Kurz gefasst
- Wird 4–7 m hoch bei 3–6 m Breite — passt selbst in einen kleinen Garten.
- Blüht im Mai mit hängenden, goldgelben Trauben von 10–30 cm Länge.
- Stark giftig: Cytisin kommt in allen Teilen vor, am meisten in Samen und Hülsen.
- Mag Sonne und durchlässigen Boden, auch trocken, mager und kalkhaltig; verträgt keinen staunassen Untergrund.
- Formschnitt nur im Spätsommer oder Frühherbst — im Winter und Frühjahr blutet er stark; verwelkte Trauben mit Hülsen werden gesondert, schon im Juni, herausgeschnitten.
Botanische Daten
- Familie
- Fabaceae (Fabaceae)
- Höhe
- 4–7 m
- Breite
- 3–6 m
- Wuchsform
- Ausladend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Sonne, Halbschatten
- Boden
- Sandig, Lehmig, Kalkhaltig, Humos
- pH-Wert
- pH 5.5–7.8
- Feuchtigkeit
- Trocken, Mäßig
- Blütezeit
- Mai–Juni
- Winterhärte
- USDA 5b–8a
- Vermehrung
- Aus Samen
Merkmale
Kleiner Baum oder großer, oft mehrstämmiger Strauch mit anfangs aufrechtem, im Alter breit ausladendem Wuchs und bogig geschwungenen Ästen. Er wird meist 4–7 m hoch bei 3–6 m Breite, wächst mäßig schnell und ist kurzlebig — in Gärten wird er meist 20–40 Jahre alt. Die Rinde junger Stämme ist glatt und olivgrün, im Alter graubraun und flach rissig, das Kernholz dunkel, fast schokoladenfarben. Die Blätter sind dreiteilig, an langen Stielen sitzend, mit elliptischen Blättchen von 3–8 cm Länge, oberseits mattgrün und — ebenso wie die jungen Triebe und Hülsen — unterseits mit anliegenden, seidigen Härchen bedeckt. Diese Behaarung ist das einfachste Merkmal, das die Art vom sehr ähnlichen Alpen-Goldregen (Laburnum alpinum) unterscheidet, dessen Blätter und Früchte nahezu kahl und glänzend sind. Die schmetterlingsförmigen, goldgelben Blüten, zu mehreren Dutzend in hängenden Trauben von 10–30 cm Länge vereint, entfalten sich im Mai — in kühleren Jahren und in höheren Lagen zur Wende von Mai und Juni — erst nach dem Laubaustrieb; der Alpen-Goldregen blüht zwei bis drei Wochen später. Der Baum wird nicht wegen seines Dufts kultiviert: Über seinen Zierwert entscheidet allein die Wirkung der hängenden Trauben. Die Frucht ist eine flache Hülse von 4–8 cm Länge, anfangs grün und seidig behaart, nach der Reife im August und September braun und pergamentartig, mit einigen harten, dunklen Samen; leere Hülsen können bis in den Winter an den Zweigen hängen bleiben. Wie bei anderen Hülsenfrüchtlern bilden sich an den Wurzeln Knöllchen mit Bakterien, die den Luftstickstoff binden.
Beliebte Sorten
- ‘Pendulum’
- Form mit hängenden, bogig herabfallenden Trieben, ausschließlich durch Veredelung auf einem Stamm vermehrt — ihre endgültige Höhe hängt von der Höhe der Unterlage ab und überschreitet meist nicht 2–3 m. Sie blüht wie die Art, doch die Trauben hängen entlang der Kaskade der Triebe herab. Erfordert das systematische Herausschneiden der unterhalb der Veredelungsstelle austreibenden Triebe.
- ‘Aureum’
- Sorte mit gelbgoldenen Blättern, am intensivsten im Frühjahr gefärbt, im Sommer zu Gelbgrün verblassend. Sie wächst langsamer und bleibt deutlich kleiner als die Art; in der vollen Sonne bekommen die Blätter mitunter Verbrennungen, weshalb sie leichten Halbschatten besser verträgt. Im Handel selten.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Nach dem Einwurzeln verträgt er zeitweilige Trockenheit sowie magere, steinige Böden; regelmäßiges Gießen brauchen nur junge Exemplare in den ersten zwei bis drei Jahreszeiten. Auf Staunässe reagiert er sehr schlecht — nasser, verdichteter Untergrund ist eine häufige Ursache für das Absterben der Triebe.
