Rosmarin

Salvia rosmarinus · Rosemary (EN) · Rosmarin (DE)

Der Rosmarin (Salvia rosmarinus, früher Rosmarinus officinalis) ist ein immergrünes, aromatisches Mittelmeerkraut mit nadelförmigen Blättern, das in Küche und Kräuterheilkunde weit verbreitet ist.

Sonne Wenig Wasser USDA 7a–10b
Bewässerungsrechner

Kurz gefasst

  • Benötigt volle Sonne und einen sehr gut durchlässigen Boden.
  • Hoch trockenheitsresistent – verträgt keine Staunässe.
  • Im polnischen Klima braucht er im Freiland Winterschutz oder Kübelkultur.
  • Die Blätter lassen sich das ganze Jahr über ernten – die Pflanze ist immergrün.
  • Der starke Duft hält auf natürliche Weise einen Teil der Gartenschädlinge fern.

Botanische Daten

Familie
Lamiaceae (Lamiaceae)
Höhe
0.5–1.5 m
Breite
0.5–1 m
Wuchsform
Ausladend
Wuchsgeschwindigkeit
Mäßig
Standort
Sonne
Boden
Sandig, Kalkhaltig
pH-Wert
pH 6–8
Feuchtigkeit
Trocken
Blütezeit
April–Juni
Winterhärte
USDA 7a–10b
Vermehrung
Aus Stecklingen

Merkmale

Ein immergrüner Halbstrauch mit steifen, aufrechten oder ausgebreiteten Trieben und schmalen, nadelförmigen Blättern von intensivem, harzigem Duft. Die kleinen, blauvioletten Blüten erscheinen im Frühjahr.

Anbau und Pflege

Bewässerung

Sehr trockenheitsresistent. Erst gießen, wenn das Substrat vollständig abgetrocknet ist – ein Überschuss an Wasser führt zu Wurzelfäule.

Im Sommer alle ~10 Tage · Trockenheitstoleranz: Hoch

Düngung

Rosmarin gedeiht gut auf mageren Böden – er benötigt keine intensive Düngung.

einmal jährlich, im Frühjahr · kompost w niewielkiej ilości

Pflanzung

Warmer, geschützter Standort mit durchlässigem Boden – in Polen braucht er im Freiland Winterschutz oder Kübelkultur.

Zeitpunkt: Mai, nach den letzten Frösten · Abstand 40–60 cm

Schnittkalender

Schnittgruppe: Aromatische Kräutersträucher (wie Lavendel)

Warum dann: Altes, blattloses Holz an der Basis hat kaum schlafende Knospen — die Pflanze treibt nur aus grünen, belaubten Trieben aus. Deshalb schneidest du leicht nach der Blüte und formst im Frühjahr, wobei du immer Grün stehen lässt.

Was und wie schneiden

Um etwa 1/3, höchstens bis zur Hälfte des grünen Zuwachses zurückschneiden; unter jedem Schnitt grüne Blätter oder Knospen stehen lassen. Zu einer kompakten Kuppel formen.

Im Frühjahr, nach dem Ende der Fröste, sowie leicht nach der Blüte.

Was du nicht tun solltest

Schneide nie ins alte, blattlose Holz an der Basis — daraus treibt sie nicht mehr aus, es bleiben kahle Stummel. Nicht stark im Spätherbst schneiden.

Begleitpflanzen

Gute Nachbarschaft

Echter LavendelPraktische Beobachtung

Ein mediterraner Begleiter mit identischen Boden- und Wasseransprüchen.

Salbei (Salvia officinalis)Praktische Beobachtung

Eine nah verwandte Art mit denselben Ansprüchen – Sonne, trockener, durchlässiger Boden.

Kohl und andere KohlgewächseGärtnerische Tradition

Der starke Duft des Rosmarins kann den Kohlweißling abschrecken, der seine Eier am Kohl ablegt.

Schlechte Nachbarschaft

BauernhortensiePraktische Beobachtung

Extrem unterschiedliche Wasser- und Bodenansprüche (Trockenheit und Alkalität vs. dauerhafte Feuchtigkeit und saurer pH-Wert) machen eine gemeinsame Kultur unmöglich.

Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.

