa dla cienistego podłoża pod dużym drzewem; nie wymaga koszenia ani przekopywania w zasięgu korzeni.
Paproć żyznych lasów liściastych, naturalny składnik runa jaworzyn — te same warunki cienia i świeżej, próchnicznej gleby.
Geofit runa lasów liściastych: rozwija się i kwitnie wczesną wiosną, zanim jawor się ulistni, więc nie konkuruje z nim o światło.
Schlechte Nachbarschaft
Skrzydlaki i siewki jaworu zawierają hipoglicynę A wywołującą u koni atypową miopatię; opadają dokładnie tam, gdzie konie się pasą.
Wymaga pełnego słońca oraz suchej, przepuszczalnej gleby — cień korony i konkurencja korzeni jaworu ją wyniszczają.
Traci wodę na rzecz korzeni drzewa, a spadź mszycy jaworowej i coroczny wysyp siewek dodatkowo utrudniają jego utrzymanie.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Das erste Symptom ist ein plötzliches Welken und Vertrocknen der Blätter an einzelnen Ästen oder auf einer Seite der Krone, während der übrige Teil der Pflanze scheinbar gesund bleibt. Im Querschnitt eines befallenen Triebes zeigt sich eine bräunliche oder grünliche Verfärbung des Holzes — die vom Pilz verstopften Leitbündel, die kein Wasser mehr leiten. Die Krankheit schreitet in den folgenden Jahren fort, erfasst einen immer größeren Teil der Krone und führt zum allmählichen Absterben der Pflanze. Besonders empfindlich sind Ahorne (vor allem der Fächerahorn), der Trompetenbaum sowie viele andere Bäume, Sträucher und Stauden. Die Krankheit tritt in zwei Formen auf: einer „akuten“ Form, bei der ein Ast oder die gesamte Pflanze innerhalb weniger Wochen rasch abstirbt, und einer „chronischen“ Form — einem langsamen Absterben über mehrere Saisons hinweg, mit kleineren, aufgehellten Blättern, randlichem Vertrocknen der Blattspreiten (das an einen Sonnenbrand erinnert) und vorzeitiger Herbstfärbung an den befallenen Trieben. Die sektorenweise, einseitige Verteilung der Symptome ist vor allem an Gehölzen das Erkennungsmerkmal der Verticillium-Welke — es stirbt jener Teil der Krone ab, den die verstopften Leitbündel versorgen. Die Holzverfärbung ist am besten direkt unter der Rinde als längliche Streifen und im Querschnitt als unterbrochener Ring zu erkennen; bei Ahornen ist sie oft olivgrün. Die Symptome verstärken sich bei Hitze und Trockenheit, wenn der Wasserbedarf die Leistungsfähigkeit der geschädigten Leitbündel übersteigt. An krautigen Pflanzen (Dahlie, Aster, Chrysantheme, Tomate, Kartoffel, Erdbeere) treten Welke und Vergilbung der unteren Blätter, Verkümmerung sowie einseitige (halbseitige) Vergilbung der Blattspreite auf — bei diesen Arten ist das Symptombild allein jedoch unzuverlässig für die Unterscheidung, da die einseitige Vergilbung auch durch die Fusarium-Welke verursacht werden kann. Die Verfärbung der Leitbündel allein ist nicht eindeutig — eine sichere Diagnose erfordert die Laborisolierung des Erregers.