Düngung
Sparsam und ohne Stickstoff — der Goldregen als Schmetterlingsblütler lebt mit Knöllchenbakterien zusammen, die den Luftstickstoff binden, und eine Stickstoffdüngung baut Triebe auf Kosten der Blüte aus.
Pflanzung
Sonniger oder leicht halbschattiger Standort, durchlässiger Boden — auch mager, steinig und kalkhaltig. Staunasse, verdichtete Stellen und Senken, in denen sich Wasser sammelt, meiden.
Schnitt
Formschnitt minimal — trockene, kranke und sich kreuzende Triebe sowie einzelne den Wuchs störende Äste entfernen. Unabhängig davon werden jedes Jahr im Juni die verwelkten Trauben samt Stielen herausgeschnitten, bevor die Hülsen braun werden: Das verringert die Menge giftiger Samen im Garten und stärkt die Blüte im Folgejahr. Bei auf einem Stamm veredelten Formen unbedingt die unterhalb der Veredelungsstelle austreibenden Triebe entfernen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Czosnek olbrzymi zakwita w czerwcu, gdy złotokap kończy kwitnienie — fioletowe kule przejmują wtedy efekt pod prowadzonym na łuku tunelem i przedłużają go o kolejne tygodnie. Obie rośliny lubią pełne słońce i przepuszczalną, niezbyt wilgotną glebę.
Znosi suchą, przerośniętą korzeniami ziemię w lekkim cieniu pod koroną i tworzy zwartą okrywę bez konkurowania o wodę z drzewem.
Na słonecznym obrzeżu, poza zasięgiem korony, ma te same wymagania co złotokap — pełne słońce, przepuszczalną, zasadową glebę i suche lato — a kwitnie w maju i czerwcu, więc towarzyszy gronom przez cały ich okres.
Schlechte Nachbarschaft
Opadające kwiaty, a zwłaszcza dojrzewające strąki z silnie trującymi nasionami mieszają się z jadalnymi zbiorami — to realne ryzyko przy grządkach pielęgnowanych razem z dziećmi.
Różanecznik wymaga kwaśnego, stale wilgotnego i próchnicznego podłoża, a złotokap najlepiej rośnie na przepuszczalnej, suchej, często wapiennej glebie — jednego stanowiska nie da się przygotować pod obie rośliny.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Der Pilz befällt die Wurzeln und die Stammbasis von Bäumen und Sträuchern und führt zu deren langsamem Absterben – die Pflanzen wachsen schwach, die Krone lichtet sich, die Blätter werden kleiner, bis sie schließlich vertrocknen. Das diagnostische Merkmal sind weiße, fächerförmige Pilzmyzelien, die eine dichte Schicht unter der Rinde an der Stammbasis bilden und deutlich pilzig riechen. Im Boden und unter der Rinde treten schwarze oder dunkelbraune, schnurartige Rhizomorphen auf, mit denen sich der Pilz auf weitere Pflanzen ausbreitet. Im Herbst wachsen an der Basis befallener Bäume Büschel von Fruchtkörpern – der Hallimasch. Die oberirdischen Symptome sind unspezifisch und leicht mit Trockenheit oder Überdüngung zu verwechseln: Ein Teil der Pflanzen stirbt plötzlich ab (der ganze Baum wird innerhalb einer Saison braun, besonders bei Hitze), andere schwächeln über Jahre – sie treiben nur kurze Triebe, verfärben sich vorzeitig und setzen kurz vor dem Absterben ungewöhnlich reichlich Blüten oder Früchte an („Stressblüte“). Bei Nadelgehölzen tritt häufig Harzfluss an der Stammbasis auf. Legt man die Rinde am Wurzelhals frei, bleicht das Holz von Wurzeln und Stamm aus und vermorscht weich – der Hallimasch verursacht eine Weißfäule des Holzes. Die Myzelschicht ist mitunter cremefarben, ledrig und breitet sich strahlenförmig unter der abgestorbenen Rinde aus. Eine biologische Kuriosität, jedoch kein für die Gartendiagnose brauchbares Merkmal, ist, dass das Myzel im feuchten, befallenen Holz sehr schwach im Dunkeln leuchten kann (sogenanntes „kaltes Licht“) – das Phänomen ist zu schwach und erfordert völlige Dunkelheit, sodass es sich in der Praxis nicht zur Erkennung der Krankheit nutzen lässt. Die Krankheit schreitet herdweise voran – nacheinander sterben die der befallenen Pflanze benachbarten Pflanzen ab.
BlattläuseKleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus. Ein diagnostisches Merkmal, das Blattläuse von anderen kleinen saugenden Insekten unterscheidet, ist das Paar Siphonen (röhrenförmige Fortsätze) am Hinterleibsende sowie das Schwänzchen (Cauda); in einer Kolonie treten meist ungeflügelte Formen (parthenogenetische Weibchen) neben geflügelten Wanderformen auf, die im Sommer neue Pflanzen anfliegen. Im Sommer vermehren sich Blattläuse parthenogenetisch und lebendgebärend in vielen Generationen, wodurch die Population lawinenartig anwächst; im Herbst erscheint bei vielen Arten eine geschlechtliche Generation, die überwinternde Eier am Wirt ablegt, und wirtswechselnde Arten wandern zwischen dem Winterwirt (oft einem Baum oder Strauch) und dem Sommerwirt (einer krautigen Pflanze). Fraßsymptome sind Einrollen, Kräuseln und Verformung junger Blätter, Wachstumshemmung, Vergilben sowie Abfallen von Knospen und Fruchtansätzen. Reichlicher Honigtau überzieht die Blätter, und der darauf wachsende Rußtaupilz bildet einen schwarzen Belag, der die Photosynthese einschränkt; vom Honigtau ernähren sich Ameisen, die im Gegenzug die Kolonie vor Fressfeinden schützen. Blattläuse sind zudem wichtige Vektoren von Pflanzenviren (u. a. Mosaiken) und übertragen diese bereits während eines kurzen Probestichs von Pflanze zu Pflanze.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Hoch | Alle Teile enthalten Cytisin — ein chinolizidinisches Alkaloid, das auf dieselben Nikotinrezeptoren wirkt wie Nikotin. Am meisten davon steckt in den Samen und unreifen Hülsen. Die Symptome (Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Schweißausbrüche, Schwindel, beschleunigter Puls, in schwereren Fällen Krämpfe) treten meist innerhalb einer Stunde auf. Bei Verdacht auf verschluckte Samen sollte man sofort den Notruf 112 oder ein Giftinformationszentrum anrufen. |
| Hunde | Hoch | Das Fressen von Hülsen oder Samen ruft Erbrechen, Speichelfluss, Muskelzittern und beschleunigte Atmung hervor — es erfordert dringenden Kontakt mit dem Tierarzt. |
| Katzen | Hoch | — |
| Pferde | Hoch | Das Abfressen von Trieben, Blättern und Rinde kann für Pferde lebensbedrohlich sein. Der Baum wird nicht an Ausläufen, Weiden und Zäunen gepflanzt, durch die die Tiere nach den Zweigen greifen können. |
Geschichte und Herkunft
Die Art stammt aus den Gebirgen Süd- und Mitteleuropas — von Frankreich und den Südalpen bis zu den Apenninen und dem Balkan — wo sie an lichten, steinigen Hängen wächst, oft auf kalkhaltigem Untergrund. In Polen kommt sie ausschließlich in Kultur vor und verwildert nur vereinzelt aus Anpflanzungen. Der Gattungsname wurde direkt aus dem Lateinischen übernommen: Mit dem Wort laburnum bezeichnete schon Plinius der Ältere diesen Baum. Das Artepitheton anagyroides bedeutet „dem Anagyris ähnlich“ und verweist auf den mediterranen Strauch Anagyris foetida; den heutigen Namen gab der Art 1787 der deutsche Botaniker Friedrich Kasimir Medikus. In den Gärten Westeuropas wurde der Goldregen mindestens seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts kultiviert, und seinen Höhepunkt der Beliebtheit erreichte er im 19. Jahrhundert, als er zum festen Bestandteil von Landschaftsparks und bürgerlichen Gärten wurde — damals verbreiteten sich auch die über Bögen geführten Goldregentunnel. Ein eigener Strang betrifft die Chemie. Das im 19. Jahrhundert aus den Samen isolierte Cytisin erwies sich als chinolizidinisches Alkaloid, das auf dieselben Nikotinrezeptoren wirkt wie Nikotin, was sowohl die Vergiftungssymptome als auch die spätere Karriere dieser Substanz in der Pharmazie erklärt. In der Literatur wird berichtet, dass das Rauchen getrockneter Goldregenblätter als Tabakersatz in Mittel- und Osteuropa während des Zweiten Weltkriegs die Forscher auf ihre pharmakologische Anwendung brachte. Es war eine verzweifelte und gefährliche Praxis — der Rauch trägt Cytisin, dasselbe Alkaloid, das für die Goldregenvergiftungen verantwortlich ist; heute hat sie keinerlei Anwendung und darf nicht wiederholt werden.
