Weicher Frauenmantel

Alchemilla mollis · Lady's mantle (EN) · Weicher Frauenmantel (DE)

Der Weiche Frauenmantel (Alchemilla mollis) ist eine robuste Bodendecker-Staude mit weich behaarten, fächerförmigen Blättern, die Tautropfen festhalten, und luftigen, gelbgrünen Blütenständen.

Sonne/Halbschatten/Schatten Mäßig Wasser USDA 3a–8b
Bewässerungsrechner

Kurz gefasst

  • Standort: Halbschatten oder Schatten, in der Sonne nur bei dauerhaft feuchtem Boden.
  • Boden nährstoffreich, humos und frisch; verträgt verschiedene pH-Werte.
  • Blüht von Juni bis August in einer luftigen Wolke gelbgrüner Blüten.
  • Sehr winterhart (USDA-Zone 3), anspruchslos und langlebig.
  • Nach der Blüte zurückschneiden — treibt frisch aus und begrenzt die Selbstaussaat.

Botanische Daten

Familie
Rosaceae (Rosaceae)
Höhe
0.3–0.5 m
Breite
0.5–0.6 m
Wuchsform
Horstbildend
Wuchsgeschwindigkeit
Mäßig
Standort
Sonne, Halbschatten, Schatten
Boden
Lehmig, Humos
pH-Wert
pH 6–7.5
Feuchtigkeit
Mäßig, Feucht
Blütezeit
Juni–August
Winterhärte
USDA 3a–8b
Vermehrung
Durch Teilung, Aus Samen

Merkmale

Bildet dichte, kuppelförmige Horste von 30–50 cm Höhe. Die rundlichen, flach gelappten Blätter sind mit einem feinen Flaum überzogen, der das Wasser zu silbrigen Perlen auf der Blattfläche zusammenzieht. Die kleinen, blütenblattlosen Blüten stehen in lockeren, schaumig verzweigten Trugdolden von limettengrüner Farbe.

Anbau und Pflege

Bewässerung

Bevorzugt gleichmäßig frischen Boden. In voller Sonne und bei Trockenheit bräunen die Blattränder — dann häufiger gießen oder das Laub zum Neuaustrieb zurückschneiden.

Im Sommer alle ~6 Tage · Trockenheitstoleranz: Mittel

Düngung

Mäßig — auf nährstoffreichem Boden kommt der Frauenmantel gut ohne Düngung aus.

einmal pro Saison, im Frühjahr · kompost, nawóz uniwersalny w niewielkiej dawce

Pflanzung

Den Standort mit Kompost anreichern, um die Feuchtigkeit zu halten; verträgt verschiedene Böden außer extrem trockenen.

Zeitpunkt: Frühjahr (April–Mai) oder Frühherbst · Abstand 30–40 cm

Schnitt

Verblühte Blütenstände und müde Blätter bodennah abschneiden — die Pflanze treibt rasch eine frische Rosette nach.

Zeitpunkt: Nach der Blüte (Juli–August). · Achtung: Mit dem Rückschnitt der Blütenstände nicht zögern, wenn keine zahlreiche Selbstaussaat gewünscht ist.

Begleitpflanzen

Gute Nachbarschaft

EdelrosePraktische Beobachtung

Die weichen, kuppelförmigen Horste des Frauenmantels kaschieren die kahlen Basen der Rosensträucher und vermitteln zum Beet — eine klassische Kombination englischer und deutscher Gärten.

FunkiePraktische Beobachtung

Beide Arten mögen humosen, frischen Boden im Halbschatten; die breiten Funkienblätter kontrastieren mit dem fein gelappten Laub des Frauenmantels.

Arends-PrachtspierePraktische Beobachtung

Ein feuchtigkeitsliebender Begleiter mit gefiederten Blütenständen, der etwas später blüht — gemeinsam füllen sie das schattige Beet.

Schlechte Nachbarschaft

Kleine, langsam wachsende SteingartenpflanzenPraktische Beobachtung

Der Frauenmantel sät sich reichlich aus, und sein üppiges Laub erstickt niedrige, langsam wachsende Steingartenpflanzen.

Die Belegstufe zeigt an, ob der Zusammenhang durch Studien, Beobachtung oder gärtnerische Tradition gestützt ist.