RunzelschorfDie Krankheit betrifft Ahorne, insbesondere den Spitzahorn und den Bergahorn. Auf der Blattoberseite erscheinen im Sommer große, runde, erhabene, glänzend schwarze Flecken mit einem Durchmesser von bis zu 1–2 cm, die täuschend an Teertropfen oder erstarrten Lack erinnern und oft von einem helleren, gelblichen Rand umgeben sind. Der Schaden ist vor allem ästhetischer Natur, wenngleich bei starkem Befall die Blätter etwas früher abfallen. Interessanterweise treten die Flecken vor allem dort auf, wo die Luft sauber ist — der Pilz ist empfindlich gegenüber Schwefeldioxid-Belastung und gilt daher als natürlicher Indikator für gute Luftqualität. Die Entwicklung des Symptoms verläuft charakteristisch: Das erste Anzeichen, bereits im Spätfrühling oder Frühsommer sichtbar, ist ein verschwommener, hellgrüner bis gelblicher Verfärbungsfleck, noch ohne schwarze Struktur. Erst innerhalb dieses Flecks bildet sich in der zweiten Sommerhälfte eine dicke, anfangs matte, später glänzend schwarze Kruste (das Pilzstroma), leicht erhaben, mit fein strahliger oder runzeliger Oberfläche. Die Flecken sind hart und dauerhaft mit der Blattspreite verwachsen — sie lassen sich weder mit dem Finger abwischen noch mit Wasser abwaschen, was das entscheidende Merkmal zur Unterscheidung vom oberflächlichen, rußartigen Belag ist. Auf der Blattunterseite, gegenüber dem Fleck, ist das Gewebe mitunter heller, gelblich. Die Zahl der Flecken schwankt von einzelnen bis zu über einem Dutzend je Blatt; bei starker Dichte können sie sich fast berühren. Die Krankheit ist einzyklisch — im Laufe der Saison kommt es zu keinen Sekundärinfektionen, und die reifen Fruchtkörper (Apothecien) bilden sich in den schwarzen Stromata erst auf dem Falllaub über den Winter und schleudern im Frühjahr die Schlauchsporen aus, die die jungen, sich entwickelnden Blätter infizieren. Der Befall schwächt den Baum nicht dauerhaft — selbst bei zahlreichen Flecken bleiben Zuwachs und allgemeiner Zustand ungestört.
Hallimasch-WurzelfäuleDer Pilz befällt die Wurzeln und die Stammbasis von Bäumen und Sträuchern und führt zu deren langsamem Absterben – die Pflanzen wachsen schwach, die Krone lichtet sich, die Blätter werden kleiner, bis sie schließlich vertrocknen. Das diagnostische Merkmal sind weiße, fächerförmige Pilzmyzelien, die eine dichte Schicht unter der Rinde an der Stammbasis bilden und deutlich pilzig riechen. Im Boden und unter der Rinde treten schwarze oder dunkelbraune, schnurartige Rhizomorphen auf, mit denen sich der Pilz auf weitere Pflanzen ausbreitet. Im Herbst wachsen an der Basis befallener Bäume Büschel von Fruchtkörpern – der Hallimasch. Die oberirdischen Symptome sind unspezifisch und leicht mit Trockenheit oder Überdüngung zu verwechseln: Ein Teil der Pflanzen stirbt plötzlich ab (der ganze Baum wird innerhalb einer Saison braun, besonders bei Hitze), andere schwächeln über Jahre – sie treiben nur kurze Triebe, verfärben sich vorzeitig und setzen kurz vor dem Absterben ungewöhnlich reichlich Blüten oder Früchte an („Stressblüte“). Bei Nadelgehölzen tritt häufig Harzfluss an der Stammbasis auf. Legt man die Rinde am Wurzelhals frei, bleicht das Holz von Wurzeln und Stamm aus und vermorscht weich – der Hallimasch verursacht eine Weißfäule des Holzes. Die Myzelschicht ist mitunter cremefarben, ledrig und breitet sich strahlenförmig unter der abgestorbenen Rinde aus. Eine biologische Kuriosität, jedoch kein für die Gartendiagnose brauchbares Merkmal, ist, dass das Myzel im feuchten, befallenen Holz sehr schwach im Dunkeln leuchten kann (sogenanntes „kaltes Licht“) – das Phänomen ist zu schwach und erfordert völlige Dunkelheit, sodass es sich in der Praxis nicht zur Erkennung der Krankheit nutzen lässt. Die Krankheit schreitet herdweise voran – nacheinander sterben die der befallenen Pflanze benachbarten Pflanzen ab.
