Kurz gefasst
- Zwei Hauptformen: die kammförmige mit welligen Kämmen und die federige mit federartigen Rispen.
- Braucht volle Sonne, Wärme und einen geschützten Standort.
- Nährstoffreicher, humoser und durchlässiger, mäßig feuchter Boden.
- Wird einjährig kultiviert — empfindlich gegen Kälte und Fröste.
- Blüht von Juli bis Oktober in intensiven Farben.
- Die Blütenstände eignen sich hervorragend für Trockensträuße.
Botanische Daten
- Familie
- Amaranthaceae (Amaranthaceae)
- Höhe
- 0.2–0.7 m
- Breite
- 0.2–0.3 m
- Wuchsform
- Aufrecht
- Wuchsgeschwindigkeit
- Schnell
- Standort
- Sonne
- Boden
- Humos, Sandig
- pH-Wert
- pH 6–7
- Feuchtigkeit
- Mäßig
- Blütezeit
- Juli–Oktober
- Winterhärte
- —
- Vermehrung
- Aus Samen
Merkmale
Sie bildet aufrechte, verzweigte Triebe von 20–70 cm Höhe. Die Blätter sind grün oder purpurn überlaufen. Die kleinen Blüten stehen in auffälligen Blütenständen: bei der Form cristata als gewellte, fleischige Kämme, bei der Form plumosa als flauschige, federartige Rispen in Rot-, Orange-, Gelb-, Rosa- und Violetttönen.
Anbau und Pflege
Bewässerung
Mag Wärme und gleichmäßig feuchtes Substrat. Empfindlich gegen Kälte und Überwässerung — nasser, kalter Boden begünstigt Fäulnis und Pilzkrankheiten.
Düngung
Regelmäßige Gaben erhalten die intensive Farbe und Größe der Blütenstände.
Pflanzung
Warmer, sonniger und geschützter Standort; nährstoffreicher, humoser und durchlässiger Boden.
Schnitt
Verblühte Blütenstände entfernen; die für Trockensträuße bestimmten in voller Ausfärbung schneiden und mit dem Kopf nach unten trocknen.
Begleitpflanzen
Gute Nachbarschaft
Beide Pflanzen sind wärmeliebend, mögen Sonne und bilden leuchtende, lang blühende Farbflecken in der Sommerrabatte.
Ähnliche Wärme- und Lichtansprüche; die Kombination der feurigen Ähren beider Arten ergibt eine wirkungsvolle, einheitliche Komposition.
Eine klassische, wärmeliebende Gesellschaft für den Schnitt und für Teppichbeete mit lebhafter Farbgebung.
Schlechte Nachbarschaft
Der Brandschopf braucht volle Sonne und hohe Temperaturen, sodass er an einem Standort für Schattenpflanzen schlecht wächst und kümmerlich blüht.
Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.
Krankheiten und Schädlinge
Keimlinge und junge Jungpflanzen welken plötzlich, fallen um und sterben ab, oft nesterweise. An der Stängelbasis, dicht über der Bodenoberfläche, wird der Wurzelhals schwarz, weich und schnürt sich ein, wodurch die Pflanze den Halt verliert und sich legt. Die Samen können auch schon vor dem Auflaufen faulen, was sich in einem lückigen, ungleichmäßigen Auflaufen der Jungpflanzen von Gemüse, einjährigen Blumen und aus Saat gezogenen Kräutern zeigt. Man unterscheidet zwei Phasen: die Auflaufkrankheit vor dem Auflaufen (Fäulnis der keimenden Samen, fehlendes oder lückiges Auflaufen) und nach dem Auflaufen (Umfallen bereits aufgelaufener Keimlinge). Das genaue Bild hängt vom Erreger ab. Bei Befall durch Eipilze (Pythium) ist die Fäule wässrig, durchscheinend und weich — der eingeschnürte Stängel sieht wie „mit dem Messer abgeschnitten“ aus, und der Keimling fällt flach um, besonders bei Kälte und Wasserüberschuss. Rhizoctonia solani verursacht eine braune bis rostrote Einschnürung, das Gewebe ist eher trocken und eingedrückt als wässrig, der Keimling bleibt noch eine Zeit lang stehen, und auf der Substratoberfläche und am Wurzelhals ist manchmal ein zartes, braunes, spinnwebartiges Pilzgeflecht zu sehen. Fusarium ruft Welke mit Vergilbung und Verfärbung an der Basis sowie an den Wurzeln hervor. Der Befallsherd breitet sich kreisförmig, nesterweise vom ersten befallenen Keimling aus, weil der Erreger durch das feuchte Substrat und Wasser wandert; die Wurzeln kranker Keimlinge sind braun, schwach ausgebildet und mit sich ablösender Rinde.
BlattläuseKleine (1–3 mm) weichhäutige Insekten in Grün, Schwarz oder Rosa, die in Kolonien an jungen Trieben und auf der Blattunterseite saugen. Sie scheiden einen klebrigen Honigtau aus. Ein diagnostisches Merkmal, das Blattläuse von anderen kleinen saugenden Insekten unterscheidet, ist das Paar Siphonen (röhrenförmige Fortsätze) am Hinterleibsende sowie das Schwänzchen (Cauda); in einer Kolonie treten meist ungeflügelte Formen (parthenogenetische Weibchen) neben geflügelten Wanderformen auf, die im Sommer neue Pflanzen anfliegen. Im Sommer vermehren sich Blattläuse parthenogenetisch und lebendgebärend in vielen Generationen, wodurch die Population lawinenartig anwächst; im Herbst erscheint bei vielen Arten eine geschlechtliche Generation, die überwinternde Eier am Wirt ablegt, und wirtswechselnde Arten wandern zwischen dem Winterwirt (oft einem Baum oder Strauch) und dem Sommerwirt (einer krautigen Pflanze). Fraßsymptome sind Einrollen, Kräuseln und Verformung junger Blätter, Wachstumshemmung, Vergilben sowie Abfallen von Knospen und Fruchtansätzen. Reichlicher Honigtau überzieht die Blätter, und der darauf wachsende Rußtaupilz bildet einen schwarzen Belag, der die Photosynthese einschränkt; vom Honigtau ernähren sich Ameisen, die im Gegenzug die Kolonie vor Fressfeinden schützen. Blattläuse sind zudem wichtige Vektoren von Pflanzenviren (u. a. Mosaiken) und übertragen diese bereits während eines kurzen Probestichs von Pflanze zu Pflanze.
