Kurz gefasst
- Sie blüht im April und Mai etwa vier Wochen lang goldgelb und sehr reich.
- Die Blätter sind silbriggrau und immergrün – der Horst bleibt auch außerhalb der Blüte zierend.
- Sie verlangt volle Sonne sowie einen trockenen, durchlässigen und mageren Boden; Kalk verträgt sie gut.
- Nach dem Verblühen den Horst um ein Drittel einkürzen – ohne Schnitt fällt er zur Seite auseinander und legt das verholzte Innere frei.
- Sie ist kurzlebig: Alle 3–5 Jahre sollte man sie über Triebstecklinge oder aus Selbstaussaat erneuern.
Botanische Daten
- Familie
- Brassicaceae (Brassicaceae)
- Höhe
- 0.15–0.3 m
- Breite
- 0.3–0.5 m
- Wuchsform
- Horstbildend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Sonne
- Boden
- Sandig, Kalkhaltig
- pH-Wert
- pH 6.5–7.5
- Feuchtigkeit
- Trocken, Mäßig
- Blütezeit
- April–Mai
- Winterhärte
- USDA 3a–7b
- Vermehrung
- Aus Samen, Aus Stecklingen
Merkmale
Immergrüne Staude von halbstrauchigem Bau: Die Triebe entspringen einem kurzen Wurzelstock, der mit dem Alter verholzt, und bilden einen lockeren, kuppelförmigen Horst von 15–30 cm Höhe und 30–50 cm Breite, der frei über die Mauerkrone herabfällt. Die Grundblätter sind verkehrt-eiförmig bis spatelig, bis etwa 10 cm lang, ganzrandig oder flach gebuchtet, die Stängelblätter deutlich kleiner; alle sind von einem dichten Filz aus sternförmigen Haaren bedeckt, der der Pflanze ihre silbriggraue Farbe verleiht, Licht reflektiert und die Verdunstung mindert – trotz dieses Aussehens ist es kein Sukkulent und die Blätter speichern kein Wasser. Das Laub ist immergrün, sodass der Horst den ganzen Winter über grau bleibt, wobei nach frostigen, schneelosen Perioden ein Teil der Blätter vertrocknet und im Frühjahr ausgekämmt werden muss. Die Blüten haben einen Durchmesser von etwa 6 mm und vier kreuzweise angeordnete Blütenblätter, also den typischen Bau der Kreuzblütler; sie stehen zu mehreren Dutzend in dichten, verzweigten Trauben, die sich knapp über dem Laub erheben und in der Vollblüte den Horst fast vollständig bedecken. Die Farbe der Art ist kräftig goldgelb, deutlich stärker als bei den zitronengelben Sorten. Die Blüte fällt in den April und Mai und dauert etwa vier Wochen. Die Frucht ist ein Schötchen – kurz, elliptisch, leicht aufgeblasen, mit feinen Samen, die sich selbst aussäen und im Kies zu Füßen der Pflanze gern keimen. Das Wurzelsystem ist tiefreichend und wächst in Spalten ein, wodurch die Pflanze Trockenheit sehr gut verträgt, aber das Verpflanzen und das Teilen älterer Horste schlecht übersteht – deshalb vermehrt man sie aus Samen und Stecklingen und nicht durch Teilung. Vom verwandten Berg-Steinkraut (Alyssum montanum), einer heimischen Pflanze trockener Sandtrockenrasen, unterscheidet sie sich vor allem durch Größe und Wuchsform – jenes wird 5–20 cm hoch und liegt dem Boden an –, durch den weit reicheren Blütenstand sowie durch die Form der Grundblätter: Beim Felsen-Steinkraut sind sie verkehrt-eiförmig bis spatelig und werden bis etwa 10 cm lang, beim Berg-Steinkraut schmal, fast linealisch und mehrfach kürzer. Die silbrige Behaarung allein entscheidet nicht – graue, sternförmige Haare hat auch das Berg-Steinkraut. Die Frosthärte ist sehr hoch (Zonen 3a–7b); schlechter verträgt sie dagegen heiße, schwüle Sommer und Winternässe – diese und nicht der Frost zerstört in unserem Klima am häufigsten die Horste.
Beliebte Sorten
- ‘Citrina’
- Zitronengelbe Blüten, deutlich heller und kühler als die goldgelbe Farbe der Art – leichter mit Violett- und Weißtönen des Steingartens zu kombinieren. Im Handel wird sie mitunter auch unter dem Namen Sulphurea angeboten.