RußtauAuf Blättern, Trieben und Früchten bildet sich ein schwarzer, rußartiger Belag, der sich mit dem Finger teilweise abwischen lässt. Diese Pilze infizieren das Pflanzengewebe nicht – sie entwickeln sich auf dem süßen, klebrigen Honigtau, den Blattläuse, Weiße Fliegen, Wollläuse, Blattflöhe und Schildläuse ausscheiden. Der Belag entsteht also genau dort, wo diese Schädlinge saugen, und schadet vor allem dadurch, dass er die Blattspreite verdeckt, die Photosynthese einschränkt und die Pflanzen verunstaltet. Häufig ist das Symptom an Zitruspflanzen, Linde, Ahorn sowie an Zimmer- und Gewächshauspflanzen zu sehen. Der Belag ist mal dünn und spinnwebartig, mal dick, krustig und mattschwarz – je nach Pilzart und Menge des Honigtaus; an immergrünen Pflanzen kann er den ganzen Winter über bestehen bleiben. Ein entscheidendes Erkennungsmerkmal: Wischt man die Blattspreite ab, kommt unter der schwarzen Schicht gesundes, grünes Gewebe zum Vorschein – der Rußtau hinterlässt keine Flecken, Nekrosen oder Fraßstellen, denn er dringt nicht ins Blatt ein. Charakteristisch ist auch die Ausdehnung des Symptoms: Der Ruß setzt sich dort ab, wo der klebrige Honigtau heruntertropft, und erscheint daher nicht nur auf den Blättern, sondern auch auf Gegenständen unter der Pflanze – dem Gehweg, Gartenmöbeln, der Fensterbank oder der Karosserie –, was für sich genommen den Schädlingsbefall weiter oben verrät. Die Rußtaupilze selbst sind dunkel gefärbte (melaninhaltige) Saprophyten, weshalb die Schicht tiefschwarz ist. Der unmittelbare Schaden für die Pflanze ist meist mäßig – Schwächung durch Beschattung der Blätter, Vigorverlust, schlechteres Aussehen und geminderter Handelswert von Früchten oder Zierpflanzen –, doch ein dichter, langanhaltender Belag auf vielen Blättern schränkt Assimilation und Zuwachs tatsächlich ein. Den Rußtau betrachtet man am besten als sichtbares Signal dafür, dass sich weiter oben an der Pflanze (oder am Baum darüber) eine Kolonie saugender Insekten entwickelt.
BlattläuseKleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus. Ein diagnostisches Merkmal, das Blattläuse von anderen kleinen saugenden Insekten unterscheidet, ist das Paar Siphonen (röhrenförmige Fortsätze) am Hinterleibsende sowie das Schwänzchen (Cauda); in einer Kolonie treten meist ungeflügelte Formen (parthenogenetische Weibchen) neben geflügelten Wanderformen auf, die im Sommer neue Pflanzen anfliegen. Im Sommer vermehren sich Blattläuse parthenogenetisch und lebendgebärend in vielen Generationen, wodurch die Population lawinenartig anwächst; im Herbst erscheint bei vielen Arten eine geschlechtliche Generation, die überwinternde Eier am Wirt ablegt, und wirtswechselnde Arten wandern zwischen dem Winterwirt (oft einem Baum oder Strauch) und dem Sommerwirt (einer krautigen Pflanze). Fraßsymptome sind Einrollen, Kräuseln und Verformung junger Blätter, Wachstumshemmung, Vergilben sowie Abfallen von Knospen und Fruchtansätzen. Reichlicher Honigtau überzieht die Blätter, und der darauf wachsende Rußtaupilz bildet einen schwarzen Belag, der die Photosynthese einschränkt; vom Honigtau ernähren sich Ameisen, die im Gegenzug die Kolonie vor Fressfeinden schützen. Blattläuse sind zudem wichtige Vektoren von Pflanzenviren (u. a. Mosaiken) und übertragen diese bereits während eines kurzen Probestichs von Pflanze zu Pflanze.