Krankheiten und Schädlinge

Echter Mehltau

Weißer, mehliger Belag auf Blättern, Trieben und Knospen. Die Blätter vergilben, verformen sich und fallen vorzeitig ab. Der Belag entwickelt sich auf beiden Blattseiten, ist von oben oft gut sichtbar und lässt sich leicht mit dem Finger abwischen – es handelt sich um das oberflächliche Myzel eines Ektoparasiten, das den Zellen der Epidermis mithilfe von Saugorganen (Haustorien) Nährstoffe entzieht. Anfangs sind einzelne, runde, weiße Flecken zu sehen, die mit der Zeit zusammenfließen und die gesamte Blattoberfläche sowie die jungen Zuwächse überziehen. Am anfälligsten sind junge Blätter und die diesjährigen Triebe; bei starkem Befall kräuseln und versteifen sie sich und ihr Wachstum wird gehemmt, an den Knospen kommt es zu Verformung oder Absterben der Blüten. An den Früchten mancher Arten (Stachelbeere, Apfel, Kürbisgewächse) hinterlässt der Belag Berostungen oder eine verkorkte Schale. Gegen Ende der Saison erscheinen im Belag kleine, dunkle Fruchtkörper (Chasmothecien, früher Kleistothecien genannt) – die Überwinterungsstrukturen des Erregers. Die Krankheit befällt viele Pflanzen, u. a. Rosen, Eiche, Liguster, Flieder, Kürbisgewächse, Getreide, Weinrebe, Apfel, Stachelbeere, Phlox und Sonnenhut (Echinacea), wobei jeden dieser Wirte eine spezialisierte Pilzart befällt.

Blattläuse

Kleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus. Ein diagnostisches Merkmal, das Blattläuse von anderen kleinen saugenden Insekten unterscheidet, ist das Paar Siphonen (röhrenförmige Fortsätze) am Hinterleibsende sowie das Schwänzchen (Cauda); in einer Kolonie treten meist ungeflügelte Formen (parthenogenetische Weibchen) neben geflügelten Wanderformen auf, die im Sommer neue Pflanzen anfliegen. Im Sommer vermehren sich Blattläuse parthenogenetisch und lebendgebärend in vielen Generationen, wodurch die Population lawinenartig anwächst; im Herbst erscheint bei vielen Arten eine geschlechtliche Generation, die überwinternde Eier am Wirt ablegt, und wirtswechselnde Arten wandern zwischen dem Winterwirt (oft einem Baum oder Strauch) und dem Sommerwirt (einer krautigen Pflanze). Fraßsymptome sind Einrollen, Kräuseln und Verformung junger Blätter, Wachstumshemmung, Vergilben sowie Abfallen von Knospen und Fruchtansätzen. Reichlicher Honigtau überzieht die Blätter, und der darauf wachsende Rußtaupilz bildet einen schwarzen Belag, der die Photosynthese einschränkt; vom Honigtau ernähren sich Ameisen, die im Gegenzug die Kolonie vor Fressfeinden schützen. Blattläuse sind zudem wichtige Vektoren von Pflanzenviren (u. a. Mosaiken) und übertragen diese bereits während eines kurzen Probestichs von Pflanze zu Pflanze.

Giftigkeit

Für wenStufeHinweise
Menschen Keine
Hunde Keine
Katzen Keine

Geschichte und Herkunft

Der Name Rosmarin stammt aus dem Lateinischen „ros marinus“ – Meertau – und verweist auf den natürlichen Standort an den Küsten des Mittelmeers. Seit der Antike ein Symbol für Erinnerung und Treue, in der mediterranen Küche weit verbreitet.

Verwendung

Für Kräuter- und Mittelmeergärten, auf trockene Böschungen, zur Kübelkultur auf Balkon und Terrasse sowie als Küchengewürz.

Wissenswertes

  • In vielen Mittelmeerländern ist der Rosmarin ein Symbol der Erinnerung, das bei Beerdigungen und Hochzeiten verwendet wird.
  • Rosmarinöl ist eines der am häufigsten hinsichtlich seiner antioxidativen Eigenschaften untersuchten ätherischen Öle.

Häufige Fragen

Übersteht Rosmarin den polnischen Winter im Freiland?

In den wärmeren Regionen Polens und bei gutem Schutz (Vlies, Anhäufeln) ja, doch sicherer ist es, ihn im Kübel zu kultivieren und für den Winter in einen kühlen, hellen Raum zu bringen.

Warum vertrocknet mein Rosmarin trotz des Gießens?

Die häufigste Ursache ist Überwässerung – Rosmarin verträgt dauerhaft feuchten Boden und Wurzelfäule schlecht. Prüfe die Drainage und gieße erst, wenn das Substrat abgetrocknet ist.

Wie erntet man Rosmarin, ohne die Pflanze zu schwächen?

Ernte die jungen, grünen Triebspitzen und lasse die älteren, verholzten Partien stehen – regelmäßiges, maßvolles Ernten wirkt wie ein Rückschnitt und regt die Pflanze zum Verzweigen an.

Quellen

Bearbeitung:Redakcja Atlas-Flora. Aktualisierung: 29.6.2025.

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