- ‘Compacta’
- Sorte mit niedrigerem und dichterem Horst als die typische Form der Art, die langsamer zur Seite auseinanderfällt. Gut dort, wo die Pflanze eine ebenmäßige Einfassung halten und nicht über die Mauer fließen soll.
- ‘Goldkugel’
- Gedrungener, kugeliger Horst und gesättigte, goldgelbe Blütenfarbe. Im internationalen Handel tritt sie auch unter dem Namen Gold Ball auf.
- ‘Dudley Neville’
- Für die Art untypische Farbe: aprikosen-lohfarbene Blüten, mit Braun durchbrochen statt reinem Gelb. In der Literatur und im Handel findet sich auch die Schreibweise Dudley Nevill – unter dieser Form führt der Missouri Botanical Garden diese Sorte. Es gibt auch eine Version mit cremeweiß gerandeten Blättern, die als Dudley Neville Variegated angeboten wird.
- ‘Variegata’
- Hauptsächlich des Laubes wegen kultiviert – die graugrünen Blätter haben eine unregelmäßige cremeweiße Randung. Sie wächst schwächer als die grünlaubigen Formen; einzelne rückschlagende Triebe mit gewöhnlichen Blättern wachsen kräftiger und verdrängen die Sorte mit der Zeit, weshalb man sie an der Basis herausschneidet.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Im Freiland benötigt sie eine Bewässerung eigentlich nur im ersten Jahr nach dem Pflanzen und während langanhaltender Trockenheit – die tiefen Wurzeln erreichen das Wasser in den Spalten. Gefährlicher als Trockenheit ist stehendes Wasser: Auf schwerem, nassem Boden fault die verholzte Triebbasis, am häufigsten im Spätherbst und Frühfrühling, wenn das Substrat lange durchnässt bleibt und wiederholtes Gefrieren und Auftauen den Wurzelstock zusätzlich schädigt. In Trögen und Schalen trocknet das Substrat schneller aus und muss kontrolliert werden.
Düngung
Das Düngen betrifft ausschließlich die oberflächliche Versorgung des bereits ausgewachsenen Horstes – der Boden wird beim Pflanzen weder mit Kompost noch mit fetter Gartenerde aufbereitet (siehe Standortvorbereitung). Es genügt eine dünne Schicht reifen Komposts, rund um den Horst verteilt. Stickstoffdünger verwendet man praktisch nicht – auf fettem Boden strecken sich die Triebe, der Horst fällt zur Seite auseinander und blüht kärglich, und die Pflanze überwintert schlechter.
Pflanzung
Der Boden mager und durchlässig: Schweren Boden mit Kies, Splitt oder grobkörnigem Sand mischen und auf ebenem Gelände eine leichte Erhöhung aufschütten, damit kein Wasser unter dem Horst steht. Die Pflanze verträgt Kalk gut, sodass sie sich an Mäuerchen und auf Böden aus Kalkschutt bewährt. Den Standort nicht mit Kompost oder Gartenerde von hoher Fruchtbarkeit anreichern. Die Wurzel wächst tief in die Spalten ein, doch das Pflanzloch selbst braucht nur so tief wie der Wurzelballen ausgehoben zu werden – die Pflanze verlangt kein tiefes Pflanzen.
Schnitt
Den ganzen Horst um etwa ein Drittel einkürzen, wobei man die Schere gleichmäßig über dem Polster führt. Der Schnitt entfernt die Samenansätze, verdichtet die Pflanze und schiebt den Zeitpunkt hinaus, zu dem die Triebe zur Seite auseinanderfallen und das verholzte Innere des Horstes freilegen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Kwitnie dokładnie w tym samym terminie (kwiecień–maj) i wymaga identycznego stanowiska — pełnego słońca oraz suchej, przepuszczalnej, chętnie wapiennej gleby. Fiolet żagwinu i złoto smagliczki to najstarsze i najczęściej powtarzane zestawienie wiosennego murku.
Ten sam termin kwitnienia i te same wymagania (pełne słońce, przepuszczalna, uboga gleba), ale zupełnie inna forma: płaska darń floksa u stóp kopulastej kępy smagliczki wypełnia dolny plan skalniaka.