Kleiner FrostspannerEin Falter mit ausgeprägtem Geschlechtsdimorphismus: das Männchen hat graubraune, fein gebänderte Flügel mit einer Spannweite von etwa 25 mm, während das Weibchen praktisch flügellos und flugunfähig ist und daher im Herbst am Stamm emporklettert, um die Eier in der Krone abzulegen. Im Frühjahr schlüpfen grüne Spannerraupen mit hellen Längsstreifen, die sich mit dem charakteristischen „Katzenbuckel“-Gang (Zusammenziehen des Hinterleibs) fortbewegen und die sich entwickelnden Knospen, jungen Blätter und Fruchtansätze auffressen, wobei sie diese oft mit Fäden umspinnen. Er befällt Apfel, Birne, Pflaume, Kirsche sowie viele Laubbäume und -sträucher. Die erwachsene Raupe erreicht eine Länge von bis zu etwa 25 mm, ist gelbgrün mit einer dunkleren Rückenlinie und hellen Streifen an den Seiten; als typischer Spanner (Geometridae) besitzt sie nur zwei Paar Bauchfüße am Hinterleibsende, woraus ihr schlingernder „Katzenbuckel“-Gang resultiert. Die Eier werden einzeln an den Knospen und in Rindenrissen abgelegt, wo sie überwintern, und kurz vor dem Frühjahrsschlupf wechseln sie ihre Farbe von grünlich zu orangerot. Die Art bildet eine Generation pro Jahr: die Falter fliegen im Spätherbst (Oktober–Dezember, daher der deutsche Name „Frostspanner“) an kühlen, frostfreien Abenden, und die flugunfähigen Weibchen klettern dann an den Stämmen empor. Der Raupenschlupf im Frühjahr ist eng mit dem Knospenaufbruch synchronisiert (meist April); nach etwa 4–6 Wochen Fraß lassen sich die Raupen an Fäden zum Boden herab und verpuppen sich flach in der Erde, wo die Puppe den Sommer verbringt. Anzeichen des Fraßes sind durchlöcherte und zerfetzte junge Blätter, ausgefressene Blüten- und Blattknospen sowie deformierte, mit korkigen Narben überzogene Früchte, die aus beschädigten Fruchtansätzen entstehen; bei starkem Befall können die Raupen die Krone nahezu kahl fressen.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Pferde | Tödlich | Flügelfrüchte und frühjährliche Keimlinge enthalten Hypoglycin A — bei Pferden löst es eine atypische Myopathie (saisonale Weidemyoglobinurie) aus, eine akute Rhabdomyolyse mit sehr hoher Sterblichkeit. Nicht in der Nähe von Weiden, Ausläufen und Paddocks pflanzen; von Weiden, die an Bergahorne grenzen, herabgefallene Flügelfrüchte und Keimlinge entfernen, mit Heu zufüttern und nicht zulassen, dass die Grasnarbe bis auf den bloßen Boden abgefressen wird. |
| Menschen | Leicht | Der Kontakt mit dem Baum ist unbedenklich, und Vergiftungen von Menschen durch Bergahornsamen sind nicht beschrieben. Die Flügelfrüchte und Keimlinge enthalten jedoch Hypoglycin A — dieselbe Verbindung, die in unreifen Akee-Früchten beim Menschen schwere, mitunter tödliche Vergiftungen auslöst. Flügelfrüchte und Keimlinge dürfen nicht gegessen werden, und Kinder sollten nicht daran kauen. |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Der Bergahorn ist eine europäische Art mit Verbreitungsschwerpunkt in den Gebirgen Mittel- und Südeuropas — von den Pyrenäen und Alpen über die Karpaten bis zum Balkan und Kaukasus. In Polen wächst er natürlich vor allem im Sudeten- und Karpatengebirge sowie in den Hochländern des Landessüdens, wo er neben Buche und Tanne die Wälder der unteren montanen Stufe mitbildet; im Tiefland ist er gepflanzt und eingebürgert. Die Gesellschaften unter seiner Beteiligung — montane Hochstauden-Bergahornwälder sowie Bergahorn- und Ahorn-Linden-Wälder steiler Hänge — gehören zu den im Natura-2000-Netz geschützten Lebensraumtypen (Codes 9140 und 9180). Der englische Artname sycamore wiederholt die im lateinischen Namen verankerte Verwechslung mit der Platane und ist die Quelle einer dauerhaften Verwirrung: In Nordamerika bezeichnet dasselbe Wort die Amerikanische Platane (Platanus occidentalis) und in Bibelübersetzungen die Maulbeer-Feige (Ficus sycomorus). Das Holz des Bergahorns ist nahezu weiß, gleichmäßig und hart, seit Langem in der Möbelfertigung und Drechslerei geschätzt. Stämme mit welligem Faserverlauf, Riegelahorn genannt, sind das Grundmaterial für Böden, Zargen und Hälse von Geigen — schon die Cremoneser Geigenbauer des 17. und 18. Jahrhunderts griffen zu ihnen.