SpinnmilbenWinzige (0,3–0,5 mm) Spinnentiere, mit bloßem Auge kaum zu erkennen, die an der Blattunterseite saugen. Symptome: feine helle Sprenkel (Einstichstellen), mit der Zeit werden die Blätter grau, vergilben und vertrocknen. Bei starkem Befall zeigt sich ein feines Gespinst. Warme, trockene Luft fördert die Entwicklung — ein häufiges Problem bei Zimmerpflanzen im Winter in der Nähe von Heizkörpern. Spinnmilben sind keine Insekten, sondern Milben aus der Familie Tetranychidae — erwachsene Tiere haben 8 Beine (Larven nur 6). Am häufigsten tritt in Kulturen die Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae) auf: gelbgrüne Weibchen tragen an den Körperseiten zwei dunkle Flecken, überwinternde Weibchen verfärben sich orangerot. In Obstgärten ist die Obstbaumspinnmilbe (Panonychus ulmi) verbreitet, deren rote Eier gehäuft an der Triebrinde überwintern. Fraßmechanismus: Die Milben stechen die Zellen der Epidermis und des Mesophylls an der Blattunterseite an und saugen deren Inhalt aus, und die entleerten Zellen füllen sich mit Luft — daher die charakteristische, silbrig-graue, feine Sprenkelung, die von der Blattoberseite sichtbar ist (ähnelt einer mosaikartigen Verfärbung). Bei hoher Dichte werden die Blätter braun, rollen sich ein und fallen vorzeitig ab, und die ganze Pflanze schwächt sich und verliert an Zuwachs. Ein dichtes Gespinst zwischen Blättern und Triebspitzen erscheint erst bei fortgeschrittenem Befall und ist ein Signal für die Gefahr einer Verschleppung des Schädlings auf benachbarte Pflanzen. Der Entwicklungszyklus ist bei Wärme und Trockenheit sehr schnell — bei einer Temperatur von 25–30°C kann sich eine Generation in 1–2 Wochen abschließen, daher zahlreiche Generationen pro Saison und ein rasantes, exponentielles Anwachsen der Population. Die Weibchen legen kugelige, durchsichtige Eier an der Blattunterseite ab. Es überwintern begattete Weibchen (in Rindenritzen, Streu und Pflanzenresten) oder — bei der Obstbaumspinnmilbe — die Eier an der Rinde. Ein früher Befall wird leicht übersehen; bei der Diagnose hilft das Abschütteln eines Blattes über einem weißen Blatt Papier (wandernde Pünktchen werden sichtbar) oder das Betrachten der Blattunterseite mit einer Lupe.
Giftigkeit
| Für wen | Stufe | Hinweise |
|---|---|---|
| Menschen | Keine | Junge Blätter und Triebe sind in Afrika und Asien nach dem Kochen essbar. |
| Hunde | Keine | — |
| Katzen | Keine | — |
Geschichte und Herkunft
Die Art wird in den Tropen seit Langem als Nutz- und Zierpflanze kultiviert. In die europäischen Gärten gelangte sie als Kuriosität mit der ungewöhnlichen Textur ihrer Blütenstände, die an einen Hahnenkamm oder an farbige Federn erinnern.
Verwendung
Für einjährige Rabatten, Blumenbeete, Einfassungen sowie für Kästen und Kübel. Auch als Schnittblume und für Trockensträuße geschätzt — die Blütenstände behalten nach dem Trocknen lange Farbe und Form.
Wissenswertes
- Der Artname argentea (silbrig) bezieht sich auf die glänzenden, silbrigen Tragblätter der Wildform der Pflanze.
- Die samtigen Kämme der Form cristata entstehen durch Verbänderung — das Verwachsen und Abflachen des Blütenstands.
Häufige Fragen
Worin unterscheidet sich der kammförmige vom federigen Brandschopf?
Es sind zwei Formen derselben Art. Die kammförmige Form (cristata) hat gewellte, fleischige Blütenstände, die an einen Hahnenkamm erinnern, während die federige Form (plumosa) flauschige, federartige Rispen bildet. Die Kulturansprüche beider sind gleich.
Wann pflanzt man den Brandschopf in den Garten?
Erst nach den letzten Frösten, Ende Mai. Der Brandschopf ist sehr kälteempfindlich und braucht einen warmen, sonnigen Standort, um gut zu wachsen und reich zu blühen.
Wie trocknet man die Blütenstände des Brandschopfs für einen Strauß?
Schneide die Blütenstände, wenn sie voll ausgefärbt sind, entferne die Blätter und hänge sie mit dem Kopf nach unten an einem dunklen, luftigen Ort auf. Die getrockneten Blüten behalten lange ihre intensive Farbe.
Quellen
- Plants of the World Online (POWO)Datenbank (GBIF, POWO…)
- Missouri Botanical Garden — Celosia argenteaInstitution / Botanischer Garten
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