Kwitnie od czerwca do września, czyli przejmuje kwitnienie dokładnie wtedy, gdy z przyciętej smagliczki zostaje sama szara poducha; obie rośliny wymagają suchego, słonecznego stanowiska.
Kwitnie w tym samym terminie na biało i ma te same wymagania — słońce oraz sucha, przepuszczalna gleba z wapnem; biel łagodzi bardzo intensywną żółć smagliczki.
Schlechte Nachbarschaft
Wymaga stanowiska półcienistego oraz gleby kwaśnej, próchnicznej i stale wilgotnej — dokładnego przeciwieństwa suchego, słonecznego i zasobnego w wapń podłoża smagliczki skalnej.
Rozrasta się długimi, ukorzeniającymi się pędami i w kilka sezonów przerasta niską kępę smagliczki; woli przy tym stanowisko cienistsze i wilgotniejsze.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Die Krankheit entwickelt sich in zu nassem, schlecht durchlüftetem Substrat und befällt die Wurzeln sowie die Triebbasis. Die Wurzeln werden braun, faulen und verlieren die Rinde, die sich leicht abziehen lässt, und an der Stängelbasis entsteht eine dunkle, wässrige Fäule. Der oberirdische Teil welkt, vergilbt und stirbt trotz feuchter Erde ab – ein typisches Symptom, denn die geschädigten Wurzeln nehmen kein Wasser mehr auf. Besonders gefährdet sind Zimmerpflanzen, Sukkulenten und Kakteen (bei Überwässerung) sowie im Freiland Nadelgehölze, Rhododendren, Heidekrautgewächse und Erdbeeren auf staunassen Standorten. Der Prozess beginnt unauffällig an den Wurzelhaaren und Wurzelspitzen, die sich dunkel verfärben und absterben, woraufhin die Fäule zu den Skelettwurzeln und zum Wurzelhals fortschreitet. Gesunde, helle, aktive Wurzeln verschwinden – es bleibt eine dunkle, braunrostige oder schwärzliche, wässrige Masse, und die äußere Rindenschicht der Wurzel lässt sich wie ein Handschuh abstreifen und legt den verfärbten Zentralzylinder frei. Bei Bäumen und Sträuchern zeigt sich der Befall von Wurzelhals und Stammbasis (Stammgrundfäule) als dunkler, oft herablaufender Fleck, mitunter mit Ausfluss, und die Rinde ist an dieser Stelle feucht und eingesunken; bei Nadelgehölzen und Rhododendren beobachtet man ein Braunwerden und Absterben von unten oder aus der Kronenmitte bei noch feuchtem Boden. Charakteristisch ist das nesterweise (herdförmige) Auftreten der Symptome im Beet – dort, wo sich Wasser und Erreger örtlich ansammeln. Es lohnt sich, die beiden verursachenden Eipilz-Gattungen zu unterscheiden: Pythium befällt hauptsächlich Sämlinge und Feinwurzeln und verursacht Umfallkrankheit und Wurzelfäule in kühlem, nassem Substrat, während Phytophthora auch ältere, verholzte Pflanzen, Skelettwurzeln und den Wurzelhals angreift, stärker in wärmerem, mit Wasser gesättigtem Boden. Entscheidend für die Diagnose ist der Widerspruch der Symptome: Die Pflanze welkt und wirkt „trocken“, obwohl das Substrat nass ist – dies ist die Folge der zerstörten Wurzeln, nicht eines Wassermangels.