Verwendung
Der Bergahorn ist ein Baum großen Maßstabs: für Parks, Alleen, breite Straßenbegleitgrünstreifen, Bepflanzungen von Industriegeländen und Windschutzstreifen. Seine stärkste Seite ist die Widerstandsfähigkeit gegen starken, ständigen Wind — an den Küsten der Britischen Inseln wird er seit Langem in Schutzstreifen gepflanzt, die dem salzigen Seewind ausgesetzt sind. Das bedeutet jedoch nicht, dass er jede Versalzung verträgt: Gegenüber Streusalz ist er mäßig empfindlich, sodass für enge, intensiv vom Schnee geräumte Straßen besser eine andere Art zu wählen ist. Er toleriert ein breites Spektrum an Böden, von lehmigen und humosen über sandige bis kalkhaltige, sofern sie frisch bleiben. Kurze Trockenperioden verträgt er, doch anhaltende Hitze in Verbindung mit Bodentrockenheit schwächt ihn deutlich und begünstigt die durch den Pilz Cryptostroma corticale verursachte Rußrindenkrankheit. Befallenes Holz sollte man nicht ohne Atemschutz entrinden oder zerkleinern — die Sporen dieses Pilzes lösen beim Menschen eine allergische Alveolitis aus, in der Literatur als Ahornrindenschäler-Krankheit beschrieben. Für einen kleinen Garten eignet sich die typische Art nicht — ihre Rolle übernehmen dort auf Stamm veredelte Sorten, vor allem Brilliantissimum. Gepflanzt wird im Herbst oder zeitigen Frühjahr, im Abstand von 8–12 m zu den Nachbarn. Unter der Krone, im trockenen Schatten, bewähren sich Efeu, Immergrün und Farne, während der Rasen den Konkurrenzkampf um Wasser verliert. Zwei Dinge sollte man vor dem Pflanzen bedenken. Erstens verklebt der Honigtau der Bergahornblattlaus alles, was unter dem Baum steht, weshalb man den Bergahorn nicht über einer Terrasse, einem Stellplatz oder einer Bank pflanzt. Zweitens fruchtet der Baum reichlich und liefert jährlich Hunderte Keimlinge, die aus den Beeten zu jäten sind. Die Art sollte auch nicht in der Nähe von Weiden und Ausläufen für Pferde gepflanzt werden.
Wissenswertes
- Der Bergahorn ist der bevorzugte Wirt der Bergahornblattlaus (Drepanosiphum platanoidis); die Population an einem einzigen großen Baum wird auf bis zu 2,5 Millionen Individuen geschätzt, und der von ihnen erzeugte Honigtau verklebt Blätter, Gehwege und unter der Krone stehende Autos.
- Hypoglycin A, verantwortlich für die Vergiftungen von Pferden durch Bergahornsamen, ist dieselbe Verbindung, die Vergiftungen durch unreife Früchte des Akee (Blighia sapida) auslöst — einer Pflanze aus derselben Familie der Seifenbaumgewächse. In Nordamerika werden entsprechende Fälle bei Pferden nicht mit dem Bergahorn, sondern mit dem Eschen-Ahorn (Acer negundo) in Verbindung gebracht.
- Die höchstgeschätzten Bergahornstämme haben wellig verwachsene Fasern, die quer zu den Jahresringen die charakteristische „Flammung“ ergeben. Genau diese Zeichnung sieht man auf den Böden historischer Geigen.
Häufige Fragen
Wie unterscheidet man den Bergahorn vom Spitzahorn?
Am zuverlässigsten ist der Safttest: Der abgebrochene Blattstiel des Bergahorns sondert einen durchsichtigen, wässrigen Saft ab, der des Spitzahorns einen milchigen, weißen. Es helfen auch drei weitere Merkmale. Die Blattlappen des Bergahorns sind stumpf endend, die des Spitzahorns spitz in eine dünne Spitze ausgezogen. Der Bergahorn blüht in hängenden Trauben im Mai, bereits nach dem Laubaustrieb, der Spitzahorn in aufrechten Doldenrispen im April, noch vor den Blättern. Die Flügelchen der Früchte des Bergahorns bilden einen rechten oder spitzen Winkel, beim Spitzahorn spreizen sie sich nahezu waagerecht ab. Im Winter entscheidet die Farbe der Knospen: grün beim Bergahorn, rotbraun beim Spitzahorn.
