Kurz gefasst
- Sonniger Standort, durchlässiger, trockener bis mäßig feuchter Boden.
- Blüht von Juni bis September, besonders wenn verblühte Köpfchen entfernt werden.
- Sehr trockenheitsresistent und anspruchslos; verträgt keinen nassen Boden im Winter.
- Lockt Bienen und Schmetterlinge stark an, und die Samen sind ein Leckerbissen für Vögel.
- Eine kurzlebige Staude — erneuert sich leicht durch Selbstaussaat und Teilung.
Botanische Daten
- Familie
- Asteraceae (Asteraceae)
- Höhe
- 0.4–0.7 m
- Breite
- 0.3–0.45 m
- Wuchsform
- Horstbildend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne
- Boden
- Sandig, Humos, Lehmig
- pH-Wert
- pH 6–7.5
- Feuchtigkeit
- Trocken, Mäßig
- Blütezeit
- Juni–September
- Winterhärte
- USDA 4a–9a
- Vermehrung
- Aus Samen, Durch Teilung, Aus Stecklingen
Merkmale
Sie bildet kompakte Horste aus schmalen, lanzettlichen Blättern, über denen sich auf dünnen, steifen Stielen zahlreiche Blütenköpfchen von 4–6 cm Durchmesser erheben. Die zungenförmigen Randblüten sind leuchtend gelb, an den Enden oft gezähnt, und die Mitte bildet eine dunklere Scheibe aus Röhrenblüten. Die Pflanze blüht umso reicher, je häufiger man verblühte Blütenstände entfernt.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Trockenheitsliebend und dankbar — nach dem Anwachsen verträgt es Trockenheit gut. Mäßig gießen, nur bei längerer Hitze; Staunässe vermeiden, besonders im Winter, denn nasser Boden ist die Hauptursache für den Ausfall der Pflanzen.
Düngung
Sparsam — auf zu nährstoffreichem Boden bildet die Pflanze weiche Triebe, blüht schwächer und braucht Stützen.
Pflanzung
Sonniger und gut drainierter Standort. Auf schweren Böden Sand oder Kies für eine bessere Durchlässigkeit einmischen.
Schnitt
Das systematische Entfernen verblühter Köpfchen verlängert die Blüte erheblich; nach der Saison kann der Horst tief zurückgeschnitten werden.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Eine klassische Kombination im Prärienstil — dieselben sonnigen, trockenen Bedingungen und ein ähnlicher, gelber Farbton der Blüten, der die Farbsaison verlängert.
Die purpurnen Köpfchen des Sonnenhuts kontrastieren gut mit dem Gelb des Mädchenauges, und beide Stauden haben identische Ansprüche und locken Bestäuber an.
Die blauvioletten Ähren des Salbeis bilden einen deutlichen Kontrast zu den gelben Blüten; beide Pflanzen mögen Sonne und durchlässigen Boden.
Schlechte Nachbarschaft
Die Funkie braucht Schatten und ständig feuchten Boden — das Gegenteil des sonnigen, trockenen Standorts des Mädchenauges, sodass keine der beiden Seiten zusammen gut wächst.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Weißer, mehliger Belag auf Blättern, Trieben und Knospen. Die Blätter vergilben, verformen sich und fallen vorzeitig ab. Der Belag entwickelt sich auf beiden Blattseiten, ist von oben oft gut sichtbar und lässt sich leicht mit dem Finger abwischen – es handelt sich um das oberflächliche Myzel eines Ektoparasiten, das den Zellen der Epidermis mithilfe von Saugorganen (Haustorien) Nährstoffe entzieht. Anfangs sind einzelne, runde, weiße Flecken zu sehen, die mit der Zeit zusammenfließen und die gesamte Blattoberfläche sowie die jungen Zuwächse überziehen. Am anfälligsten sind junge Blätter und die diesjährigen Triebe; bei starkem Befall kräuseln und versteifen sie sich und ihr Wachstum wird gehemmt, an den Knospen kommt es zu Verformung oder Absterben der Blüten. An den Früchten mancher Arten (Stachelbeere, Apfel, Kürbisgewächse) hinterlässt der Belag Berostungen oder eine verkorkte Schale. Gegen Ende der Saison erscheinen im Belag kleine, dunkle Fruchtkörper (Chasmothecien, früher Kleistothecien genannt) – die Überwinterungsstrukturen des Erregers. Die Krankheit befällt viele Pflanzen, u. a. Rosen, Eiche, Liguster, Flieder, Kürbisgewächse, Getreide, Weinrebe, Apfel, Stachelbeere, Phlox und Sonnenhut (Echinacea), wobei jeden dieser Wirte eine spezialisierte Pilzart befällt.
BlattläuseKleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus. Ein diagnostisches Merkmal, das Blattläuse von anderen kleinen saugenden Insekten unterscheidet, ist das Paar Siphonen (röhrenförmige Fortsätze) am Hinterleibsende sowie das Schwänzchen (Cauda); in einer Kolonie treten meist ungeflügelte Formen (parthenogenetische Weibchen) neben geflügelten Wanderformen auf, die im Sommer neue Pflanzen anfliegen. Im Sommer vermehren sich Blattläuse parthenogenetisch und lebendgebärend in vielen Generationen, wodurch die Population lawinenartig anwächst; im Herbst erscheint bei vielen Arten eine geschlechtliche Generation, die überwinternde Eier am Wirt ablegt, und wirtswechselnde Arten wandern zwischen dem Winterwirt (oft einem Baum oder Strauch) und dem Sommerwirt (einer krautigen Pflanze). Fraßsymptome sind Einrollen, Kräuseln und Verformung junger Blätter, Wachstumshemmung, Vergilben sowie Abfallen von Knospen und Fruchtansätzen. Reichlicher Honigtau überzieht die Blätter, und der darauf wachsende Rußtaupilz bildet einen schwarzen Belag, der die Photosynthese einschränkt; vom Honigtau ernähren sich Ameisen, die im Gegenzug die Kolonie vor Fressfeinden schützen. Blattläuse sind zudem wichtige Vektoren von Pflanzenviren (u. a. Mosaiken) und übertragen diese bereits während eines kurzen Probestichs von Pflanze zu Pflanze.
SchneckenNackt- und Gehäuseschnecken, die nachts und nach Regen fressen. Symptome: unregelmäßige Löcher in den Blättern und vollständig abgefressene junge Sämlinge, silbrige Schleimspuren auf Blättern und Boden. Die größten Schäden treten an feuchten, schattigen Stellen auf — besonders an Salat, Erdbeeren und Funkien. Am gefährlichsten im Garten sind die Nacktschnecken (ohne äußeres Gehäuse): die Spanische Wegschnecke (Arion vulgaris, früher als A. lusitanicus beschrieben) sowie die Genetzte Ackerschnecke (Deroceras reticulatum). Der Tigerschnegel (Limax maximus) ähnelt ihnen morphologisch, frisst jedoch vor allem an verrottender organischer Substanz und Pilzen und erbeutet mitunter sogar andere Schnecken, sodass er als Schädling lebender Pflanzen kaum Bedeutung hat. Gehäuseformen — Bänderschnecken (Cepaea) oder die geschützte Weinbergschnecke (Helix pomatia) — richten in der Regel geringere Schäden an. Der Körper ist weich, langgestreckt und ständig mit Schleim bedeckt; am Kopf sind zwei Paar einziehbare Fühler zu erkennen — das längere obere Paar trägt die Augen, das kürzere untere dient dem Tast- und Geruchssinn. Schnecken sind Zwitter: Sie legen kugelige, durchsichtige oder perlmuttfarbene Eier in Gelegen ab, verborgen im feuchten Boden, unter Steinen und in der Laubstreu. Ein einzelnes Exemplar der Spanischen Wegschnecke kann mehrere Hundert Eier ablegen; es überwintern sowohl die Eier als auch die Jungschnecken, und der Fraß dauert vom Frühjahr bis in den Spätherbst, wobei er sich in warmen, feuchten Nächten verstärkt. Die Schäden haben glatte Ränder und entstehen oft mitten in der Blattspreite, nicht nur am Rand; Sämlinge und Jungpflanzen werden bis auf den blanken Boden abgefressen, und an Erdbeeren sowie reifenden Gemüsen nagen die Schnecken Vertiefungen in die Früchte. Diagnostisch entscheidend ist die eingetrocknete, silbrig glänzende Schleimspur — kein Insekt hinterlässt sie.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | — |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Die Gattung Coreopsis stammt aus Nordamerika, wo die Prärienarten seit Langem zu den beliebtesten Gartenstauden gehören. Der wissenschaftliche Gattungsname leitet sich von griechischen Wörtern für „Wanze“ ab, denn die kleinen, abgeflachten Achänen ähneln Insekten — daher auch das englische tickseed.
Verwendung
Für sonnige Staudenrabatten, naturnahe und Präriegärten, Einfassungen sowie für die Kultur in Kübeln auf Balkonen und Terrassen. Bewährt sich hervorragend in bestäuberfreundlichen Rabatten und als Schnittblume.
Wissenswertes
- Die Samen werden gern von kleinen Vögeln, u. a. Stieglitzen, gefressen, sodass das Stehenlassen eines Teils der Samenstände im Herbst die Vögel unterstützt.
- Der englische Name tickseed spielt auf die Form der Samen an, die an kleine Insekten erinnern.
Häufige Fragen
Wie verlängert man die Blüte des Mädchenauges?
Der Schlüssel ist das regelmäßige Entfernen verblühter Köpfchen. Das verhindert den Samenansatz und regt die Pflanze zur Bildung weiterer Knospen an, sodass die Blüte von Juni bis September dauern kann.
Ist das Großblütige Mädchenauge eine ausdauernde Staude?
Es ist eine kurzlebige Staude, die oft nur einige Jahre lebt, besonders auf schwereren, feuchten Böden. Sie erneuert sich jedoch leicht durch Selbstaussaat, und alle 2–3 Jahre lohnt es sich, die Horste zu teilen und zu verjüngen.
Warum fällt das Mädchenauge auseinander und blüht schlecht?
Die häufigste Ursache ist ein zu nährstoffreicher Boden oder ein Stickstoffüberschuss — die Pflanze bildet dann weiche, umfallende Triebe. Es helfen ein sonniger Standort, ein magererer und durchlässiger Boden sowie eine sparsame Düngung.
Quellen
- Missouri Botanical Garden — Coreopsis grandifloraInstitution / Botanischer Garten
- Plants of the World Online (POWO) — Coreopsis grandifloraDatenbank (GBIF, POWO…)
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