ErdflöheWinzige (1–3 mm) Käfer mit schwarzen oder schwarzen, gelb längsgestreiften Deckflügeln und stark verdickten Hinterschenkeln, mit denen sie bei Störung wie Flöhe wegspringen. Sie befallen Kohlgewächse sowie Radieschen, Rucola, Chinakohl und Kohlrabi. Symptome: In die Blattspreiten fressen sie zahlreiche kleine, runde Löcher wie ein Sieb, besonders gefährlich für Sämlinge und Jungpflanzen, deren Wachstum starker Fraß völlig hemmen kann. Die größten Schäden richten sie bei warmer, trockener Witterung an. Der Name „Erdflöhe“ umfasst mehrere Arten der Gattung Phyllotreta — an Kohlgewächsen sind in Polen am häufigsten Phyllotreta undulata, P. atra, P. nemorum und P. nigripes. Die erwachsenen Käfer überwintern in der obersten Bodenschicht, unter Pflanzenresten und in der Streu an den Rändern von Feldern, Gärten und Rainen. Im Frühjahr kommen sie bei Erwärmung (die Aktivität steigt deutlich oberhalb von etwa 15°C) aus ihren Verstecken und fliegen die jüngsten Kohlpflanzen an — deshalb fallen die ersten Zuflüge mit dem Auflaufen des Gemüses zusammen. Die meisten Arten bilden eine Generation im Jahr: Die Weibchen legen ihre Eier in den Boden, und die Larven fressen an den Wurzeln und feinen Würzelchen (bei den meisten Phyllotreta wenig schädlich; eine Ausnahme ist P. nemorum, deren Larven die Blätter minieren). Die neue Käfergeneration erscheint im Sommer, frisst sich fertig und geht in die Überwinterung. Charakteristische Schäden sind flache Fraßstellen und Löcher von 1–2 mm Durchmesser, die sich auf der Blattoberseite konzentrieren; bei starkem Befall sieht die Spreite wie durchsiebt aus, bräunt sich rund um die Wunden und vertrocknet. Am gefährlichsten ist der Fraß an den Keimblättern und ersten Laubblättern sowie am Vegetationskegel — ein geschädigter Sämling stellt seine Entwicklung ein, und die Wunden sind oft Eintrittspforten für Sekundärinfektionen. Die Käfer sind an sonnigen, warmen Mittagsstunden am aktivsten; Kühle, Regen und hohe Luftfeuchtigkeit hemmen ihren Fraß deutlich.
SchneckenNackt- und Gehäuseschnecken, die nachts und nach Regen fressen. Symptome: unregelmäßige Löcher in den Blättern und vollständig abgefressene junge Sämlinge, silbrige Schleimspuren auf Blättern und Boden. Die größten Schäden treten an feuchten, schattigen Stellen auf — besonders an Salat, Erdbeeren und Funkien. Am gefährlichsten im Garten sind die Nacktschnecken (ohne äußeres Gehäuse): die Spanische Wegschnecke (Arion vulgaris, früher als A. lusitanicus beschrieben) sowie die Genetzte Ackerschnecke (Deroceras reticulatum). Der Tigerschnegel (Limax maximus) ähnelt ihnen morphologisch, frisst jedoch vor allem an verrottender organischer Substanz und Pilzen und erbeutet mitunter sogar andere Schnecken, sodass er als Schädling lebender Pflanzen kaum Bedeutung hat. Gehäuseformen — Bänderschnecken (Cepaea) oder die geschützte Weinbergschnecke (Helix pomatia) — richten in der Regel geringere Schäden an. Der Körper ist weich, langgestreckt und ständig mit Schleim bedeckt; am Kopf sind zwei Paar einziehbare Fühler zu erkennen — das längere obere Paar trägt die Augen, das kürzere untere dient dem Tast- und Geruchssinn. Schnecken sind Zwitter: Sie legen kugelige, durchsichtige oder perlmuttfarbene Eier in Gelegen ab, verborgen im feuchten Boden, unter Steinen und in der Laubstreu. Ein einzelnes Exemplar der Spanischen Wegschnecke kann mehrere Hundert Eier ablegen; es überwintern sowohl die Eier als auch die Jungschnecken, und der Fraß dauert vom Frühjahr bis in den Spätherbst, wobei er sich in warmen, feuchten Nächten verstärkt. Die Schäden haben glatte Ränder und entstehen oft mitten in der Blattspreite, nicht nur am Rand; Sämlinge und Jungpflanzen werden bis auf den blanken Boden abgefressen, und an Erdbeeren sowie reifenden Gemüsen nagen die Schnecken Vertiefungen in die Früchte. Diagnostisch entscheidend ist die eingetrocknete, silbrig glänzende Schleimspur — kein Insekt hinterlässt sie.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Die Art stammt aus Mittel- und Südosteuropa sowie aus Kleinasien, wo sie auf Kalkfelsen, sonnigen Geröllhalden und trockenen, steinigen Hängen wächst – von Österreich und Ungarn über den Balkan bis in die Ukraine und die Türkei. Carl von Linné beschrieb sie 1753 in seinem Werk „Species Plantarum“ als Alyssum saxatile, und 1815 stellte Nicaise Auguste Desvaux sie in die abgetrennte Gattung Aurinia; heute ist der gültige Name Aurinia saxatilis. Die Änderung setzte sich im Handel nicht durch: In Katalogen, auf Baumschuletiketten und in älteren Ratgebern erscheint die Pflanze weiterhin als Alyssum saxatile, was beim Vergleich von Beschreibungen und bei der Suche nach Sorten verwirren kann. In Polen gehört sie nicht zur einheimischen Flora – sie kam hierher als Zierpflanze mit der Mode der Steingärten und Trockenmauern, die sich im 19. und 20. Jahrhundert in den Gärten ganz Europas verbreitete. Die Züchtung ging in drei Richtungen: das Mildern der sehr kräftigen, goldgelben Farbe der Art (zitronengelbe und aprikosenfarbene Formen), das Verdichten und Niedrighalten des Horstes (kompakte Sorten) und schließlich die Auslese von Pflanzen mit cremeweiß gerandeten Blättern, die vor allem des Laubes wegen kultiviert werden.