Ist der Bergahorn für Pferde gefährlich?
Ja, und dies ist der schwerwiegendste Vorbehalt gegenüber dieser Art. Die Flügelfrüchte und die frühjährlichen Keimlinge enthalten Hypoglycin A, das bei Pferden eine atypische Myopathie auslöst, auch saisonale Weidemyoglobinurie genannt — einen akuten Muskelzerfall mit sehr hoher Sterblichkeit. Das Risiko steigt im Herbst, wenn der Wind die Samen auf die Weide weht, und im Frühjahr, wenn die Keimlinge massenhaft aufgehen, besonders auf abgeweideter, magerer Grasnarbe. Der Bergahorn wird nicht in der Nähe von Weiden, Ausläufen und Paddocks gepflanzt; wachsen die Bäume bereits in der Nachbarschaft, sollte man die Zone unter den Kronen einzäunen, herabgefallene Flügelfrüchte und Keimlinge entfernen und die Pferde mit Heu zufüttern, damit sie kein Futter am Boden suchen.
Ist der Bergahorn für Menschen giftig?
Vergiftungen von Menschen durch Bergahornsamen sind nicht beschrieben, und der Kontakt mit dem Baum ist unbedenklich. Die Flügelfrüchte und Keimlinge enthalten jedoch Hypoglycin A — dieselbe Verbindung, die in unreifen Akee-Früchten beim Menschen schwere Vergiftungen auslöst —, weshalb man sie nicht essen und Kinder nicht daran kauen lassen sollte. Ein gesondertes Thema ist die durch den Pilz Cryptostroma corticale verursachte Rußrindenkrankheit: Beim Entrinden und Zerkleinern befallenen Holzes werden Sporen frei, die eine allergische Alveolitis auslösen, sodass solche Arbeiten mit einer Staubschutzmaske ausgeführt werden.
Eignet sich der Bergahorn für den Hausgarten?
Die typische Art eher nicht — sie wird 20–30 m hoch und 12–20 m breit, benötigt 8–12 m Abstand zu Gebäuden und Nachbarn und versamt sich zudem reichlich. Auf einem kleineren Grundstück sind auf Stamm veredelte Sorten wie Brilliantissimum oder Prinz Handjery eine sinnvolle Alternative, die nach einigen Jahrzehnten bei etwa 4–8 m stehen bleiben.
Warum ist unter dem Bergahorn alles klebrig?
Das ist der Honigtau der Bergahornblattlaus, für die der Bergahorn der Hauptwirt ist. Die Insekten fressen an der Blattunterseite und scheiden einen klebrigen Honigtau aus, der sich auf Blättern, Gehweg und Autos absetzt; auf dem Belag entwickeln sich später schwarze Rußtaupilze. Das Phänomen ist saisonal und gefährdet die Gesundheit eines erwachsenen Baumes nicht, weshalb man es nicht mit Spritzungen bekämpft — das Problem löst man bei der Standortwahl, indem man den Bergahorn fern von Terrasse, Bank und Stellplatz pflanzt.
Wann schneidet man den Bergahorn?
Im Hochsommer, am besten im Juli und August, wenn der Baum voll belaubt ist. Der Bergahorn gehört zu den „blutenden“ Bäumen: Von Spätwinter bis Frühsommer geschnitten, verliert er durch die Wunden große Mengen Saft, was ihn schwächt. Beschränke den Schnitt auf Totholz sowie kranke und sich kreuzende Triebe; forme die Krone eines jungen Baumes schrittweise über mehrere Saisons statt mit einem einzigen starken Schnitt.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO) — Acer pseudoplatanusDatenbank (GBIF, POWO…)
- Trees and Shrubs Online (International Dendrology Society) — Acer pseudoplatanusDatenbank (GBIF, POWO…)
- Missouri Botanical Garden, Plant Finder — Acer pseudoplatanusInstitution / Botanischer Garten
- Woodland Trust — Sycamore (Acer pseudoplatanus)Institution / Botanischer Garten
- Unger L. i in., Samaras and seedlings of Acer pseudoplatanus are potential sources of hypoglycin A intoxication in atypical myopathy without necessarily inducing clinical signs, Equine Veterinary JournalWissenschaftlicher Artikel
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