Kurz gefasst
- Benötigt volle Sonne, sehr fruchtbaren Boden und große Wassermengen.
- Gefräßig — braucht in der Phase des Blattwachstums eine deutliche Stickstoffgabe.
- Nicht nach anderen Kohlgewächsen pflanzen: Die Kohlhernie bleibt jahrelang im Boden.
- Neutrale bis leicht alkalische Bodenreaktion, Kalkung mindert die Kohlhernie.
- Ungleichmäßiges Gießen führt zum Aufplatzen der Köpfe.
Botanische Daten
- Familie
- Brassicaceae (Brassicaceae)
- Höhe
- 0.3–0.5 m
- Breite
- 0.4–0.7 m
- Wuchsform
- Horstbildend
- Wuchsgeschwindigkeit
- Mäßig
- Standort
- Sonne
- Boden
- Humos, Lehmig
- pH-Wert
- pH 6.5–7.5
- Feuchtigkeit
- Mäßig, Feucht
- Blütezeit
- Mai–Juni
- Winterhärte
- —
- Vermehrung
- Aus Samen
Merkmale
Eine zweijährige, einjährig kultivierte Pflanze: Im ersten Jahr bildet sie einen festen Kopf und erst im zweiten, nach der Überwinterung, treibt sie einen Blütentrieb mit gelben Blüten und setzt Samen an — deshalb bekommt man im Garten fast nie blühenden Kohl zu sehen. Der Kopf entsteht aus Blättern, die auf einem verkürzten Stängel sitzen und sich immer enger übereinanderlegen. Die äußeren Hüllblätter sind locker und oft von einem bläulichen Wachsbelag überzogen. Die Sorten unterscheiden sich in Reifezeit, Größe und Farbe — vom Weißgrünen bis zum intensiv violetten Rotkohl.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Benötigt viel Wasser und gleichmäßige Feuchtigkeit. Eine durch reichliches Gießen unterbrochene Trockenheit führt zu plötzlichem Zuwachs und zum Aufplatzen der Köpfe kurz vor der Ernte.
Düngung
Der Kohl ist sehr gefräßig und benötigt in der Phase des Blattaufbaus viel Stickstoff. Die Stickstoffdüngung einige Wochen vor der Ernte einstellen, um die Anreicherung von Nitraten in den Köpfen zu begrenzen.
Pflanzung
Fruchtbarer, humoser Boden, gut mit Kompost oder verrottetem Mist versorgt, mit neutraler bis leicht alkalischer Reaktion — die Kalkung mindert das Risiko der Kohlhernie. Unbedingt eine vierjährige Anbaupause für Kohlgewächse auf demselben Beet einhalten.
Schnitt
Während der Kultur lediglich die unteren, vergilbenden und befallenen Blätter entfernen, was die Durchlüftung verbessert und die Entwicklung von Krankheiten eindämmt.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Kwitnący koper wabi owady pożyteczne, m.in. bzygowate i błonkówki pasożytnicze, które ograniczają mszyce i gąsienice na kapuście.
Silny aromat szałwii utrudnia bielinkowi kapustnikowi odnalezienie rośliny żywicielskiej po zapachu.
Szybko dojrzewa i wykorzystuje wolną przestrzeń między młodymi kapustami, zanim te rozrosną się na całe pole.
Korzeni się głębiej niż kapusta, więc obie rośliny czerpią wodę i składniki z innych warstw gleby, ograniczając konkurencję.
Aromatyczne zioło tradycyjnie sadzone przy kapustnych jako roślina maskująca ich zapach przed szkodnikami.
Schlechte Nachbarschaft
To ta sama roślina co kapusta — Brassica oleracea, tyle że inna odmiana uprawna. Dzielą wszystkie choroby i szkodniki, w tym kiłę kapusty, więc sadzone obok wzajemnie zwiększają presję chorobową.
Należy do tej samej rodziny kapustowatych i jest żywicielem tych samych patogenów, przede wszystkim kiły kapusty utrzymującej się w glebie latami.
Klasyczna zła para w ogrodzie — konkurują o wodę i miejsce, a truskawka wyraźnie słabiej rośnie w sąsiedztwie żarłocznej kapusty.