Verwendung
Grundpflanze trockener Trockenmauern, Steingärten, Kiesbeete, Böschungen und Beeteinfassungen sowie von Spalten in Stützmauern, wo der Wurzelstock unmittelbar in die Fuge einwächst. Die größte Wirkung erzielt sie an der Kante gepflanzt, von der der Horst frei herabfließt – in der Vollblüte verwandelt sie den Stein in eine einheitliche, goldene Kaskade. Man pflanzt 6–11 Stück pro Quadratmeter im Abstand von 30–40 cm; bei dichterer Pflanzung schließen sich die Pflanzen rasch und beginnen, sich gegenseitig zu verdrängen. Der Boden sollte mager und durchlässig sein: Schweren Boden mit Kies oder Splitt mischen und auf ebenem Gelände eine leichte Erhöhung aufschütten, damit kein Wasser unter dem Horst steht. Der richtige Mulch ist Splitt oder Kies, nicht Rinde – ein Material, das die Feuchtigkeit an der Basis hält, begünstigt das Faulen des verholzten Wurzelstocks. Die klassische Gesellschaft bilden Garten-Blaukissen, Immergrüne Schleifenblume und Polster-Phlox, also der komplette Satz gleichzeitig blühender Pflanzen mit identischen Standortansprüchen; aus dem Kies zwischen den Horsten wachsen niedrige Zwiebelpflanzen gut heraus – Wildtulpen, Traubenhyazinthen und Krokusse. Es lohnt sich, von vornherein einen Nachfolger für den Sommer einzuplanen: Nach dem Verblühen und dem Schnitt ist das Felsen-Steinkraut nur noch ein graues Polster, sodass die Nachbarschaft von Thymian, Fetthenne oder Nelken den Zierwert des Platzes bis in den Herbst erhält. Sie eignet sich auch für Tröge, Schalen und Kästen auf der Terrasse, sofern das Substrat durchlässig ist und der Abfluss funktioniert, altert im Gefäß jedoch schneller und muss häufiger erneuert werden. Nicht an mittags beschatteten Stellen und nicht in fetten, frisch gedüngten Boden pflanzen – in beiden Fällen strecken sich die Triebe, der Horst fällt auseinander und die Blüte bleibt kärglich. Auch Tritt verträgt sie nicht, sodass sie sich zwischen Wegplatten nur an den Rändern eignet.
Wissenswertes
- Das Artepitheton saxatilis stammt vom lateinischen saxum, also Fels, und bedeutet „unter Felsen wachsend“ – es beschreibt direkt den natürlichen Standort der Pflanze: Spalten von Kalkwänden und sonnige Geröllhalden.
- Die Gattung Aurinia wurde aus der Gattung Alyssum abgetrennt, doch der Handelsname erwies sich als beständiger als der botanische – nach zwei Jahrhunderten wird die Pflanze in Polen und Europa noch immer als Alyssum saxatile verkauft.
- Der silbrige Blattton entsteht nicht durch Wachs, sondern durch einen dichten Filz mikroskopisch kleiner, sternförmiger Haare; er reflektiert überschüssiges Licht und mindert die Verdunstung, was eine typische Anpassung von Pflanzen aufgeheizter Felsen ist.