Krankheiten und Schädlinge

Schnecken

Nackt- und Gehäuseschnecken, die nachts und nach Regen fressen. Symptome: unregelmäßige Löcher in den Blättern und vollständig abgefressene junge Sämlinge, silbrige Schleimspuren auf Blättern und Boden. Die größten Schäden treten an feuchten, schattigen Stellen auf — besonders an Salat, Erdbeeren und Funkien. Am gefährlichsten im Garten sind die Nacktschnecken (ohne äußeres Gehäuse): die Spanische Wegschnecke (Arion vulgaris, früher als A. lusitanicus beschrieben) sowie die Genetzte Ackerschnecke (Deroceras reticulatum). Der Tigerschnegel (Limax maximus) ähnelt ihnen morphologisch, frisst jedoch vor allem an verrottender organischer Substanz und Pilzen und erbeutet mitunter sogar andere Schnecken, sodass er als Schädling lebender Pflanzen kaum Bedeutung hat. Gehäuseformen — Bänderschnecken (Cepaea) oder die geschützte Weinbergschnecke (Helix pomatia) — richten in der Regel geringere Schäden an. Der Körper ist weich, langgestreckt und ständig mit Schleim bedeckt; am Kopf sind zwei Paar einziehbare Fühler zu erkennen — das längere obere Paar trägt die Augen, das kürzere untere dient dem Tast- und Geruchssinn. Schnecken sind Zwitter: Sie legen kugelige, durchsichtige oder perlmuttfarbene Eier in Gelegen ab, verborgen im feuchten Boden, unter Steinen und in der Laubstreu. Ein einzelnes Exemplar der Spanischen Wegschnecke kann mehrere Hundert Eier ablegen; es überwintern sowohl die Eier als auch die Jungschnecken, und der Fraß dauert vom Frühjahr bis in den Spätherbst, wobei er sich in warmen, feuchten Nächten verstärkt. Die Schäden haben glatte Ränder und entstehen oft mitten in der Blattspreite, nicht nur am Rand; Sämlinge und Jungpflanzen werden bis auf den blanken Boden abgefressen, und an Erdbeeren sowie reifenden Gemüsen nagen die Schnecken Vertiefungen in die Früchte. Diagnostisch entscheidend ist die eingetrocknete, silbrig glänzende Schleimspur — kein Insekt hinterlässt sie.

Giftigkeit

Für wenStufeHinweise
Menschen Keine
Hunde Keine
Katzen Keine

Geschichte und Herkunft

Der Gattungsname Alchemilla geht auf die Alchemisten zurück, die den auf den Blättern kondensierenden Tau als vermeintlich reinstes Wasser für ihre Versuche sammelten. Der volkstümliche Name Frauenmantel bezieht sich auf die Blattform und die frühere Verwendung in der Frauenheilkunde.

Verwendung

Für Beet- und Wegeinfassungen, als Bodendecker unter Sträuchern und Rosen, für naturnahe Gärten und als Schnittblume. Bewährt sich in schattigen Ecken, die das limettengrüne Blütenlicht aufhellt.

Wissenswertes

  • Die Wasserperlen auf den Blättern entstehen durch Guttation — die Pflanze scheidet überschüssige Feuchtigkeit über die Blattränder aus, und der wachsartige Flaum hält die Tropfen in Kugelform.
  • Die gelbgrünen Blütenstände sind ein beliebter, haltbarer Füller für Sträuße, auch getrocknet.

Häufige Fragen

Warum bleiben Wassertropfen auf den Frauenmantel-Blättern liegen?

Es ist eine Kombination aus Guttation (Ausscheidung überschüssigen Wassers über die Blattränder) und der wachsartigen, behaarten Oberhaut, die Wasser abstößt und zu silbrigen Perlen sammelt. Am besten ist das Phänomen am Morgen zu sehen.

Wie lässt sich die starke Selbstaussaat des Frauenmantels begrenzen?

Es genügt, die verblühten Blütenstände abzuschneiden, bevor sie Samen ansetzen. Dabei treibt die Pflanze zugleich eine frische, zierende Blattrosette aus.

Wächst der Frauenmantel in der vollen Sonne?

Ja, aber nur bei dauerhaft feuchtem Boden. An einem trockenen, sonnigen Platz bräunen die Blattränder; am wohlsten fühlt er sich im Halbschatten.

Quellen

Bearbeitung:Redakcja Atlas-Flora. Aktualisierung: 20.7.2026.

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