Verwendung
Der Goldregen wird als Solitär auf dem Rasen gepflanzt oder über eine bogenförmige Konstruktion geführt, sodass ein Tunnel entsteht, unter dem im Mai ein Vorhang goldener Trauben hängt; klassische Begleiter eines solchen Ganges sind hohe Zier-Lauche — ihre violetten Kugeln entfalten sich je nach Art von Mai bis Juli und übernehmen so die Wirkung, wenn die Goldregentrauben verblühen. Der Standort sollte sonnig oder höchstens im leichten Halbschatten liegen — im Schatten blüht der Baum spärlich. Boden: durchlässig, gern steinig, mager und kalkhaltig; die Pflanze toleriert eine breite Spanne der Bodenreaktion, von leicht sauer bis basisch, verträgt aber keinen staunassen und verdichteten Untergrund. Im städtischen Umfeld gedeiht sie gut. Gepflanzt wird sie im Oktober oder im März und April, im Abstand von 3–5 m zu den Nachbarn; eine Stickstoffdüngung ist überflüssig, denn der Goldregen bindet dank Knöllchenbakterien selbst Stickstoff. Zu bedenken ist, dass dieser Baum kurzlebig ist — man plant ihn nicht als Dominante für Jahrzehnte. Der Formschnitt beschränkt sich auf ein Minimum und erfolgt im Spätsommer oder Frühherbst (August–September), denn im Winter und im zeitigen Frühjahr geschnitten blutet der Goldregen stark. Eine gesonderte, jährliche Tätigkeit ist das Herausschneiden der verwelkten Trauben mit Hülsen, und sie hat einen eigenen, früheren Termin: gleich nach der Blüte, im Juni, wenn die Hülsen noch grün sind. Dies bis zum Augustschnitt aufzuschieben verfehlt den Zweck, denn die Samen reifen gerade im August und September, und die Hülsen beginnen dann abzufallen. Zierformen, darunter die hängende 'Pendulum', werden durch Veredelung auf einem Stamm vermehrt, deshalb müssen alle unterhalb der Veredelungsstelle austreibenden Triebe an der Basis herausgeschnitten werden; die Art selbst vermehrt sich aus Samen, die vor der Aussaat skarifiziert oder eingeweicht werden, da sie eine harte, schwer durchlässige Schale haben. Über die Platzierung entscheidet jedoch vor allem die Giftigkeit. Der Goldregen wird nicht an Spielplätzen und in Kindergärten gepflanzt, auch nicht über Gemüse- und Kräuterbeeten, wo abfallende Hülsen sich mit essbaren Ernten vermischen. Ebenso wenig sollte er an Ausläufen für Pferde, Rinder und Ziegen wachsen. In einem von kleinen Kindern besuchten Garten pflanzt man den Baum außerhalb der Reichweite des Spiels und entfernt konsequent die Hülsen noch grün, bevor sie abzufallen beginnen.
Wissenswertes
- Cytisin, das für die giftigen Eigenschaften des Goldregens verantwortliche Alkaloid, ist zugleich der Wirkstoff eines Medikaments zur Raucherentwöhnung, das 1964 in Bulgarien zugelassen wurde; es diente auch als chemische Vorlage bei der Entwicklung von Vareniclin.
- Plinius der Ältere notierte bei der Beschreibung des alpinen Baumes namens laburnum, dass die Bienen dessen Blüten meiden. Der Goldregen ist tatsächlich wenig bienenfreundlich — seine Blüten öffnen vor allem Hummeln, die kräftig genug sind, das Schiffchen der Schmetterlingsblüte auseinanderzudrücken.
- Das dunkle Kernholz des Goldregens wird in Frankreich mitunter „falsches Ebenholz“ (faux ébénier) genannt; früher fertigte man daraus Intarsien, kleine gedrechselte Gegenstände und Teile von Blasinstrumenten.