Oba warzywa są bardzo wymagające pokarmowo i wzajemnie konkurują o azot, przez co plonują słabiej niż uprawiane osobno.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | Ein vollständig essbares Gemüse. Regelmäßig roh verzehrte große Mengen können bei Menschen mit Jodmangel die Schilddrüsenfunktion beeinflussen. |
| Hunde | Keine | Unschädlich, verursacht in größeren Mengen jedoch Blähungen und Gase. |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Alle Kohlgewächse stammen vom unscheinbaren Wildkohl ab, der an den Meeresklippen Europas wächst. Die Römer kannten bereits Formen mit eingerollten Blättern, doch der Kopfkohl in seiner heutigen Gestalt formte sich im mittelalterlichen Nordeuropa. Als lange lagerfähiges und einlegbares Gemüse war er jahrhundertelang die wichtigste Vitamin-C-Quelle im Winter — Sauerkraut schützte Schiffsbesatzungen und die Bewohner des kühlen Europa vor Skorbut.
Verwendung
Ein grundlegendes Beetgemüse im Hausgarten und im Feldanbau. Frühe Sorten werden im Sommer frisch geerntet, späte im Herbst — für die Lagerung im Kühlraum und zum Einlegen. In der Küche wird er roh, gekocht, geschmort und milchsauer vergoren gegessen; der Rotkohl wird wegen seiner intensiven Blattfarbe mitunter auch als Zierpflanze gesetzt.
Wissenswertes
- Kohl, Brokkoli, Blumenkohl, Grünkohl, Rosenkohl und Kohlrabi sind ein und dieselbe Art — Brassica oleracea. Sie unterscheiden sich ausschließlich darin, welchen Teil der Pflanze der Mensch über Jahrhunderte durch Selektion verstärkt hat: Der Kohl ist die üppig ausgewachsene Endknospe, Brokkoli und Blumenkohl sind Blütenstände, der Rosenkohl sind die Seitenknospen und der Kohlrabi ist der verdickte Stängel.
- Dieses Beispiel künstlicher Selektion führte Charles Darwin in „Über die Entstehung der Arten“ an — er zeigte daran, dass die natürliche Auslese über Millionen Jahre erheblich mehr vermag, wenn schon der Mensch in einigen hundert Jahren aus einer Pflanze derart verschiedene Formen gezüchtet hat.
- Der charakteristische Geruch gekochten Kohls stammt von Schwefelverbindungen, die aus Glucosinolaten freigesetzt werden — genau jenen Substanzen, die den Kohlgewächsen ihren leicht scharfen Geschmack verleihen und gesundheitsfördernd wirken.
Häufige Fragen
Warum platzen meine Kohlköpfe auf?
Das ist die Folge ungleichmäßiger Wasserversorgung: Nach einer Trockenperiode führen ergiebiger Regen oder Gießen zu einem plötzlichen Wasserzustrom, das Innere des Kopfes wächst schneller als die äußeren Blätter und die Hülle platzt. Es helfen regelmäßiges Gießen und Mulchen, bei reifen Köpfen außerdem die rechtzeitige Ernte, ohne sie zu lange im Beet stehen zu lassen.
Was ist die Kohlhernie und wie beugt man ihr vor?
Das ist eine Krankheit, die von einem Bodenorganismus hervorgerufen wird und Wucherungen an den Wurzeln verursacht — die Pflanze welkt und setzt keinen Kopf an. Die Dauersporen halten sich im Boden sogar über ein Dutzend Jahre, eine wirksame Bekämpfung im Nachhinein gibt es also nicht. Der einzige reale Schutz ist Vorbeugung: mindestens eine vierjährige Anbaupause für Kohlgewächse auf dem betreffenden Beet und die Erhaltung einer annähernd neutralen Bodenreaktion durch Kalkung.
Sind Kohl und Brokkoli dieselbe Pflanze?
Botanisch ja — beide sind Brassica oleracea, dieselbe Art in verschiedenen Kultursorten, ähnlich wie Blumenkohl, Grünkohl, Rosenkohl und Kohlrabi. Für den Gärtner hat das praktische Bedeutung: Da es dieselbe Pflanze ist, teilen sie dieselben Krankheiten und Schädlinge, man sollte sie also weder nacheinander noch dicht nebeneinander pflanzen.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- RHS — CabbagesInstitution / Botanischer Garten
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