- Felsen-Steinkraut, Blaukissen und Schleifenblume blühen zur selben Zeit und in drei verschiedenen Farben – goldgelb, violett und weiß. Diese Zusammenstellung ist das älteste und noch immer am häufigsten wiederholte Bepflanzungsschema einer Frühlingsmauer.
Häufige Fragen
Ist das Felsen-Steinkraut dasselbe wie Alyssum saxatile?
Ja – es ist dieselbe Pflanze unter zwei Namen. Linné beschrieb sie 1753 als Alyssum saxatile, doch 1815 wurde die Art in die abgetrennte Gattung Aurinia überführt, und heute ist der gültige wissenschaftliche Name Aurinia saxatilis. In Baumschulen, auf Etiketten und in älteren Ratgebern herrscht weiterhin der alte Name vor, sodass man beim Kauf einer Pflanze unter der Bezeichnung Alyssum saxatile genau dieselbe Art erhält. Nicht zu verwechseln ist sie mit dem Strand-Silberkraut (Lobularia maritima) – jenes ist eine niedrige, weiße, den ganzen Sommer blühende einjährige Pflanze – noch mit dem Berg-Steinkraut (Alyssum montanum), einer heimischen Art trockener Sandtrockenrasen.
Warum fällt das Felsen-Steinkraut nach einigen Jahren zur Seite auseinander und verkahlt in der Mitte?
Das ist die natürliche Alterung des halbstrauchigen Horstes: Die Triebbasis verholzt, der Zuwachs verlagert sich an den Rand, und die Mitte legt nacktes, blattloses Holz frei. Vorgebeugt wird dem durch den jährlichen Schnitt gleich nach dem Verblühen, also das Einkürzen des ganzen Horstes um etwa ein Drittel. Die Verjüngung einer vernachlässigten Pflanze durch Schnitt ins alte Holz gelingt meist nicht, weil der Wurzelstock daraus schwach austreibt – deshalb zieht man alle 3–5 Jahre eine neue Pflanze aus einem Triebsteckling oder belässt die Selbstaussaat, an der es bei durchlässigem Boden in der Regel nicht mangelt.
Wann und wie schneidet man das Felsen-Steinkraut?
Gleich nach dem Verblühen, an der Wende von Mai zu Juni – in einem Durchgang mit der Schere gleichmäßig über dem Polster, wobei der Horst um etwa ein Drittel eingekürzt wird. Der Schnitt entfernt die sich ansetzenden Samen, verdichtet die Pflanze und verzögert das Auseinanderfallen der Triebe. Man schneidet sie nicht im Herbst oder Winter, weil die immergrünen Blätter die Triebbasis schützen, und man schneidet nicht ins alte, blattlose Holz.
Das Steinkraut wächst üppig, blüht aber schwach – warum?
Meist wegen zu fetten Bodens oder Stickstoffdüngung: Die Pflanze stammt von mageren, steinigen Hängen und schiebt auf einem gut aufgebesserten Beet Blatttriebe auf Kosten der Blüten, wobei sie zugleich schlechter überwintert. Aus diesem Grund bessert man den Boden beim Pflanzen nicht mit Kompost auf und versorgt den ausgewachsenen Horst höchstens mit einer dünnen, oberflächlich verteilten Kompostschicht. Die zweite häufige Ursache ist zu wenig Licht – sie verlangt volle Sonne, und an einer mittags beschatteten Stelle strecken sich die Triebe und die Blüte bleibt kärglich. Die dritte ist das Fehlen des jährlichen Schnitts nach der Blüte.
Übersteht das Felsen-Steinkraut den Winter in Polen ohne Abdeckung?
Ja – die Frosthärte reicht bis Zone 3a, sodass der Frost allein in keiner Region Polens eine Gefahr für sie darstellt. Die Horste fallen dagegen der Winternässe zum Opfer: Auf schwerem, nassem Boden fault die verholzte Triebbasis, am häufigsten im Spätherbst und Frühfrühling. Statt einer Abdeckung (die zusätzlich Feuchtigkeit festhält) sind ein durchlässiger Boden, ein Mulch aus Kies oder Splitt an der Basis und das Pflanzen auf einer leichten Erhöhung wirksamer.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — Aurinia saxatilisInstitution / Botanischer Garten
- Missouri Botanical Garden — Plant FinderInstitution / Botanischer Garten
- NC State Extension — Aurinia saxatilisInstitution / Botanischer Garten
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