- Der berühmteste Goldregentunnel wächst im walisischen Garten Bodnant — die Anpflanzung wurde 1880 angelegt, und der Gang misst etwa 55 Meter.
Häufige Fragen
Ist der Goldregen für Kinder gefährlich?
Ja — er ist eines der giftigsten Ziergehölze in unseren Gärten. Alle Teile enthalten Cytisin, ein Alkaloid, das auf dieselben Rezeptoren wirkt wie Nikotin, und am meisten davon steckt in den Samen und unreifen Hülsen, die wie kleine Erbsenschoten aussehen und in den Mund genommen werden. Die Symptome — Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Schweißausbrüche, Schwindel und beschleunigter Puls — treten meist innerhalb einer Stunde auf. Bei Verdacht auf verschluckte Samen wartet man nicht auf Symptome: Man ruft den Notruf 112 oder ein Giftinformationszentrum an. In einem Garten mit kleinen Kindern pflanzt man den Baum außerhalb der Reichweite des Spiels und schneidet die Hülsen konsequent gleich nach dem Verblühen heraus.
Wann und wie schneidet man den Goldregen?
Der Formschnitt erfolgt im Spätsommer oder Frühherbst (August–September) und nur in minimalem Umfang. Im Winter oder zeitigen Frühjahr geschnitten blutet der Goldregen stark, was den Baum schwächt und die Wundheilung erschwert. Man entfernt trockene, kranke und sich kreuzende Triebe sowie einzelne Äste, die den Wuchs stören; die Pflanze verträgt starkes Einkürzen und den Rückschnitt der Krone ins alte Holz schlecht. Eine gesonderte Maßnahme mit eigenem und früherem Termin ist das Herausschneiden der verwelkten Trauben mit Hülsen — es geschieht im Juni und wird nicht mit dem Augustschnitt verbunden. Auf einem Stamm veredelte Sorten wie 'Pendulum' erfordern zusätzlich das Herausschneiden aller unterhalb der Veredelungsstelle austreibenden Triebe.
Muss man die Hülsen nach der Blüte entfernen?
Es lohnt sich, aus zwei Gründen. Erstens sind die Samen der giftigste Teil der Pflanze, und das Herausschneiden der Hülsen, bevor sie reifen und abzufallen beginnen, ist der einfachste Weg, das Risiko in einem Garten mit Kindern oder Tieren zu verringern. Zweitens kostet ein reicher Fruchtansatz den Baum viel Energie und schwächt die Blüte im Folgejahr. Die verwelkten Trauben werden samt Stielen im Juni herausgeschnitten, wenn die Hülsen noch grün sind. Man schiebt dies nicht bis zum August-Formschnitt auf — dann sind die Samen bereits reif und die Hülsen beginnen abzufallen, sodass die Maßnahme ihren Hauptsinn verliert.
Warum blüht der Goldregen nicht oder nur schwach?
Die häufigsten Ursachen sind zu junges Alter (Sämlinge blühen erst nach einigen Jahren, veredelte Exemplare früher), zu starke Beschattung sowie ein Schnitt zur falschen Zeit — das Einkürzen der Triebe im Winter und Frühjahr entfernt die angelegten Blütenknospen. Die Blüte schwächt auch ein reicher Fruchtansatz im Vorjahr, weshalb sich das Entfernen der Hülsen lohnt, sowie ein Stickstoffüberschuss: Der Goldregen bindet als Schmetterlingsblütler selbst Stickstoff und baut bei Stickstoffdüngung Triebe auf Kosten der Blüten aus.
Worin unterscheidet sich der Gemeine Goldregen von der beliebten Sorte 'Vossii'?
'Vossii' ist keine Sorte dieser Art, sondern der Hybride Laburnum × watereri, entstanden aus der Kreuzung des Gemeinen Goldregens mit dem Alpen-Goldregen (Laburnum alpinum). Sie hat deutlich längere Trauben von bis zu 50–60 cm und setzt nur wenige Samen an, weshalb gerade sie am häufigsten für Tunnel und Pergolen gewählt wird. Die Art selbst blüht etwas früher, und ihre Trauben messen 10–30 cm. Achtung: Weniger Samen bedeutet nicht, dass der Hybride ungiftig ist — Cytisin enthalten alle Pflanzenteile.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Laburnum anagyroidesInstitution / Botanischer Garten
- EFSA — Compendium of botanicals reported to contain naturally occurring substances of possible concern for human healthInstitution / Botanischer Garten
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